19.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
Folge 34-21 vom 27. August 2021 / Mosambik / Ruandas Militär schlägt Moslems in die Flucht / Die Hafenstadt Mocímboa wurde seit März vom IS belagert – Etliche Befreiungsversuche scheiterten

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-21 vom 27. August 2021

Mosambik
Ruandas Militär schlägt Moslems in die Flucht
Die Hafenstadt Mocímboa wurde seit März vom IS belagert – Etliche Befreiungsversuche scheiterten
Frank Bücker

In Mosambik haben die Bemühungen, Afrika zu islamisieren, einen Rückschlag erlitten. Elitetruppen aus dem Nachbarland Ruanda schlugen im Norden des Landes in der Provinz Cabo Delgado die Terroristen des Islamischen Staates (IS) in die Flucht. Um die Hafenstadt Mocímboa da Praia mochten die Al-Shabab-Kämpfer gar nicht mehr kämpfen und ergriffen die Flucht. 

Am 24. März hatten die Moslems die Stadt eingenommen und alle Versuche der Armee Mosambiks abgewehrt, sie zurück zu erobern. Die Soldaten aus Ruanda waren erst am 9. und 10. Juli nach Ruanda verlegt worden und traten unverzüglich zur Offensive an. Mosambiks Regierungschef wollte keine „weißen Soldaten“ im Land. Der französische Präsident Emmanuel Macron wollte zunächst die Fremdenlegion schicken, was Mosambik aber nicht zuließ. So wurde Ruanda gewissermaßen als Puffer eingeschaltet. Der Grund hierfür ist von wirtschaftspolitischer Natur. Vor der Küste Mosambiks gibt es Erdgasvorkommen und Frankreich will in Mocímboa da Praia das geförderte Gas verladen. Das Projekt umfasst ein Volumen von 20 Milliarden Euro. Eigentlich wollte Südafrika in Mosambik „aufräumen“. Die Regionalorganisation SADC (Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika) unter maßgeblichem Einfluss Südafrikas sowie weiterer Nachbarländer beschloss bereits im April einen „technischen“ Einsatz in Mosambik. Dann gab es „Schwierigkeiten“ zwischen Südafrika und Mosambik, schließlich schickte Ruanda seine Elitetruppen, die „kurzen Prozess“ machten. 

Den USA scheint das nicht zu gefallen. Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Acled kritisierte in einem Bericht die „zunehmende Gewalt und Konfusion vor allem im Gebiet um Palma, wo einige der ruandischen Interventionstruppen stationiert sind“. Das ist offenbar gezielte Desinformation. Tatsächlich versuchten mosambikanische Soldaten Eigentum der Zivilbevölkerung zu „beschlagnahmen“. Die Zivilisten riefen dann die Soldaten aus Ruanda zu Hilfe, welche die einheimische Soldateska rasch verjagte.

70 tote IS-Terroristen

Auch für die früher führende Militärmacht Afrikas, die Republik Südafrika, waren die Ereignisse kein Ruhmesblatt. Die von ihr geführte Eingreiftruppe der SADC war nicht rechtzeitig einsatzbereit. Das war die Chance für Ruanda. Deren Elitetruppen sollen bei den Kämpfen keinerlei Verluste erlitten haben. Die Moslems ließen angeblich 70 Tote auf dem Gefechtsfeld zurück. Die restlichen Kämpfer flohen mit Motorrädern nach Sambia oder verstecken sich im Urwald. 

Wer die 3000 eigentlich gut ausgerüsteten Kämpfer finanziert hat, ist bis heute unklar. Der mosambikanische „Menschenrechtler“ João Nhampossa forderte derweil: „Es muss sofort eine Strategie für die Zeit nach dem Abzug der ausländischen Truppen entwickelt werden.“ Danach sieht es aber derzeit nicht aus. Die Truppen Ruandas richten rund um Mocímboa da Praia eine 50-Kilometer- Sicherheitszone ein und werden die wohl auch weiter sichern, was die dortige Zivilbevölkerung beruhigt. Ein Bewohner der Stadt Mocímboa wird folgendermaßen zitiert: „Wir sind mit der Anwesenheit der Ruander sehr zufrieden.“ In jedem Fall scheinen die Franzosen mit radikalen Moslems besser fertig zu werden als die US-Amerikaner und ihre Helfer in Afghanistan.