14.08.2022

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Folge 32-21 vom 13. August 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 32-21 vom 13. August 2021

Meldungen

Protest gegen Zuwanderer

Ankara – In der Türkei leben mittlerweile 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge. Dazu kommen viele reiche Zuwanderer aus dem nahöstlichen Raum, welche sich durch Immobilienkäufe türkische Pässe sicherten. Dadurch gibt es in der 16-Millionen-Metropole Ankara bereits zwei Millionen Einwohner arabischer Herkunft, und in der Grenzprovinz Kilis hat der Anteil der Syrer sogar schon 75 Prozent erreicht. Das überfordert zahlreiche Türken, welche den Immigranten bislang viel Toleranz entgegenbrachten. Auf Twitter machen sie ihrem Unmut unter der Parole „Zeit, dass ihr geht!“ Luft und beklagen, dass sie sich zunehmend als Fremde im eigenen Land fühlten. Dabei gilt der Zorn der Türken zugleich ihrem Staatspräsidenten Erdoğan und dessen „Politik der offenen Tür“. Das wiederum sieht die Opposition als Chance und verspricht, im Falle einer Regierungsübernahme binnen zwei Jahren drei Millionen Syrer „zurückzuführen“.W.K.





Litauen schirmt sich ab

Wilna – Als Reaktion auf die EU-Sanktionen gegen Weißrussland, bei deren Zustandekommen Litauen eine tragende Rolle gespielt hat, hält Minsk keine „Flüchtlinge“ aus Asien und Afrika mehr zurück, welche die Grenze zu dem baltischen EU-Staat passieren wollen. Deshalb kamen 2021 bereits 35-mal mehr illegale Einwanderer nach Litauen als im Jahr zuvor. Das führt nun zu heftigen Reaktionen der Einheimischen, die ihre Sicherheit bedroht sehen. In Rudninkai blockierten Anwohner eine Straße, um die Unterbringung der Neuankömmlinge in ihrem Ort zu verhindern, und in Deviņiškės gab es ebenfalls laute Proteste unter dem Motto: „Wir brauchen all diese Migranten nicht! … Wir wollen ohne Angst auf die Straße gehen können.“ Deshalb nahm die Regierung in Wilna jetzt den Bau eines 500 Kilometer langen Zaunes entlang der Grenze zu Weißrussland in Angriff. Allerdings reichte das vorhandene Material bislang nur für viereinhalb Kilometer.W.K.





Feuer bedroht Atomzentrum

Sarow – Wegen der sich ausbreitenden Waldbrände im Gebiet Nischnij Nowgorod haben russische Behörden in der Stadt Sarow den Ausnahmezustand verhängt. Dort befindet sich Russlands Kernforschungszentrum, das am Ende des Zweiten Weltkriegs eingerichtet worden war, weshalb Sarow noch heute eine geschlossene Stadt ist, zu dem nicht jedermann Zutritt hat. Massive Brände bedrohen mittlerweile Ortschaften in vielen Regionen des Landes. In insgesamt acht Regionen wurde bereits der Ausnahmezustand verhängt. Unter anderem ist auch die Siedlung Sangar mit Öllagern gefährdet. Wie die russischen Behörden mitteilten, sorgen hohe Windgeschwindigkeiten dafür, dass sich das Feuer rasend schnell ausbreitet. Laut Behördenangaben stehen landesweit 3,5 Millionen Hektar in Flammen. 7000 Löschkräfte seien bei der Brandbekämpfung im Einsatz. MRK