21.01.2022

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Folge 29-21 vom 23. Juli 2021 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 29-21 vom 23. Juli 2021

Stimmen zur Zeit

Der bekannte TV-Meteorologe Jörg Kachelmann ist außer sich über die Berichterstattung des WDR zur Flutkatastrophe im Rheinland. Am 15. Juli schreibt er auf Twitter:

„Ich hätte mich gefreut, wenn es diesmal anders gewesen wäre. Es tut weh, wenn genau die, die die Mittel hätten, um eine solche Wetterlage 24/7 zu begleiten, nichts tun, um Leben zu retten. Aber sie senden irgendeinen Scheiß und lassen die Leute ersaufen.“




Selbst Ulrich Deppendorf, einst Leiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios Berlin, WDR-Fernsehdirektor, Chefredakteur von ARD-Aktuell und heute Herausgeber des „Hauptstadtbriefes“, twittert am 15. Juli:

„Die schwersten Unwetter in Deutschland und im ERSTEN der ARD gibt es keinen Brennpunkt! Ist das die neue ,Informations-Offensive‘ der neuen ARD-Programmdirektion? So beschädigt man die Informationskompetenz der ARD.“




Im Medien-Branchendienst „DWDL
(15. Juli) schlägt Thomas Lückerath in dieselbe Kerbe:

„Es ist nicht mehr vermittelbar. Nicht den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern, nicht der Medienpolitik oder dem Fachjournalismus: Wenn der finanziell großzügig ausgestattete öffentlich-rechtliche Rundfunk wie hier im Falle des WDR es in akuten Krisensituationen nicht schafft, ein verlässliches Informationsangebot für das Sendegebiet zu liefern, was wohl unbestritten zur Kernaufgabe gehört, dann wird bei all den Sparbemühungen der Häuser an den falschen Stellen gespart. Der WDR betont so gern ,Wir sind der Westen‘, doch genau den hat man in der Nacht zu Donnerstag im Stich gelassen.“




Und selbst in der mit dem WDR eng verbundenen „Süddeutschen Zeitung“ (15. Juli) lässt Lena Reuters kein gutes Haar an den Kollegen vom Staatssender:

„Von einer ,Vollkatastrophe in der Nacht‘ spricht Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit Blick auf die Unwetterlage – besser kann man auch das Fernseh- und Radioprogramm des WDR in den Stunden von Mittwoch auf Donnerstag nicht zusammenfassen.“



Wort der Woche


„Es hat keinen Sinn, mit gigantischen Computer-Modellen vorherzusagen, was geschehen wird, wenn die Leute nicht wissen, wie sie sich bei einer Überschwemmung verhalten müssen.“

Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie der britischen Universität Reading, wirft dem deutschen Katastrophenschutz in der „Sunday Times“ vom 18. Juli monumentales Versagen vor.