24.05.2024

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Folge 15-22 vom 14. April 2022 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 15-22 vom 14. April 2022

Meldungen

Polen will mehr Sanktionen

Warschau – Die bisherigen Sanktionen gegen Russland reichen nach Einschätzung des polnischen Regierungschefs Mateusz Morawiecki nicht aus. Bei einem Treffen mit EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola verwies Morawiecki Anfang April darauf, dass der Kurs des russischen Rubels inzwischen wieder das Niveau von vor dem Angriff auf die Ukraine erreicht habe. Polen selbst strebt nach Angaben Morawieckis bis Ende des Jahres eine Unabhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen an. Ungeachtet des Krieges in der Ukraine liefert der russische Konzern Gazprom weiterhin massiv Gas über ukrainische Transitleitungen in den Westen. Bei der Jamal-Leitung, die von Russland über Weißrussland und Polen nach Brandenburg führt, wurde am 21. Dezember 2021 der Gasfluss umgedreht, sodass Gas aus deutschen Speichern nach Polen floss. Erst seit Ende Februar fließt über Jamal wieder kontinuierlich Gas in westliche Richtung. N.H.





Papiermangel spitzt sich zu

Berlin – Vier von fünf Druckereien sind von Papierknappheit betroffen. Das ergab eine Umfrage der Druck- und Medienverbände vom vorletzten Monat. In Bayern mussten laut dem Verband Druck und Medien Bayern 72 Prozent der Betriebe in diesem Jahr Aufträge absagen. Als ein Grund für die Papierknappheit wird ein Abbau der europäischen Produktionskapazitäten für graphische Papiere in den vergangenen fünf Jahren genannt. Europaweit ist die Produktion von Druckpapier um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Stattdessen hat die Industrie mehr Verpackungspapier produziert, für das eine steigende Nachfrage im Versandhandel existiert. Durch den Rückgang der Verkaufszahlen von Zeitungen fehlt zudem Altpapier zur Wiederverwendung in der Papierherstellung. Auf dem Weltmarkt treibt des Weiteren die hohe Nachfrage Chinas den Papierpreis an. N.H.





Ausnahme gefordert

Bonn – Hohe Produktionskosten und Probleme bei der Rohstoffbeschaffung machen der deutschen Süßwarenindustrie zu schaffen. Nach Angaben des Vorsitzenden des Bundesverbands der deutschen Süßwarenindustrie, Bastian Fassin, funktionieren lange bestehende Lieferketten nicht mehr. Zudem sei der Markt für wichtige Rohstoffe wie „leer gefegt“. Dies gelte für wichtige Rohstoffe wie Weizen, Sonnenblumenöl, Sonnenblumenlecithin und Nüsse. Veränderungen an Rezepturen müssen aufgrund der Deklarationspflichten wiederum auf den Zutatenlisten der Verpackungen angegeben werden. Laut dem Verbandschef nimmt die Umstellung von Verpackungen schon in normalen Zeiten bis zu zwölf Monate in Anspruch. Würden die Produkte mit veränderter Rezeptur mit den alten Zutatenlisten in Umlauf gebracht, droht laut dem Verband ein rechtliches Problem. Vor diesem Hintergrund fordert die Süßwarenindustrie von der Politik eine vorübergehende Ausnahmeregelung.N.H.