28.01.2022

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Folge 29-21 vom 23. Juli 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 29-21 vom 23. Juli 2021

Meldungen

Wechsel bei PCK Schwedt

Den Haag – Shell trennt sich von seiner Minderheitsbeteiligung an der Raffinerie PCK Schwedt. Wie der niederländisch-britische Mineralölkonzern  mitteilte, ist ein Verkauf von 37,5 Prozent der Anteile an der Raffinerie nordöstlich von Berlin an die österreichische Alcmene GmbH vereinbart worden, die ihrerseits der estnischen Energieholding Liwathon-Group gehört. Shell begründete seinen Ausstieg mit der Absicht, sein Raffenerieportfolio zurückzufahren, um 2050 ein Netto-Null-Emmissions-Energieunternehmen zu sein. Das russische Unternehmen Rosneft und der italienische Mineralölkonzern Eni haben als weitere Anteilseigner der Raffinerie in Schwedt noch bis Oktober die Möglichkeit, die Anteile von Shell selbst zu übernehmen. Die PCK-Raffinerie Schwedt versorgt Berlin und Brandenburg zu 95 Prozent mit Benzin, Diesel, Kerosin und Heizöl.N.N.




Stellenabbau beschlossen

Papenburg – Corona, aber auch die politische Gesamtlage um die Kreuzschifffahrt, wirken sich negativ auf die Auftragslage der Meyer-Werft in Papenburg aus. Ursprünglich war deshalb der Abbau von 1000 Stellen geplant gewesen. Nach Protesten der Politik und der IG Metall hat man sich nun auf den Abbau von 450 Stellen bei Meyer selbst und weiterer 100 Arbeitsplätze beim Tochterunternehmen EMS Maritime Services geeinigt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte zunächst die Unternehmensleitung kritisiert: „Das war nicht in Ordnung, und wir wollen, dass man fair miteinander umgeht.“ Die Werft wollte einen Teil der Belegschaft durch billigere Leiharbeiter aus dem Ausland ersetzen. Die Reduzierung des geforderten Stellenabbaus soll von den verbleibenden Mitarbeitern in Form von 200 unbezahlten Arbeitsstunden im Jahr kompensiert werden. F.B.




Gezielte Expansion

Bruchsal – Das in Bruchsal bei Karlsruhe sitzende Luftfahrtunternehmen Volocopter hat mitgeteilt, dass es seinen langjährigen Entwicklungs- und Produktionspartner DG Flugzeugbau übernehmen werde. Die ebenfalls in Bruchsal ansässige Firma entwickelt und produziert seit mehreren Jahrzehnten Segelflugzeuge und Motorsegler. Als Herstellungsbetrieb im Luftfahrtbereich verfügt die DG Flugzeugbau über eine Zertifizierung durch die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA). Nach Angaben von Volocopter stellt diese europäische Hersteller-Lizenz einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die Aufnahme von Flugtaxi-Diensten dar. Volocopter strebt an, erster kommerzieller Anbieter von Flugtaxi-Diensten in Großstädten zu werden. Spätestens zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris will Volocopter dann mit einem elektrisch angetriebenen Zweisitzer-Flugtaxi den kommerziellen Betrieb aufnehmen.N.H.