17.01.2022

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Folge 36-21 vom 10. September 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-21 vom 10. September 2021

Meldungen

30 Milliarden Euro pro Jahr

Berlin – Nach Ansicht der Denkfabriken Agora Energiewende und Agora Verkehrswende sowie der Stiftung Klimaneutralität muss die nächste Bundesregierung ihre Anstrengungen zum Klimaschutz gegenüber jetzt etwa verdreifachen. Die drei Organisationen sehen Deutschland weit davon entfernt, das im Juni vom Bundestag verabschiedete Ziel bis 2030 mindestens 65 Prozent weniger sogenannten Treibhausgasemissionen und bis 2045 „Klimaneutralität“ zu erreichen. Laut Patrick Graichen, dem Direktor von Agora Energiewende, muss die neue Bundesregierung in den ersten 100 Tagen das ehrgeizigste „Klimaschutz-Sofortprogramm“ auf den Weg bringen, das es in Deutschland je gegeben hat. Als übergreifende Maßnahme schlagen die drei Organisationen einen „Klima-Haushalt“ vor, aus dem jährlich zusätzlich mehr als 30 Milliarden Euro für „Klimaschutzinvestitionen“ bereitgestellt werden.

N.H.





Aeroflot nutzt Wasserstoff 

Moskau – Auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok hat die Moskauer Fluggesellschaft Aeroflot eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens angekündigt. Künftig soll Aeroflot auf ausgewählten Routen mit ökologisch sauberem Treibstoff fliegen. Mit dem staatlichen Ölkonzern Gazprom Neft laufen Verhandlungen über die Entwicklung und Lieferung des sogenannten Sustainable aviation fuel (SAF), der als kohlenstoffarm gilt. Dieser kann entweder aus Biomasse unter Verwendung von Tier- und Pflanzenfetten oder der Verarbeitung von Altölen hergestellt werden oder synthetisch aus der Zerlegung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff. SAF wird mit Wasserstoff und mit aus der Atmosphäre eingefangenem Kohlendioxid gewonnen. Gazproms Fokus wird auf der Gewinnung von Wasserstoff liegen. Die Entwicklung eines marktreifen SAF wird laut Experten drei bis vier Jahre dauern. Aeroflot stellt sich mit der Nutzung von grünem Treibstoff auf steigende Umweltabgaben auf CO₂-Emissionen auf internationalen Flugrouten ein.MRK





Auf Distanz zu E-Autos 

Toyota – Toyota setzt nicht ausschließlich auf Elektroautos. Der weltweit größte Autobauer wartet lieber ab, welche Antriebsart sich am Markt durchsetzen wird. Die „New York Times“ kritisiert das: „Toyota hat sich still und leise zur stärksten Stimme der Branche entwickelt, die sich gegen einen vollständigen Übergang zu Elektrofahrzeugen ausspricht.“ In Japan scheint vornehmlich bei Hybridautos ein Wachstumspotential zu bestehen. In den USA sind E-Autos sogar auf dem Rückzug. Auf dem russischen Markt spielen E-Autos keine große Rolle. Europa beziehungsweise die EU scheint mit ihrer Festlegung auf das E-Auto einen Sonderweg zu gehen, der möglicherweise in der Bedeutungslosigkeit enden könnte. F.B.