14.04.2024

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Folge 49-21 vom 10. Dezember 2021 / Islam / Das wahre Gesicht der DİTİB / Forscher der Uni Göttingen haben Äußerungen von Mitarbeitern des Vereins im Internet untersucht

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-21 vom 10. Dezember 2021

Islam
Das wahre Gesicht der DİTİB
Forscher der Uni Göttingen haben Äußerungen von Mitarbeitern des Vereins im Internet untersucht
Bodo Bost

Die Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen (FoDEx) hat ein Gutachten veröffentlicht über antisemitische, radikal-islamische und nationalistische Social-Media-Beiträge von Mitarbeitern der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DİTİB). Dabei kam ein extrem rückwärtsgewandtes Weltbild zum Vorschein, das ganz und gar nicht dem entspricht, was Vertreter der DİTİB in der Öffentlichkeit von sich geben. Viele radikale Moslems nutzen mittlerweile die sozialen Netzwerke, um ihre eigentlichen Absichten zu zeigen. 

Laut der FoDEx-Studie spielt das von der DİTİB ausgegebene Ziel „Völkerverständigung und Toleranz“ für viele in den eigenen Reihen fast gar keine Rolle. Mehrere DİTİB-Funktionäre fallen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Israel auf, die in einigen Fällen ins offen Antisemitische kippt. 

Ali Parlayan, Vorstand der DİTİB-Gemeinde in Nürnberg, drohte Israel gar mit dem Höllenfeuer und nutzte dabei antisemitische Karikaturen, die aus der NS-Zeit stammen könnten. Mehmet Azal, Vorstand des DİTİB-Landesverbands Südbayern, forderte auf seiner Facebookseite auf Türkisch eine neue islamische „Endlösung“ für die Juden. Sein Kollege Hasan Aslan, Vorsitzender des DİTİB-Landesverbands Nordbayern, bestritt auf seiner Facebookseite den Genozid an den Armeniern. Erkan Kahveci, DİTİB-Landesvorsitzender im Saarland, besuchte im April 2020 das Grab des Politikers Alparslan Türkes, des Gründers der radikal-islamischen Grauen Wölfe, die verantwortlich sind für Hunderte Morde an Akademikern und Oppositionellen in der Türkei.

Das mächtigste Instrument der DİTİB ist der islamische Religionsunterricht, der seit einigen Jahren in Deutschland immer mehr ausgebaut und immer mehr der DİTİB überlassen wird. Dadurch erlangt diese Islamisierungsbehörde größeren Einfluss auf die Jugend, das heißt, die Gesellschaft von morgen. 

Um wieder in die Schulen und an öffentliche Gelder in Deutschland zu kommen, hatte die DİTİB in den letzten Jahren kosmetische Reformen durchgeführt. Entsprechende Texte werden jedoch nur auf Deutsch publiziert, in Türkisch schreiben die Funktionäre, was sie wirklich denken. Die DİTİB ist bis heute nicht bereit, Antisemitismus, Nationalismus und antidemokratische Haltungen innerhalb der eigenen Gemeinschaft zu benennen und zu thematisieren, etwa in den Freitagspredigten.