19.01.2022

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Folge 37-21 vom 17. September 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-21 vom 17. September 2021

Meldungen


Die „Linden“ autofrei?

Berlin – Kurz vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus will die grüne Verkehrssenatorin Regine Günther noch Fakten schaffen. Der Boulevard Unter den Linden soll neben der Bus- noch eine Fahrradspur bekommen. Eventuell will sie die Autofahrer ganz von dort vertreiben. Über die Ausgestaltung soll es eine Bürgerbeteiligung geben, die aber nur über das Ausmaß der Umgestaltung entscheiden soll. Die Oppositionsparteien CDU, AfD und FDP üben scharfe Kritik an Günther. CDU-Landeschef Kai Wegner: „Ich halte es für unverantwortlich, kurz vor der Wahl und ohne Beteiligung der Anlieger einfach Fakten zu schaffen ... Die historische Mitte Berlins ohne die Berliner umzugestalten, lehne ich ab.“ Aus der FDP hieß es: „Wieder scheint der Radverkehr im Mittelpunkt zu stehen, wieder auch zulasten des ÖPNV und des Fußverkehrs.“    F.B.



Ankläger und Täter?

Ankara – Ende Juli behauptete der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, die verheerenden Waldbrände in einigen Teilen seines Landes seien das Werk der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Nun mehren sich allerdings die Hinweise darauf, dass viele der Feuer vom türkischen Militär im Zuge von Maßnahmen zur „Aufstandsbekämpfung“ in Kurdistan entfacht wurden. So löste ein Beschuss aus Kampfflugzeugen und Hubschraubern einen großen Waldbrand in der Region von Omerya in der Provinz Mardin an der Grenze zu Syrien aus. Obwohl ein Übergreifen auf bewohnte Ortschaften drohte, durften weder die Feuerwehr noch die örtliche Bevölkerung den Brand löschen. Begründet wurde dieses staatliche Verbot mit „Sicherheitsgründen“. Ganz ähnliche Vorfälle gab es kurdischen Medien zufolge in dem Gebiet rund um Xozat in der Provinz Tunceli sowie in den Landkreisen Tillo und Pervari der südwestanatolischen Provinz Siirt.W.K.




Rückgang der Geburten

Mailand – Analysen der Geburtenraten in 22 hochentwickelten Industrieländern durch Wissenschaftler der privaten Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand unter der Leitung des norwegischen Soziologen und Politologen Arnstein Aassve haben ergeben, dass es vor allem in Ungarn, Italien, Spanien und Portugal, aber auch in drei weiteren Staaten während des ersten Jahres der Corona-Pandemie zu einem deutlichen Rückgang der Geburtenzahlen gekommen ist. In den anderen Ländern stagnierte die Zahl der neugeborenen Kinder. Dass es nirgendwo zu dem erwarteten Babyboom kam, führt Aassve auf eine starke Verunsicherung vieler Menschen und eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage zurück. Das wog offenkundig schwerer als Lockdown-bedingte Langeweile. W.K.




Südafrika will keine Afghanen

Pretoria – Nach dem verlorenen Krieg in Afghanistan suchen die Vereinigten Staaten nach Ländern, die ihre vormaligen dortigen Helfer aufnehmen. Die Republik Südafrika weigert sich entsprechende Personen aufzunehmen. Die Regierung in Pretoria teilte mit: „Südafrika beherbergt bereits eine beträchtliche Anzahl von Flüchtlingen und ist damit beschäftigt, auf deren Bedürfnisse einzugehen. Die meisten profitieren schon von sozialen Hilfen und den kostenlosen Gesundheitsprogrammen, die unser Land anbietet.“ Von einer Öffnung der Grenzen Südafrikas will dessen Regierung nichts wissen. Südafrika verweist darauf, dass nach internationalem Recht für Flüchtlinge im ersten Ankunftsland gesorgt werden muss. Das wäre in diesem Falle vor allem Pakistan. Pakistan gewährt bereits etwa 1,5 Millionen Afghanen Zuflucht. Im Iran sind 780.000 Afghanen untergekommen. Die Vereinten Nationen rechnen bis zum Jahresende mit bis zu einer halben Million Menschen, die Afghanistan verlassen wollen.F.B.