22.06.2024

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Folge 34-22 vom 26. August 2022 / Kolumne / Busspur als Hindernis

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-22 vom 26. August 2022

Kolumne
Busspur als Hindernis
Theo Maass

Am 4. August kam es zu mehreren Explosionen auf dem Sprengplatz in Berlin-Grunewald und daraus resultierend zu mehrtägigen Waldbränden. Die AVUS – die Verbindungsautobahn vom Autobahn-Außenring zum Stadtring, wurde gesperrt. Der Verkehr, insbesondere der mit Lastwagen, musste im Bezirk Zehlendorf über die beiden parallelen Hauptverkehrsstraßen fahren und stand – mit den anderen Verkehrsteilnehmern – im Stau. 

Dummerweise hatte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf unter der Führung der neuen grünen Bezirksbürgermeisterin gerade damit begonnen, auf der Clayallee eine Busspur einzurichten. Jahrzehntelang hatte dort jedoch  noch nie ein Bus im Stau gestanden. Die Busspur dient offenbar lediglich dazu, den Anwohnern die Parkplätze zu rauben. Hier zeigt sich, wie mit Tricks und Täuschung nur mehr wieder gegen den Individualverkehr vorgegangen wird. 

Infolge der AVUS-Sperrung quälten sich Lkw und der „normale“ Verkehr über eine einzige Verkehrsspur, während alle 15 Minuten ein Bus der BVG sich auf der Busspur seinen Weg bahnte. Die von den Grünen immer gern für alles Mögliche als Begründung herangezogene Umweltbelastung muss in dieser Woche dort exorbitant hoch gewesen sein. Durch dieses praktische Beispiel wird die Nützlichkeit und das Erfordernis einer Stadtautobahn unter Beweis gestellt. Aber ohne die neuen Busspuren auf der Clayallee wäre die Not weniger groß gewesen. Zyniker haben einmal behauptet, die Grünen versuchten Probleme zu lösen, die es ohne sie gar nicht gäbe. Die betroffenen Anwohner der Clayallee wohnen im bevorzugten Ortsteil Dahlem, wo die Grünen und die FDP gleichermaßen weit überdurchschnittlich abschneiden. Vielleicht führt die einwöchige AVUS-Sperrung in diesen Wohnquartieren ja zu einem politischen Lerngewinn.




Meldung

Gasumlage: „Maß ist voll!“

Magdeburg – Die Handwerkskammer Halle warnt angesichts der ab Herbst fälligen Gasumlage, dass das Maß an finanziellen Belastungen für die mittelständische Wirtschaft überschritten sei. Laut Hauptgeschäftsführer Dirk Neumann wird die Gasumlage bei einem durchschnittlichen Handwerksbetrieb im Kammerbezirk Halle zu jährlichen Mehrkosten von 2500 bis 3000 Euro führen. In den energieintensiven Gewerken wie Bäckereien und Metallbau ist nach Angaben des Handwerkschefs sogar noch mit einer deutlich höheren Belastung durch die Umlage zu rechnen. Neumann warnt, die Betriebe müssten die Kosten an die Verbraucher weitergeben und bangten um ihre Existenz. Mit der ab Oktober fälligen staatlichen Gasumlage von 2,419 Cent je Kilowattstunde sollen nach dem Willen der Bundesregierung die gestiegenen Beschaffungskosten von den Gasimporteuren an die Kunden weitergegeben werden. N.H.