17.01.2022

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Folge 32-21 vom 13. August 2021 / Aufgeschnappt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 32-21 vom 13. August 2021

Aufgeschnappt

„Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“ – dieser Ausspruch geht auf ein Gedicht aus dem Jahr 1861 zurück. Im Deutschen Kaiserreich positiv konnotiert, wurden die Worte nach dem Untergang des NS-Regimes in der Regel nur noch spöttisch-negativ und mahnend-kritisch verwendet. Deutschland sollte sich nicht als arroganter Lehrmeister gegenüber anderen Völkern aufspielen. Seit einigen Jahren ist das vergessen, die Bundesregierung sagt beispielsweise Polen oder Ungarn gern, welche Wünsche sie bezüglich deren innerer Politik hegt. Erschreckend tief ausgeprägt ist ein Denken, wonach Deutschland global für Segnungen Sorge zu tragen habe, bei Jens Spahn (CDU). Anlässlich des Vorhabens, Corona-Impfstoff an eine Initiative zu spenden, welche die Vakzine an Entwicklungsländer verteilt, äußerte der Bundesgesundheitsminister vergangene Woche: „Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen.“ Die „Welt“ – darunter scheint es nicht zu gehen. Kann man hier bereits von Größenwahn sprechen? E.L.