24.05.2024

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Folge 15-22 vom 14. April 2022 / Ausflüge / Zum stillen Örtchen ins Schloss / Das Schlösserland Sachsen hat Frühjahrsputz gemacht und lädt Besucher in bunte Gärten und illustre Veranstaltungen ein

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 15-22 vom 14. April 2022

Ausflüge
Zum stillen Örtchen ins Schloss
Das Schlösserland Sachsen hat Frühjahrsputz gemacht und lädt Besucher in bunte Gärten und illustre Veranstaltungen ein
H. Tews

Seit Anfang April sind die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Auch die Objekte, die in den Wintermonaten regulär geschlossen hatten, öffnen nun wieder ihre Schloss-, Burg-, oder Gartentore. Die Saison hält viele Ausstellungseröffnungen bereit und setzt nach Pandemie-bedingten Einschränkungen wieder auf größere Veranstaltungen.

In den vergangenen Wochen waren die Gärtner der Schlösser- und Parkverwaltung vollauf beschäftigt, denn der Frühling hat nach einer kurzen Kältephase jetzt in die Schmuckbeete und Rabatten der großen Parks und Gartenanlagen voll Einzug gehalten. Allein im Schlosspark Pillnitz wurden bereits im Herbst 5000 Blumenzwiebeln gesteckt und nun mit 23.000 Frühlingspflanzen zu farbenprächtigen Blütenarrangements ergänzt.

Aber auch die Pflanzungen im Barockgarten Großsedlitz südöstlich von Dresden mit 2800 Blumenzwiebeln und 6000 Frühlingspflanzen, am Dresdner Zwinger und rund um das Palais im Großen Garten wurden fertig gestaltet und entfalten voraussichtlich in diesen Tagen ihre volle Blüte. Wild wachsende Buschwindröschen und Leberblümchen locken ins Idyll des Klosterparks im zwischen Dresden und Chemnitz gelegenen Altzella. Hier findet am 26.  und 27. Mai auch ein Internationales Blues- und Rockfestival statt (www.kloster-altzella.de).

Ab Mitte April schallt erstmals in diesem Jahr wieder das weithin hörbare Signal der beliebten Kleinbahn durch den Großen Garten von Dresden. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Dresdner Parkeisenbahn in dieser Saison kleine und große Fahrgäste befördern, wochentags von 13 bis 18 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bereits ab 10 Uhr (www.dresdner-parkeisenbahn.de).

Direkt zum Saisonbeginn starten in den Schlossmuseen abwechslungsreiche Sonderausstellungen, weitergeführt werden beliebte Dauerausstellungen. Auch erste Großveranstaltungen, die in den vergangenen beiden Jahren wegen Corona abgesagt wurden oder nur abgespeckt stattfanden, stehen für das Frühjahr wieder auf dem Plan.

Im Schloss und Park Pillnitz ist die Sonderausstellung „Ihre Hoheit malt! 

– Prinzessin Mathilde als Künstlerin“ bis zum 31. Oktober verlängert worden. Dabei geht es um die ältere, künstlerisch begabte Schwester des letzten Sachsenkönigs Friedrich August III. Außerdem findet dort am 28. und 29. Mai das Pillnitzer Gartenwochenende statt, bei dem Produzenten und Fachhändler ihre gärtnerischen Angebote präsentieren und zum Kauf anbieten (www.schlosspillnitz.de).

Auf der Albrechtsburg Meissen ist noch bis zum 24. April die Ausstellung „Alterswerke – Kunstgeschichte(n) erzählen“ mit Werken von Künstlern, die alle über 70 Jahre alt sind, zu sehen. Vom 29. April bis 1. Mai findet hier zudem „Albrechts Burgfest und Walpurgisnacht“ statt (www.albrechtsburg-meissen.de).

Um große und kleine Geschäfte geht es bis 7. August im Barockschloss Rammenau. Die Ausstellung „Drauf geschissen – eine kleine Kulturgeschichte des stillen Örtchens“ erzählt höchst erheiternde Geschichten über Toiletten (www.barockschloss-rammenau.com). Schloss Nossen wiederum erzählt bis 31. Oktober in „Geld oder Leben“ von der Karriere des Räuberhauptmanns Lips Tullian, der mit seiner Bande Sachsen unsicher machte und der im Jahr 1715 in Dresden hingerichtet wurde (www.schloss-nossen.de).

Weitere Ausflugstipps im Internet unter: www.schloesserland-sachsen.de