22.05.2024

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Folge 21-22 vom 27. Mai 2022 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-22 vom 27. Mai 2022

Meldungen

Duma wurde umbenannt

Königsberg – Das Regionalparlament in Königsberg hat zwei erwähnenswerte Beschlüsse gefasst: Die Regionalgouverneure können zum dritten Mal in Folge für das Amt des Spitzenbeamten kandidieren, was derzeit nicht möglich ist, und die lokalen Gesetzgeber bestimmen, wie viele Amtszeiten ein Gouverneur absolvieren kann. Der zweite Beschluss betrifft die Umbenennung der Regionalduma. Die Abgeordneten beschlossen, dass die Duma nur in Moskau sein könne und ein Regionalparlament „Gesetzgebende Versammlung“ genannt werden solle. Der derzeitige Vorsitzende der „Gesetzgebenden Versammlung des Kaliningrader Gebiets“, Andrej Kropotkin, sagte, dass für die Änderung der Beschilderung und die Neuausstellung von Dokumenten keine zusätzlichen Kosten anfallen würden. Die Anzahl der Ausschüsse und Abgeordneten bleibt vorerst unverändert. Das Königsberger Regionalparlament hat 40 Mitglieder. Es besteht aus fünf Fraktionen: Einiges Russland, Kommunistische Partei, Liberaldemokratische Partei Russlands, Gerechtes Russland und Partei der Rentner.J.T.





Heimlicher Widerstand

Königsberg – Unbekannte haben die Siegessäule auf dem Hansaplatz im Zentrum Königsbergs mit dem Schriftzug „Kein Krieg“ in großen weißen Lettern besprüht. Diese Nachricht mit Foto verbreitete der im Exil lebende Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Novye Koljossa“, Igor Rudnikow, via Facebook. Der regimekritische Journalist und ehemalige Stadtratsabgeordnete von Königsberg ist ein Opfer des Putin-Regimes. Von 2017 bis 2019 saß er aufgrund fingierter Anschuldigungen in Untersuchungshaft und verließ Russland nach seiner Entlassung (Die PAZ berichtete, Folge 25 vom 21. Juni 2019). Aus dem Ausland beobachtet er die Ereignisse in seiner Heimat. Rudnikow ist überzeugt, dass es neben dem einen Mutigen, der die Siegessäule mit der Anti-Kriegs-Parole bemalt hat, viele weitere gibt, die Putins „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine ablehnen, es aber nicht wagen, dies öffentlich zu bekennen. MRK





Schleuse weiter in Betrieb

Guschienen – Die Schleuse Guzianka, die den Guschiener See mit dem Beldahnsee verbindet, wurde vor mehr als 100 Jahren in Betrieb genommen, und sie ist bis heute im Einsatz. Die Länge der Kammer beträgt 44 Meter, die Breite 7,50 Meter. Die Hubhöhe beträgt je nach Höhe des Wasserstandes bis zu zwei Meter. 2020 wurde die neue Schleuse Guzianka II in Betrieb genommen, durch die sich die Zeit des Schleusens deutlich verkürzt hat.  Die alte Schleuse wird von Seglern aus der Nachbarschaft weiterhin genutzt, die zum Beldahnsee, dem Großen Guschiener See, dem Niedersee oder dem Rosch-See fahren wollen. PAZ