18.01.2022

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Folge 33-21 vom 20. August 2021 / Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 33-21 vom 20. August 2021

Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Baden-Württemberg

Vorsitzende: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart, Tel.:  0711 - 85 40 93, uta.luettich@web.de Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, 2. Stock, Zimmer 219 (Sprech-stunden nach Vereinbarung)

Treffen der Frauengruppe

Göppingen – Im „Coronajahr“ 2020/21 ist alles so ganz anders, man will einfach dass „ES“ vorbei ist. Viele Monate, fast ein ganzes Jahr, sind seit der 70-Jahr-Feier unserer Frauengruppe im September vergangen. In dieser Zeit haben keine persönlichen Begegnungen der Frauen aus der Göppinger Landsmannschaft, Ost- & Westpreußen, stattgefunden. Natürlich wurden durch die Leiterin der Gruppe, Vera Pallas, die von ihr selbst angefertigten Geburtstagskarten, versehen mit den besten Wünschen und der Hoffnung auf baldiges Zusammentreffen, an die jeweiligen Geburtstagskinder versandt. Es gab persönliche Gespräche am Telefon und einen, von mir verfassten, aufmunternden Rundbrief zu Weihnachten und nochmals zum Osterfest. So waren unsere Frauen, und auch Frau Pallas und ich, über Veränderungen und das Neueste weitgehend informiert. 

Nachdem unsere Gaststätte in Salach wieder geöffnet hatte, und wir uns mit den üblichen 3G-Vorschriften treffen konnten, kam es dann am 4. August zu einem ersten Zusammensein mit unseren Frauen, und es waren sogar zwei Ehemänner mit dabei. Die Freude war groß, sich endlich persönlich gegenüberzusitzen und zu hören, was es alles Neues gibt. Es gab dann auch noch eine ganz besondere Überraschung für uns. Im Eingang stand plötzlich unsere Landesfrauen-Vorsitzende, Uta Lüttich, unangemeldet, extra aus Stuttgart hergekommen, um bei uns hier in Salach dabei zu sein. Nach dem Essen berichtete uns Uta Lüttich über die Problematik der anderen Frauenkreise in Baden-Württemberg, es sind leider viele in der Auflösung begriffen. Das passiert wegen der Pandemie, aber auch durch die zunehmende Überalterung der Mitglieder und der damit einhergehenden Gebrechlichkeit. Sie staunte deshalb sehr über unsere doch recht stattliche Personenzahl von zehn Personen bei diesem Treffen. Diese Probleme sind jetzt überall greifbar, auch der Hauptverein tut sich sehr schwer mit diesen rückläufigen Zahlen. Diese lange Zeit ohne Zusammenkünfte hat das kulturelle Bewusstsein sehr in den Hintergrund verschoben. Wir hatten großen Nachholbedarf und waren erfreut, Berichte und Gedichte über die Heimat und die noch bestehenden Frauenkreise und Landsmannschaften zu hören. Uta Lüttich bereitet im Herbst ein Delegierten- und Frauentreffen in Stuttgart vor, was uns wieder Hoffnung auf die Zukunft macht. An einem Wochenende im Hotel Wartburg werden die neuen Pläne gemeinsam erarbeitet und vorgestellt, um unsere Ost- & Westpreußische Kultur in den Gruppen zu erhalten und weiterzuführen. Auch unsere Frauenleiterin hatte für diesen Mittag Bilder und Berichte aus der PAZ und aus Heimatbriefen zusammengetragen. Auch konnten wir endlich wieder in unser eigenes Album einschreiben und hoffen, dass es regelmäßig benutzt werden kann. Ina Meister


Bayern

Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de

Preussen-Kurier

Landesgruppe – Rainer Claaßen hat für die aktuelle Ausgabe des „Preussen-Kuriers“ unter vielen anderen Themen die Schriftstellerin Freya Klier für ein Grußwort und Sylvia Stierstorfer für einen Gastbeitrag zum 40-jährigen Bestehen des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen gewinnen können. 

Keine Sommerpause

Hof – Ausnahmsweise am ersten Sonnabend im Monat, statt wie üblich am zweiten, trafen sich die Mitglieder der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Kreisgruppe Hof, im Vereinslokal Altdeutsche Bierstube. Vorsitzender Christian Joachim begrüßte die Anwesenden und gratulierte den Geburtstagskindern des vergangenen Monats. Danach schlug er als Schwerpunkt für die kommenden Monate eine „Rundfahrt“ durch die Provinzen Ost- und Westpreußen vor. Auch Erntedank, der Tag der Heimat und Weihnachten werden ein Thema sein. Kulturwart Bernd Hüttner stellte als Prominenten den aus Königsberg stammenden Siegfried Passarge (1867 –1958) vor. Der Geograph, Geologe und Mediziner gilt als Vater der modernen Landschaftskunde. Zum Schluss gab Christian Joachim noch ein Kapitel aus „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz zum Besten. Das nächste Treffen findet am Sonnabend, 11. September, um 15 Uhr in der Altdeutschen Bierstube in der Marienstraße statt. 


Bremen

Vorsitzender: Heinrich Lohmann, Geschäftsstelle: Parkstraße 4, 28209 Bremen, Telefon (0421) 3469718

Zeitzeugenbericht

Landesgruppe – Nicht zum ersten Mal kam eine Redakteurin/ein Redakteur von Radio Bremen bei einem zeitgeschichtlichen Thema in Verbindung mit dem Zweiten Weltkrieg auf die Idee, bei der Suche nach Zeitzeugen bei uns anzufragen. Diesmal ging es um die Frage, ob es wohl in Bremen noch Menschen gibt, die aufgrund persönlicher Hungererfahrung Wert darauflegt, Vorräte für schlechte Zeiten anzulegen. 

Der Kontakt zur Leiterin unserer Frauengruppe, Barbara Richter, konnte vermittelt werden. Das Ergebnis der Begegnung waren ausführliche Gespräche und Erinnerungsberichte, aus denen ein knapp vierminütiger „buten-un-binnen“-Beitrag entstanden ist.

Es ist in unserem Sinne, dass anlässlich solcher Berichte auch immer wieder an die Flucht und das Schicksal der Vertriebenen erinnert wird. Sie haben die Möglichkeit, den Bericht in der Radio-Bremen-Mediathek mit folgendem Link aufzurufen. Er ist dort ein Jahr lang verfügbar. www.butenunbinnen.de/videos/lebensmittel-wertschaetzung-100.html


Hessen

Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender:: Gerhard Schröder, Engelmühlenweg 3, 64367 Mühltal, Tel. (06151)148788

Treffpunkt Landhaus Meister

Kassel – Donnerstag, 2. September, 15 Uhr, (neuer) Treffpunkt Landhaus Meister, Fuldatalstraße 140: „Wenn die Liebe rostet“, Autor Jürgen Pasche liest aus seinen Kurzgeschichten.

Mit dem Titel „Welches Tier gehört zu dir“ gestalteten die Vorsitzenden Gerhard Landau und Gertraud Nitschky im August das zweite Heimattreffen in diesem Jahr. Dabei stellten die Mitglieder und Gäste ihre Lieblingstiere vor, begründeten ihre Wahl und gaben dann den Moderatoren Gelegenheit, Wissenswertes zu den genannten Arten beizusteuern. Vorbereitetes Informationsmaterial über herausragende Tiergestalten lag bereit, nämlich Fachbücher, Tierfabeln und Vogelgedichte aus älteren Schullesebüchern. Eine ergiebige und köstliche Quelle sei namentlich genannt: Eugen Roths „Tierleben“. Wo es sich anbot, fand auch Ostpreußen gehörige Erwähnung, denn Material lag vor über Hirsch, Elch, Wolf, Adler, Storch, Kranich, Pirol. Heimatgruppen, die Naturfreunde in ihren Reihen haben, sei eine „tierische“ Gesprächsrunde oben beschriebener Art sehr empfohlen, denn die Tierwelt spricht doch fast jeden an.

 Gerhard Landau 


Mecklenburg-Vorpommern

Vorsitzender: Manfred F. Schukat, Hirtenstraße 7 a, 17389 Anklam, Tel.: (03971) 245688

Landestreffen verschoben

Landesgruppe – Das 25. Landestreffen der Ostpreußen am 25.September in Schwerin muss leider um ein weiteres Jahr verschoben werden. Nach der Corona-Impfkampagne hatten wir berechtigte Hoffnung und warteten daher auf weitere Lockerungen. Doch leider erlaubt das aktuelle Landesinfektionsschutzgesetz MV auch für Geimpfte nur einen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern. Somit könnten nur 300 bis 400 Personen teilnehmen: Das hat überhaupt keinen Sinn. Ehe die hohen Stornogebühren für die Halle und die Hotels fällig werden, mussten wir uns entscheiden. All die viele Arbeit und Kosten der Vorbereitungen und Organisation sind nun wieder umsonst. Wir hatten die große Sport- und Kongresshalle Schwerin für 1800 Besucher sowie über 120 Hotelplätze für die Chöre aus der Heimat schon über ein Jahr zuvor fest reserviert. Nun hoffen wir, dass wir 2022 wieder unsere Heimattreffen veranstalten können und Corona dann vorbei ist. Als neuen Termin für unser Landestreffen haben wir bereits jetzt den 24. September 2022 in Schwerin reserviert und laden alle herzlich dazu ein. Bitte vormerken.


Nordrhein-Westfalen

Erster Vorsitzender: Jürgen Zauner, Stellv. Vorsitzende: Klaus-Arno Lemke und Dr. Bärbel Beutner, Schriftführerin: Dr. Bärbel Beutner, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de

Trauer um Alfred Kolletzki

Die Landsmannschaften Ost- und Westpreußen, Kreisgruppe Bielefeld, trauert um Herrn Alfred Kolletzki aus Perteltnicken (Gemeinde Pobethen) im Samland, der am 21. Mai unerwartet verstorben ist, wenige Tage vor seinem 87. Geburtstage. 

Herr Kolletzki gehörte zu unseren aktivsten Mitgliedern. Nach seiner Kindheit im Samland, erster Flucht im Januar 1945, Rückkehr ins Samland und 1947 endgültiger Vertreibung durch die sowjetische Besatzungsmacht, gelangte er über den Umweg Thüringen (Saalfeld und Sonneberg) mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern – der Vater war aus dem Kriege nicht mehr heimgekehrt – nach Bielefeld, wo er zunächst in beengten Verhältnissen bei seiner Mutter wohnte. 1961 heiratete er seine Frau Elfriede, die Ehe dauerte somit fast 60 Jahre. 

Schon bald wandte er sich den Landsmannschaften Ost- und Westpreußen zu, für die er aktiv tätig wurde und sie auch wesentlich mitprägte. Von 1993 bis 2000 war er Vorsitzender als Nachfolger von Arthur Tietz, der dieses Amt rund 20 Jahre lang innegehabt hatte. Auch nach seinem Rücktritt als Vorsitzender war Kolletzki weiter mit verschiedenen Aufgaben für den Vorstand tätig, zum Beispiel einige Male als Kassenprüfer. Anlässlich der Feier zum 65. Bestehen der Landsmannschaften wurde er 2013 mit der Ehrennadel ausgezeichnet. 2020 wurde er als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Seine große Sorge galt zuletzt der Pflege und der Sicherung des Fortbestehens des Vertriebenen-Mahnmales auf dem Bielefelder Sennefriedhof, da sich nach Auflösung der Bielefelder Gruppe des BdV zahlreiche Probleme aufgetan hatten. 

Wir vermissen unser treues Mitglied sehr und werden Herrn Alfred Kolletzki in großer Dankbarkeit stets ein ehrendes Andenken bewahren. Rainer Kolletzki


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Edmund Ferner, Julius-Wichmann-Weg 19, 23769 Burg auf Fehmarn, Tel.: (04371) 8888939, E-Mail: birgit@kreil.info

Jahreshauptversammlung

Landesgruppe – Nachdem die öffentliche Hand Versammlungen wieder mit begrenzter Teilnehmerzahl zulässt, plant die LO Landesgruppe Schleswig-Holstein ihre Jahreshauptversammlung – Vertreterversammlung – am 12. September in Kiel im Haus der Heimat durchzuführen.

Da sich in der Zwischenzeit viel ereignet hat, sind wichtige Beschlüsse zu fassen. Es wird um eine rege Beteiligung der Vorsitzenden der Ortsgruppen gebeten. Eine gesonderte Einladung wird noch an die Ortsgruppen ergehen und auch an dieser Stelle in der PAZ veröffentlicht werden.Hans-A. Eckloff

Treuemedaille und Urkunde

Landesgruppe – Auf die einleitenden Worte soll hier nach den ersten Berichten zur Überreichung einer Treuemedaille und Urkunde für die Verdienste der Vorsitzenden der Ortsgruppen (OG) und Vorstandsmitglieder der Landesgruppe Schleswig-Holstein (S-H) verzichtet werden, nachdem in den vorangegangenen Ausgaben der PAZ an dieser Stelle dazu ausführlich berichtet wurde.

Für den Schriftführer und Unterzeichnenden Hans-Albert Eckloff, dem jüngsten Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand, übernahm der Landesvorsitzende Edmund Ferner die Übergabe der Treuemedaille und Urkunde und führte dazu Folgendes aus: 

Hans-Albert Eckloff

Hans-Albert Eckloff, geboren 1941 in Kerpen/Kreis Mohrungen in Ostpreußen, wird im kommenden Jahr 2022 dreißig Jahre Mitglied in der LO sein. In seinen Beruf als Diplomingenieur für Wasserwirtschaft nimmt er auch heute noch ehrenamtliche Tätigkeiten wahr. Er ist verheiratet und die drei Söhne haben ihm sieben Enkel und einen Urenkel beschert, die sein ganzer Stolz sind. Seit 2017 ist Eckloff stellvertretender Vorsitzender der OG Bad Schwartau und wurde auch 2017 als Schriftführer in den Landesvorstand gewählt. Für seine lange und aktive Mitgliedschaft in den OG Mölln und Bad Schwartau wurde ihm bereits die Silbernen Ehrennadel der LO verliehen. Es ist ein außerordentlicher Glücksfall, dass Eckloff für das wichtige Vorstandsamt gewonnen werden konnte, denn er nimmt sein Amt mit viel Engagement und Herzblut wahr, auch wenn seine Zeit stets kurz bemessen ist. Der Laudator ging auf die Mutter von Eckloff ein, die lange Jahre die LO, OG Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg, vorbildlich geführt hat und somit die Tugenden der Mutter dem Sohn in die Wiege gelegt worden sind.  

Edwin Falk

Sodann würdigte der Landesvorsitzende Edwin Falk mit Treuemedaille und Urkunde, der 22 Jahre Mitglied in der LO ist und seit acht Jahren die OG Eutin im Kreis Ostholstein führt sowie dem Landesvorstand seit zehn Jahren als Beisitzer angehört. Von 2006 – 2015 war Falk auch Vorsitzender der Kreisgruppe Ostholstein, die zu der Zeit noch mehrere OG umfasste, aber dann aufgelöst wurde.

Edwin Falk hat mit seiner Aufgabe mehr als seine Pflicht getan und seine preußischen Tugenden sind prägend für seinen Charakter, sodass ihm auch dafür bereits die Silberne Ehrennadel der LO verliehen wurde. Der Laudator erinnerte an die gemeinsamen Fahrten nach Ostpreußen und das gemeinsame „Klopsessen“. Bei Telefonaten spürt er stets, wie Falk für Ostpreußen schwärmt und das insbesondere für Memel. Alle Informationen über Ostpreußen aus der PAZ oder den Heimatbriefen verschlingt Falk mit größtem Interesse. Für seine fleißige Mitarbeit im Vorstand spricht ihm der Laudator seinen besonderen persönlichen Dank aus und lässt nicht unerwähnt, dass Edwins Frau Margret ihm stets dabei zur Seite steht.

Heiko Wermke

Als weiteren Beisitzer im Landesvorstand würdigt Edmund Ferner Heiko Wermke für seine Bereitschaft im Landesvorstand seine Mitarbeit zur Verfügung zu stellen, auch wenn er nicht zur Erlebnisgeneration gehört. Durch seine Teilnahme an Kulturseminaren in Bad Helmstedt beweist er sein hohes Interesse an der Kultur und Geschichte Ostpreußens. Auch die Ahnenforschung über seine Vorfahren aus Ostpreußen hat seine Leidenschaft zur Heimat geweckt, die er sehr intensiv betreibt. Er ist das jüngste Mitglied im erweiterten Landesvorstand und als Einzelmitglied in der Landsmannschaft, da in seinem Lebensraum in Quickborn keine Ortsgruppe existiert. Der Landesvorsitzende ist sehr erfreut darüber, im Landesvorstand ein junges Mitglied zu haben, dass die Liebe und Treue zur Heimat Ostpreußen gefunden hat.Hans-A. Eckloff

Straßennamen

Bad Oldesloe und Tremsbüttel – Im August konnten sich die Ostpreußen aus Bad Oldesloe und Tremsbüttel bei Erika Hösel in Tremsbüttel an einer schönen Kaffeetafel treffen. Thema des Nachmittags waren „Straßennamen." 

Die Vorsitzende war in Marienwerder im „Ordensviertel“ aufgewachsen und interessierte sich schon als Kind für die Bedeutung von Straßennamen. Bei der Salza- und der Kniprodestraße handelte es sich um Hochmeister, die in der Marienburg residierten. Die Balkstraße erinnerte an Landmeister Hermann Balk, Gründer der Stadt Marienwerder. Sein Denkmal stand auf dem Fischmarkt am Niedertor. 

Im heutigen Marienwerder wurde die Großkomturstraße zur ul. Grunwaldska zum Gedenken an den Sieg über den Orden 1410 bei Grunwald (Dannenberg). Die Damaschkestraße wurde zur ul. Staszica nach einem berühmten polnischen Schriftsteller benannt. 

In Elbing fiel mir die Trusostraße auf, in der mein Vater als Schuljunge wohnte. Truso war die berühmte Handelsstadt am Elbingfluß, Vorgängerin der 1237 gegründeten Ordensstadt Elbing. 

In Bad Oldesloe haben wir die Bangertstraße, benannt nach dem Historiker Bangert; Salinenstraße, Sülzberg und Kurparkallee erinnern an die frühere Salzstadt Oldesloe. Die Königsberger, Stettiner und Breslauer Straße und der Masurenweg erinnern an unsere Heimat; Theodor-Storm-Straße, Timm-Kröger-Weg, Fritz-Reuter-Straße und Klaus-Groth-Straße an Dichter und Schriftsteller. 

Auch alte Flurbezeichnungen treten als Straßennamen bei uns auf. In der Aussprache wurden weitere Straßennamen genannt, über deren Bedeutung auch gesprochen wurde. Erwähnt wurden auch die häufigen Umbenennungen von Straßen und Plätzen mit Namen aus der Geschichte. Gisela Brauer