22.06.2024

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Folge 34-22 vom 26. August 2022 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-22 vom 26. August 2022

Meldungen

98-Jähriger vor Jugendgericht

Berlin – Die Berliner Justiz hat Anklage gegen einen 98-Jährigen erhoben, der Wachsoldat in einem Kriegsgefangenenlager gewesen sein soll. Der Beschuldigte soll von November 1942 bis März 1943 als Wehrmachtssoldat in einem sogenannten Stammlager auf dem Gebiet der heutigen Westukraine eingesetzt gewesen sein, in dem sowjetische Soldaten unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten worden sein sollen. Viele Gefangene verhungerten oder starben an Krankheiten. Dem ehemaligen Soldaten wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Die Anklage soll vor einer Jugendkammer des Berliner Landgerichts erhoben werden, weil der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt Heranwachsender war. Das Gericht ließ die Anklage vom Mai bislang aber vorerst nicht zu, sondern gab bei der Staatsanwaltschaft Nachermittlungen in Auftrag. N.H.





Windräder belasten die See

Hamburg – Sich langsam selbst auflösende sogenannte galvanische Opferanoden, welche verhindern sollen, dass die Stahlkonstruktionen für die 1500 Windenergieanlagen sowie 30 Umspann- und Konverterplattformen vor den deutschen Küsten korrodieren, führen zu auffälligen Schadstoffkonzentrationen im Wasser und auf dem Meeresboden. Das gaben das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg beziehungsweise Rostock und das Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt. Insbesondere fanden die Experten dieser beiden Institutionen erhöhte Mengen an Blei, Aluminium, Zink, Indium und Gallium. Bislang kam es angeblich noch zu keinen unmittelbaren Auswirkungen auf die Meeresumwelt, obwohl pro Jahr und Anlage zwischen 150 und 750 Kilogramm Anodenmaterial ins Wasser gelangen. Trotzdem sollen die Windpark-Betreiber nun auf Fremdstrom-Anoden umsteigen, die deutlich weniger Schadstoffe abgeben.W.K.





Holzdiebstahl in den Wäldern

Berlin – Laut der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, AGDW – Die Waldeigentümer, wird jetzt zunehmend Nutzholz gestohlen, wobei es sich oftmals um Brennholz handelt, dessen Preis binnen Jahresfrist auf das Dreifache gestiegen ist – sofern die Händler überhaupt noch etwas liefern können. Die Forstleute rechnen deshalb mit einem Verlust in Höhe von 0,5 bis zwei Prozent des Jahreseinschlags, womit der Schaden bundesweit etliche Millionen Euro ausmachen dürfte. Wie der Sprecher der AGDW, Jürgen Gaulke, mitteilte, nimmt die Zahl der Fälle zu, in denen größere Mengen Holz verschwinden, weil die Täter gleich mit Kränen und Spezialfahrzeugen anrücken, um ganze Stämme aufzuladen. Deshalb steht zu vermuten, dass auch professionelle Banden auf Diebestour gehen und nicht nur Menschen, welche aus Angst vor einem kalten Winter mit Heizungsausfällen zur Selbsthilfe schreiten.W.K.