17.01.2022

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Folge 33-21 vom 20. August 2021 / Museum für Zuhause / Eine Reihe voller Wunder / Eine goldene Eintrittskarte in die Welt vom Plankton bis zum großen Weltmeer, voller Möglichkeiten zum eigenen Entdecken

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 33-21 vom 20. August 2021

Museum für Zuhause
Eine Reihe voller Wunder
Eine goldene Eintrittskarte in die Welt vom Plankton bis zum großen Weltmeer, voller Möglichkeiten zum eigenen Entdecken
Christiane Rinser-Schrut

Eintritt frei!“ heißt die Buchreihe des Prestel-Verlages, die in großformatigen, stabilen Bänden mit detaillierten Zeichnungen erscheint. Wenn man eines dieser Bücher aufschlägt, formt das offene Buch einen eigenen Raum, da die Bände 37 Zentimeter Höhe bieten und aufgeschlagen eine Breite von 54 Zentimetern. Auf der jeweils rechten Seite sind zumeist Illus-trationen und links ein beschreibender und erklärender Text abgedruckt. Die Texte sind sehr gut verständlich geschrieben, ohne dabei langweilig zu wirken. Sie enthalten viele Informationen und beschreiben in wenigen Zeilen die nummerierten Abbildungen auf der nebenstehenden Seite. Empfohlen werden die Bücher dieser Reihe ab acht Jahren, aber auch jüngere Kinder haben ihre wahre Freude an den großen Bildern.

Der erste Band dieser Reihe „Das Museum der Tiere“ ist bereits im Jahr 2014 erschienen. Es folgten elf weitere Bände. In diesem August erscheint der 13. Band „Das Museum der Pilze“. 

Zu ausgewählten Bänden hat der Verlag Mitmachbücher herausgegeben, die zwar nicht so groß sind wie die „Museums-Bücher“, aber doch noch etwas größer als DIN A4. Diese Mitmachbücher zum „Museum der Tiere“ und der „Pflanzen“ bieten die Möglichkeit, auf festem Karton Tiere und Pflanzen auf ganz andere Weise näher kennenzulernen: mal sucht man den Weg durch ein Labyrinth, mal vervollständigt der „Besucher“ eine Zeichnung. Auf der Rückseite steht immer die Lösung mit Informationen zum Betrachtungsobjekt. Eine feste Pappe verhindert dabei ein Verknicken der Seiten.

Die Museums-Bücher führen durch Säle. Eine Doppelseite am Anfang des Kapitels informiert den Betrachter, was ihn im kommenden Saal erwartet. Im „Museum des Meeres“ durchläuft der Leser neun Säle, beginnend beim kleinsten Plankton und endend mit dem großen Weltmeer. Eine Begrüßung und kurze Einführung stimmen den Betrachter ein, ein Stichwortverzeichnis, Hinweise zum Weiterlesen und Informationen zu den Autoren und Illustrationen, die hier Kuratoren heißen, bilden den Abschluss. 

Die Bücher dieser Reihe sind nicht sehr günstig, aber sie sind auch sehr hochwertig. Doch als Geschenk, oder wenn wieder die Museen schließen, begeistern sie Jung und Alt. 

In diesem Jahr ist „Das Museum des Meeres“ der Meeresbiologin Loveday Trinick und Illustratorin Teagan White erschienen und im August veröffentlicht der Verlag „Das Museum der Pilze“ von Katie Scott und Ester Gaya.

Loveday Trinick: „Das Museum des Meeres. Eintritt frei!“, Prestel junior, München 2021, gebunden, 112 Seiten, 25 Euro