21.04.2024

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Folge 49-21 vom 10. Dezember 2021 / Aus den Landesgruppen und Heimatkreisen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-21 vom 10. Dezember 2021

Aus den Landesgruppen und Heimatkreisen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Bayern

Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de

Bericht

Hof – Hat´s geschmeckt? – Ja! Bist du satt? – Ja! Willst du mehr? – Ja! Mit diesem alltäglichen Frage- und Antwortspiel in ostpreußischen Familien begrüßte Vorsitzender Christian Joachim die Mitglieder in der Altdeutschen Bierstube zur Monatsversammlung und dem gemeinsamen Essen der, vom Wirt Johannes Enden zubereiteten, Königsberger Klopse. 

Ostpreußen bot die besten Voraussetzungen für einen reich gedeckten Tisch. Berühmt waren die Nikolaikener Maränen. Bei der Zubereitung dieses Kochfischgerichtes durfte Dill nicht fehlen. Gänsebraten und Gänseklein kamen nicht nur zu Weihnachten auf den Tisch. Neben den Königsberger Klopsen, auch saure Klopse genannt, galt Königsberger Fleck, eine mit Majoran gekochte Kuttelsuppe, als Leckerbissen. Noch heute ist das Königsberger Marzipan berühmt. Neben dem Tilsiter Käse erinnerte Joachim noch an viele Quarkgerichte (ostpreußisch Glumse), die Erinnerungen an die Kindheit weckten. Zum Schluss wünschte der Vorsitzende allen guten Appetit.


Berlin

Vorsitzender: Rüdiger Jakesch, Geschäftsstelle: Forckenbeck-straße 1, 14199, Berlin, Telefon (030) 2547345, E-Mail: info@bdv-bln.de, Internet: www.ostpreussen-berlin.de

Memellandgruppe

Berlin – Mittwoch, 15. Dezember 13 bis 16 Uhr, Restaurant Ännchen (2-G-Regel): Adventstreffen. 


Hessen

Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender:: Gerhard Schröder, Engelmühlenweg 3, 64367 Mühltal, Tel. (06151)148788

Weitere Treffen abgesagt

Darmstadt-Dieburg – Am 13. November erlaubte es Corona, dass wir uns zu einem gemütlichen Nachmittag mit Mitgliedern und Gästen, treffen konnten. Wie immer war in Darmstadt-Kranichstein unser Treffpunkt.

Nach den Begrüßungsworten durch Gerhard Schröder und Christian Keller und einer Gedenkminute an unser verstorbenes Mitglied Reinhard Kröhnert, war ein Vortrag durch Schröder über das im Juni eröffnete Dokumentationszentrum vorgesehen. Doch es kam anders. Durch die schwindende Mitgliederzahl und eingeschränkte Mobilität der einzelnen Personen ist die Anmietung eines Veranstaltungsraumes zu kostspielig, und eine Bewirtung und Übernahme der entsprechenden Arbeiten durch angemietetes Personal in Zeiten von Corona nicht möglich. 

Es wurden Vorschläge unterbreitet, wie und wo man sich in der Zukunft treffen könnte. Vorgeschlagen wurde ein Zusammenschluss mit den Insterburgern und das Treffen gemeinsam in deren Treffpunkt im Bürgermeister- Pohl Haus in Darmstadt-Wixhausen abzuhalten. Auch die Gaststätte Ziegelbusch als Treffpunkt, wechselseitig mit den Insterburgern, war ein Vorschlag. Hier soll ein separater Raum zur Verfügung stehen, aber ohne Bewirtung. Ein Taxi-Fahrdienst für unsere betagten Mitglieder war im Gespräch.

Diese Diskussionen nahmen so viel Zeit in Anspruch, dass für den Vortrag von Schröder keine Zeit mehr blieb. 

Unsere geplante Weihnachtsfeier am 11. Dezember und weitere Planungen müssen leider Corona bedingt abgesagt werden.

Ein adventlicher Gruß gilt allen Mitgliedern. Mit gesonderter Post werden weitere Informationen bekannt gegeben.  Christian Keller

Adventstreffen

Kassel – Sonntag, 12. Dezember, 15 Uhr, Landhaus Meister, Kassel, Fuldatalstraße 140: Advents- und Vorweihnachtstreffen.

BdV Wetzlar

Aßlar – Manfred Hüber ist das Gesicht des Kreisverbandes Wetzlar des BdVs. Seit Jahrzehnten engagiert er sich gemeinsam mit seinem Vorstandsteam um Belange, Aufgaben und Anliegen dieser Organisation, unter deren Dach die Landsmannschaften, der vor nun 75 Jahren in Folge des Zweiten Weltkrieges aus ihrer jeweiligen Heimat im Osten vertriebenen Deutschen, zusammengeschlossen sind. Beim Verbandstag des BdV-Kreisverbandes (BdV-KV) Wetzlar in der Stadthalle Aßlar wurde der 1938 in Karlsbad im Egerland geborene Leuner, wo er viele Jahre kommunalpolitisch aktiv und auch Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung war, einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt des Kreisvorsitzenden wiedergewählt. Dieses hat er seit 1990 inne. Seit 1962, also fast sechs Jahrzehnte, engagiert sich Hüber in der Kreisgruppe Wetzlar der Sudentendeutschen Landsmannschaft, der er gleichfalls seit 31 Jahren als Kreisobmann vorsteht, und auch in dieser Funktion wurde er in Aßlar einstimmig bestätigt. Wie auch alle anderen Vorstandsmitglieder der BdV-Kreisgruppe Wetzlar, der sich vor Jahresfrist nach einem etwas längeren, aber harmonisch und zielgerichtet abgewickelten Vorlauf ganz offiziell auch die ehemalige BdV-Kreisgruppe Gießen mit dem Ziel einer Stärkung der nun vergrößerten Organisation angeschlossen hat.

Die beiden Stellvertreter Hübers als BdV-Kreisgruppenvorsitzende sind Michael Hundertmark (Nauborn) und Roland Jankofsky (Klein-Linden), Schatzmeister und zugleich Kulturreferent des Kreisverbandes ist Kuno Kutz aus Hüttenberg, der als langjähriger Weggefährte und unermüdlicher Mitstreiter als die rechte Hand Hübers und gleichfalls prägende Persönlichkeit im BdV-KV angesehen werden darf. Die Aufgaben der Schriftführung hat weiterhin Ga-briele Eichenauer aus Wetzlar übernommen, zugleich auch das Amt der stellvertretenden Schatzmeisterin. Stellvertretender Kulturreferent ist Manfred Drexler aus Gießen. Sieben Beisitzer komplettieren den BdV-Kreisverbands-Vorstand: Uwe Bergmann, Dieter Feiler und Josef Roth (alle Ehringshausen), Lydia Kiefel (Dorlar), Christa Kutz (Hüttenberg), Paul Zimmermann (Klein-Linden) und Frank Steinraths (Wetzlar). 

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich Hüber beim 73. Landesverbandstag des BdVs Mitte Oktober in Wiesbaden nicht mehr zur Wahl als stellvertretender Landesvorsitzender gestellt. Dem BdV-Landesvorstand Hessen gehörte er seit 1994 an. Seine Funktion als stellvertretendes Mitglied im Landesvertriebenenbeirates Hessen und darin als stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses behält Hüber dagegen bei. 

Hessen ist übrigens das einzige deutsche Bundesland, in dem seit 1950 ein solches Gremium mit der heutigen offiziellen Bezeichnung Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen ohne Unterbrechung und für jeweils vier Jahre berufen wird. Und Hessen war auch mit der Ernennung eines oder einer Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler bundesweit Vorreiter in Anerkennung und Unterstützung der berechtigten Anliegen der Heimatvertriebenen.

Auf der Basis der bis heute in ihren Zielen und aktuellen Charta der Heimatvertriebenen von 1950 setzt sich der BdV insgesamt und auch der KV Wetzlar mit seinem Vorsitzenden für die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes, des Rechtes auf die Heimat, der allgemeinen Menschenrechte und für eine gerechte Ordnung zwischen Staaten und Völkern ein. Und wer wollte bestreiten, dass dies aktuell auch in Gegenwart und jüngster Vergangenheit mit ihren Flüchtlingsbewegungen mehr als nötig ist.

Gerade die politisch Verantwortlichen im Bundesland Hessen sehen in den Organisationen, Vereinen, Verbänden und Landsmannschaften der Vertriebenen wichtige Partner. Deshalb unterstützen Landesregierung und Parlamentsmehrheit die Aktivitäten des BdV und seiner Gliederungen.

Heimatmuseen stärken

Hüber sieht die aktuelle Notwendigkeit, sich besonders um die vielen kleinen im Land Hessen verteilten Museen zu kümmern, die sich aus unterschiedlichen Per-spektiven mit der Geschichte und dem Ergehen der Heimatvertriebenen befassen. Es sei wichtig, diese Museen für die nächsten Generationen zu erhalten und attraktiv zu gestalten. 

Angesichts der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden personellen Probleme in vielen BdV-Kreisverbänden sieht Hüber die Notwendigkeit, dass zunehmend mehr Kommunen die Verantwortung für Unterhaltung und Betrieb der kleinen Heimatmuseen übernehmen oder zumindest mit übernehmen müssten. Auch der BdV-Landesverband reagiere auf diese unvermeidliche demografische Entwicklung und werde „aus Gründen der Praktikabilität“ eine zentrale Geschäftsstelle für sämtliche Landsmannschaften einrichten.

Im Nachbarland Tschechien ist festzustellen, dass sich Teile der jungen Generation für das Thema Flucht, Vertreibung und deren Folgen interessiert und dazu wissenschaftlich arbeitet. Auch in diesem Zusammenhang seien die Erlebnisberichte der Vertriebenen von besonderer Wichtigkeit. 

Die Anliegen der Heimatvertriebenen seien „nicht von gestern“, sondern weiterhin aktuell und die damit zusammenhängenden Aufgabe noch nicht abgeschlossen.

BdV-KV Wetzlar


Niedersachsen

Vorsitzende: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)42684, Schriftführer und Schatzmeister: Hilde Pottschien, Volgerstraße 38, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)7684391. Bezirksgruppe Lüneburg: Heinz Kutzinski, Im Wiesengrund 15, 29574 Ebsdorf, Tel.: (05822)5465. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Tel.: (0531) 2509377. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto v. Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Tel.: (05901) 2968

Neue Strukturen

Ebstorf – Am 21. Oktober fand die erste Jahreshauptversammlung der LO Ortsgruppe Ebstorf seit Corona statt. Nach fast zwei Jahren ohne Zusammenkunft in dieser Form waren 33 gutgelaunte Mitglieder anwesend. Nach einstimmenden Liedern, der Eröffnung von Manfred Karp und Rainer Schartner sowie den Grußworten des Bürgermeisters, ging es über zum traditionellen und sehr leckeren Grützwurstessen. Der formale Teil folgte, und die angedachte Satzungsänderung wurde beschlossen. Ohne das starre Gewand eines Vereins wird sich ein Team, bestehend aus Sabine und Rainer Schartner sowie Karp, um die Geschicke der LO in Ebstorf kümmern und somit auch den Fortbestand sichern, sogar ein neues Mitglied konnte begrüßt werden. Damit fand der Abend einen harmonischen und fröhlichen Ausklang.


Nordrhein-Westfalen

Erster Vorsitzender: Jürgen Zauner, Stellv. Vorsitzende: Klaus-Arno Lemke und Dr. Bärbel Beutner, Schriftführerin: Dr. Bärbel Beutner, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de

Advent-Nachmittag

Bielefeld – Montag, 13. Dezember, 14.30 Uhr, Gasthaus Bültmannshof Das Wirtshaus 1802, Kurt-Schumacher-Straße 17a, 33615 Bielefeld: Advent-Nachmittag

Advents- und Weihnachtsfeier

Essen – Freitag, 10. Dezember, 15 Uhr, Gastronomie St. Elisabeth, Dollendorfstraße 51, 45144 Essen: Treffen der Ost- und Westpreußen zur Advents- und Weihnachts-feier.


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Edmund Ferner, Julius-Wichmann-Weg 19, 23769 Burg auf Fehmarn, Tel.: (04371) 8888939, E-Mail: birgit@kreil.info

Adventsfeier fällt aus

Burg auf Fehmarn – Dienstag, 14. Dezember: Coronabedingt müssen wir leider die Adventsfeier der Landsmannschaft Ost-, Westpreußen und Danzig absagen.

Vereinigte Landsmannschaften Flensburg e.V.

Flensburg – Wir waren alle sehr zufrieden, trotz deutlich gestiegener Inzidenzen unsere Gedenkfeier zum Totensonntag mit einem Gottesdienst am Friedenshügel beginnen zu können. Vor der Kapelle stimmte der Bläserchor unter der Leitung von Jens Wischmeyer auf den Gedenktag ein, drinnen begrüßte unser 1. Vorsitzender Hans Legies die diesmal etwas kleinere Zahl der Mitglieder und Gäste, allen voran Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich an der Gedenkstunde teilzunehmen und den Kranz der Stadt am Ehrenhain niederzulegen.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiß an jedem neuen Tag.“ Unter diesen Satz des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers stellte Pastorin Silke Wierk aus Harrislee, die uns seit Jahren an diesem Tage begleitet, ihre Predigt und spannte einen weiten Bogen über Heimat, Tod und Erinnerung. Sie ließ, im Westen der alten Bundesrepublik geboren und im Norden Deutschlands aufgewachsen, auch persönliche Erfahrungen einfließen, die sie durch ihre aus dem Osten stammenden Großeltern gewonnen hatte. Es war eine zu Herzen gehende Predigt an einem grauen Novembertag.

Für den Gang mit den Kränzen von der Kapelle bis zum Ehrenhain hatte Petrus ein Einsehen und unterbrach den leichten Regen, der sonst für die Tränen der Trauernden stand. Auch am Ehrenhain spielte der Bläserchor und untermalte so die Niederlegung der Kränze der Stadt und unserer Vereinigten Landsmannschaften.

Nach einer kurzen Einführung, die Legies mit dem Hinweis auf die restaurierten Steine – den großen Stein des Ostens der Stadt wie kleinen Steine der einzelnen Landsmannschaften – gab, sprach die Oberbürgermeisterin.

Sie kam über den Totensonntag als letzten Sonntag des Kirchenjahres, seinem traditionellen Gedenken der Verstorbenen und der Trauer als Bestandteil unserer Kultur im Allgemeinen zur Tradition der Landsmannschaften, am Totensonntag Kränze für Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostdeutschland niederzulegen. 

Sie sprach von der besonderen Bedeutung dieses Ortes, weil er die eigene Identität zu bewahren und weiterzuentwickeln hilft, indem er die Verbundenheit mit der Heimat zu erhalten und Brücken in die neue Heimat zu schlagen ermöglicht. Sie wies darauf hin, dass der Brückenschlag gelungen sei und die zahlreichen aus dem Osten Vertriebenen in Flensburg nicht nur ansässig geworden seien, sondern auch eine neue Heimat gefunden hätten. Abschließend sagte sie, die aktive Beteiligung, sich eine neue Heimat in Flensburg zu schaffen, sei an vielen Orten im Stadtbild sicht- und greifbar. 

Mit einem segnenden Schlusswort von Pastorin Wierck endete eine würdige Veranstaltung. Bleiben Sie alle gesund. Michael Weber