27.01.2022

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Folge 30-21 vom 30. Juli 2021 / Ostpreußisches Landesmuseum / Der Zauber des Porzellans / Die Schriftstellerin Christine von Brühl liest aus ihrem neuen Familienroman

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30-21 vom 30. Juli 2021

Ostpreußisches Landesmuseum
Der Zauber des Porzellans
Die Schriftstellerin Christine von Brühl liest aus ihrem neuen Familienroman

In ihrem neuen Buch „Schwäne in Weiß und Gold“ begibt sich Christine von Brühl auf die Spuren ihrer Vorfahren, die sie an verschiedene Orte in Europa führten, unter anderem nach Dresden, Warschau, Wien, Königsberg, Allenstein und immer wieder in die Meißner Porzellanmanufaktur. Vertreter der Brühls bekleideten hohe Ämter im Staatswesen, beim Militär und in der Diplomatie. Zu den bekanntesten gehört zweifelsohne Heinrich Graf von Brühl (1700-1763), Minister bei August dem Starken, dann Premier bei dessen Sohn und Nachfolger August III., ab 1733 Direktor der Porzellanmanufaktur Meißen.
In seinem Auftrag wurde das berühmte Schwanenservice angefertigt, das für einhundert Personen konzipiert wurde und mehr als 2200 Einzelteile umfasste. Alfred Graf von Brühl (1862–1922) war ein bekannter Jagdmaler und von 1916 bis 1919 Direktor der Kunstakademie Königsberg.


Der Großvater der Autorin, Georg Graf von Brühl (1882–1976), studierte Jura in Berlin, erhielt eine Stelle als Landrat in Allenstein und zog nach Ostpreußen.


Sein Sohn Dietrich Graf von Brühl (1925–2010) war ein deutscher Diplomat, Gesandter in der deutschen Botschaft in Warschau und Botschafter in Wien. „Diese Familie musste erfahren, wie sich fast alles, was über viele Jahrhunderte hinweg zu ihrem Selbstverständnis gehört hatte, in Scherben ging“ schreibt Christine von Brühl. Das Buch ist eine Erkundungsreise über die Zerbrechlichkeit von Ruhm und Besitz, den Zauber des Porzellans und die Kraft von Erinnerung.
Christine von Brühl, geboren 1962 in Ghana, studierte Slawistik, Geschichte und Philosophie in Lublin, Heidelberg und Wien. Nach Stationen bei „Die Zeit“, „Sächsische Zeitung“ und „Das Magazin“ arbeitet sie heute als freischaffende Autorin. Mit ihrem Künstler-Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern lebt sie in einer Berliner Etagenwohnung und vereint ihre lange Familientradition gekonnt mit der Existenz einer zeitgenössischen Publizistin.
„Die Brühls – eine europäische Familie“, Lesung mit Christine von Brühl, Mittwoch, 4. August um 18.30 Uhr, Eintritt: 6 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon (04131) 759950 oder per
E-Mail: info@ol-lg.de.


Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg


Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.de, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, Eintritt:
7,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro

Einer der bekanntesten von Brühls: Heinrich Graf von Brühl war Minister bei August dem Starken und ab 1733 Direktor der Porzellanmanufaktur Meißen