26.01.2022

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Folge 30-21 vom 30. Juli 2021 / Kolumne / CSD kennt keine Gefahr / Theo Maass

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-21 vom 30. Juli 2021

Kolumne
CSD kennt keine Gefahr
Theo Maass

Der sogenannte Christopher Street Day (CSD), der vergangenes Wochenende in Berlin stattfand, war die Bankrotterklärung der politischen Corona-Maßnahmen. Während die von der Obrigkeit weniger geschätzten öffentlichen Veranstaltungen der „Querdenker“-Szene verboten, reglementiert oder sogar zusammengeknüppelt werden, gelten für die LGBTQ-Szene offenbar Sonderrechte. Bilder der CSD-Parade zeigen Menschenmassen ohne Abstand und oft auch ohne Maske. 65.000 Teilnehmer wurden gezählt. Der Veranstalter sprach sogar von 80.000 Menschen. Das alles spielte sich vor den Augen der Polizei ab, die nicht einschritt, weil der Berliner Senat das offenbar billigte.

Die Querdenker-Demonstrationen wurden dagegen in der Vergangenheit mehrfach aufgelöst, weil sich die Teilnehmer nicht an Maskenpflicht und Abstandsgebot hielten. Ende April wurden bei einer Demonstration in Berlin deshalb sogar 152 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Hier beim CSD nun mal ganz anders: Die Polizei bestätigte Gedränge und fehlende Masken. Die Lautsprecherdurchsagen: „Maske auf, Abstand bitte“ wurden ignoriert. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) will Berlin zur „queeren Freiheitszone“ machen und schimpfte auf die Regierung von Polen und Ungarn.
Klarer konnten der Öffentlichkeit die unterschiedlichen Rechtsstandards nicht demonstriert werden. Karl-Eduard von Schnitzler – Parteigenosse des Berliner Kultursenators – wusste schon: „Ist die Macht in guten Händen, ist es eine gute Politik – ist die Macht in schlechten Händen, ist es eine schlechte Politik.“ Wir lernen: CSD-Parade = gute Politik, Anti-Corona-Demo = schlechte Politik. Hoffentlich wundert sich niemand, wenn die Corona Maßnahmen immer weniger Akzeptanz finden.



Meldung

Das Schloss soll wieder weg

Berlin – Parallel zur Eröffnung des Humboldt-Forums im rekonstruierten Berliner Schloss am 13. Juli forderte eine Initiative den Abriss des Gebäudes. Offensichtlich inspiriert vom Beispiel des Fördervereins Berliner Schloss wollen die Aktivisten einen Wiederaufbau des zu DDR-Zeiten errichteten „Palast der Republik“ durchsetzen. Der Zeitplan des „Fördervereins Palast der Republik“ sieht als Zwischenziel die Errichtung einer Musterfassade im Jahr 2030 vor. Schloss und Humboldt-Forum sollen bis 2050 abgerissen werden. Anschließend soll nach den Vorstellungen der Aktivisten der „Palast der Republik“ in seinem Zustand vor dem Abriss 2005 wiederaufgebaut werden. Forderungen nach einem Abriss des Schlosses kommen auch von einem „Aktionsraum Spreeufer“. Dieser Zusammenschluss mehrerer Initiativen hat bereits am 9. Juli eine Ausstellung mit dem Titel „Re-Move Schloss“ eröffnet. N.H.