24.01.2022

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Folge 30-21 vom 30. Juli 2021 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-21 vom 30. Juli 2021

MELDUNGEN

Unklarheit über Verbrauch

Berlin – Eine von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte aktuellen Stromverbrauchsprognose geht von einem Bruttostrombedarf von bis zu 665 Terawattstunden im Jahr 2030 aus. Auf Grundlage einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos aus dem vergangenen Jahr war die Bundesregierung zuvor von einem Bruttostromverbrauch von 591 Terawattstunden im Jahr 2030 ausgegangen. Der Christdemokrat begründete die Korrektur der Prognose damit, dass sich im vergangenen Jahr einige Parameter verändert hätten. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht sogar davon aus, dass der Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 auf 700 Terawattstunden ansteigen wird, während der Bundesverband Erneuerbarer Energie (BEE) rechnet von einem Bedarf von bis zu 740 Terawattstunden ausgeht.N.H.




Starker Preisanstieg

Wiesbaden – Die Erzeugerpreise sind im Juni so stark angezogen wie zuletzt während der zweiten Ölkrise im Jahr 1982. Laut dem Statistischen Bundesamt waren die Produzentenpreise um 8,5 Prozent höher als im Juni des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat lagen die Preise, die Hersteller für Waren erhielten oder zahlen mussten, um 1,3 Prozent höher. Als wichtige Preistreiber machte das Bundesamt die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern und der Energie aus. Demnach verteuerten sich Vorprodukte für die Fertigung seit dem Vorjahresmonat um 12,7 Prozent. Besonders hoch fiel der Preisanstieg seit dem Vorjahr bei metallischen Sekundärrohstoffen aus. Bei Eisen-, Stahl- und Aluminiumschrott betrug er 88,1, bei Nadelschnittholz 84,6 und bei Betonstahl in Stäben 62,3 Prozent. Die Energiepreise waren im Juni um
16,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat.N.H.




Chinese führt „Blitzkrieg“

Shanghai – Die Corona-Krise hat der europäischen Hotellerie schwer zugesetzt. Diesen Umstand versucht derzeit der chinesische Unternehmer Ji Qi für ein höchst aggressives Übernahmeprojekt zu nutzen. Sein Unternehmen  Huazhu Hotels Group hatte bereits im November 2019 die Hotelgruppe Deutsche Hospitality, vormals Steigenberger, für 700 Millionen Euro erworben. Die soll nun unter der Leitung des Schweizers Marcus Bernhardt expandieren und zu einer der drei größten Hotelgesellschaften in Europa avancieren. Innerhalb von vier Jahren will Ji Qi statt momentan noch 122 um die 700 Hotels auf unserem Kontinent besitzen. In China gehören der Huazhu-Gruppe insgesamt schon 7000 Hotels – die meisten davon sind allerdings günstige Ein- bis Drei-Sterne-Herbergen. Ji Qi, welcher der Führung der Kommunistischen Partei Chinas nahe steht und ein großer Verehrer des Diktators Mao Zedong ist, nennt seine Ankaufsstrategie in Europa ganz unverhohlen „Blitzkrieg“.W.K