22.06.2024

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Folge 34-22 vom 26. August 2022 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-22 vom 26. August 2022

Leserforum

Komplett entmannte CDU

Zu: Wo bleibt Merz? (Nr. 32)


Die Artikelüberschrift müsste eigentlich lauten: „Wo bleibt die CDU?“, denn Friedrich Merz ist derjenige, der diese Partei in der Rolle der Opposition in Stellung bringen soll. Hier sehen wir leider eine völlig apathische Politikervereinigung, die von ihrem Kern her nicht nur enthauptet, sondern auch komplett entmannt worden ist. Und dies vor dem Hintergrund, dass der Vorsitzende Merz glaubt, sich speziell für eine Gleichstellung stark machen zu müssen, die aber im Grundgesetz schon verankert ist.

Seine Vorgängerin im Amt hat die Jahre ihrer Amtszeit genutzt, nicht nur die CDU bis zur völligen Unkenntlichkeit herunterzuwirtschaften, zu verGrünen und zu verLinken. Dieses Ergebnis ist ihr auch in wirtschaftlichen und auch fast allen anderen politischen Bereichen gelungen. Negativ begleitet den Oppositionsführer, dass es der Ex-Kanzlerin gelungen ist, nicht nur ihn, sondern auch alle anderen männlichen Großmäuler in der CDU zur Räson gebracht beziehungsweise zur Aufgabe ihrer Parteiämter gezwungen zu haben, sobald der Verdacht aufkam, dass diese zu ihr eine oppositionelle Rolle eingenommen haben könnten.

Wer in der CDU etwas werden wollte, musste zuerst – selbst bei der Schwesterpartei CSU – artig kuschen, da half auch kein Kauderwelsch, und wer die Deutschlandfahne schwenkte, verlor seinen Posten. Die von ihr Gemaßregelten sind alle in der Deckung provinzieller Aufgaben verschwunden oder – wie Merz früher – in die freie Wirtschaft abgetaucht. Solchermaßen entkernt ist diese Partei, die sich mit ihrer Rolle in der Corona-Politik zusätzlich in Abseits begab und deren Minister sich ungeniert über die Pharmaindustrie bereicherten, für die meisten Ungeimpften nicht mehr wählbar gewesen. 

Problematisch ist, dass man jetzt in der Oppositionsrolle wegen dieser Corona-Politik mit den Wölfen heulen muss, da man das Impf-Desaster vorher gemeinsam mit den nun Regierenden angerichtet hat. Innerparteilich ging man dann auch noch völlig instinktlos auf die konservativen Kräfte los, die sich in der Werteunion zusammenfanden und die der letzte noch tragfähige Pfeiler der alten CDU gewesen waren. Personen wie Max Otte, Hans-Georg Maaßen oder Werner Patzelt sind die Garanten, die eine konservative Wählerschaft für die CDU wieder an die Wahlurnen holen könnten. 

Ob auch Merz diese Eigenschaften besitzt, Wähler wieder für die CDU zu begeistern und zum Wählen zu motivieren, ist eher fraglich. Als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Investmentgesellschaft BlackRock in Deutschland besitzt er zwar eine wirtschaftliche Kernkompetenz, aber ob ihm die konservative Wählerschaft und die der Rentner, die derzeit durch den luxuriös frisch verheirateten Finanzminister der Regierung auf Sparsamkeit eingeschworen werden, hier eine weitere Zeitenwende zutrauen, ist mehr als fraglich. 

Der Vertrauensschwund in die als Politblock auftretenden Parteien, die, hofiert von einer Systempresse, keinerlei Opposition zulassen beziehungsweise diese offen und zum Teil grundgesetzwidrig bekriegen, ist zu groß. Wenn nur noch eine Hälfte der Gesamtbevölkerung zur Wahl geht, hat eigentlich jede Regierung die Legimitation für politisches Handeln eingebüßt. 

Sollte es nicht zuvor zu einem Politcrash kommen, verbleiben der CDU/CSU noch drei Jahre, um eine Persönlichkeit zu formen und vorzustellen, die (wie Viktor Orbán in Ungarn) innen- und außenpolitisch ein glaubhaftes Konzept kompetent und souverän einer Wählerschaft präsentiert und die dem unerträglichen Wurschteln der inkompetenten rot/grün/liberalen Regierung ein Ende setzt. 

Einzig als US-Vasall aufzutreten und amerikanischen Einflüsterungen zu gehorchen, ist als Politikkonzept zu dürftig und wird schon die SPD zu Grabe tragen. Die Uhr tickt für alle Altparteien. Gelingt es der CDU/CSU nicht, bleibt nicht nur Merz auf der Strecke.

Rudolf Neumann, Torsas/Schweden






Ekstase von Beginn an


Zu: Die Dialektik der Minderheiten (Nr.32) und: Wie der Nürnberger Kodex entstand (Nr. 32)


Ich musste schmunzeln, leiste ich mir doch hin und wieder die PAZ. Insbesondere, weil mir die deutsche Kultur am Herzen liegt.

In dem Kulturbeitrag „Dialektik der Minderheiten“, wo es um die Machtstellung von dümmlichen Minderheiten geht, fehlt mir die explizite Auflistung von diesen 50 weiteren Intersexualitäten. Auch im Abschnitt ebenda über eine(n) katholischen Gott* fand ich, es fehle etwas. Nämlich, dass Gott* nie männlich war, wenn, dann aber sächlich – wie in Form von „das Wesen, the thing“ oder ein „it“ (es). Auch so wird man kaum behindert, sich einen Bärtigen auf dem Stuhl vorzustellen (König? Kaiser?).

Ekstase von Beginn an bis zum Schluss quer (sic.) über die Geschichtsseite zum Nürnberger Kodex: Ein Medium für Verquerte. Die juristische Ahndung fiel aus, weil man Ärzte brauchte für die Vertriebenen und Verletzten. Was das Blatt hier auflistet, ist purer Kommerz für Bildungsferne und soll blenden als Mediensatire. Bestenfalls wäre zu warnen wie auf den Zigarettenpackungen mit dem schwarzen Balken: „Ähnlichkeit mit unwahren Ereignissen“.

Ra Koch, Kyritz






Der schwerkranke Mann

Zu: Politik und Realität auf Kollisionskurs (Nr. 31)


Die Angst vor einem massiven Wohlstandsverlust ist in der Bevölkerung mit Händen greifbar. Die Bürger haben sich in den vergangenen Jahren von unhaltbaren Wohlstandsversprechen der Politik berauschen lassen. Doch nun droht in Deutschland laut Wirtschaftsexperten eine Jahrhundertrezession mit unabsehbaren Folgen.

Deutschland könnte diesmal zum schwerkranken Mann Europas werden. Die energietechnischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten sind unüberschaubar. Um die ökonomische Zukunft dieses Landes ist es historisch schlecht bestellt. Mit dem politischen Slogan „Wandel durch Handel“ hat sich dieses Land ohne Not selbst in die Bredouille gebracht. Den Bürgern wurde ein imaginärer Wohlstand eingeredet, von dem das Gros der Gesellschaft bei Weitem nicht profitiert hat. 

China rasselt im Taiwan-Konflikt gewaltig mit den Säbeln. Sollte es zum Krieg kommen, wäre der Ukrainekrieg dagegen nur ein kleines Vorspiel zur „Mutter aller Kriege“. Die Vereinigten Staaten sind auf einen ganz großen Krieg mit China vorbereitet. Die Folge wäre, dass die internationalen Lieferketten zusammenbrechen würden. Selbst die einfachsten Dinge des Alltags wären hierzulande kaum noch 

verfügbar.

Die politische Strategie der vergangenen Jahre, die eigene Industrieproduktion preiszugeben zulasten einer wirtschaftlichen Abhängigkeit von China, war einer der größten Fehler in der Geschichte der Bundesrepublik. Ob Europapolitik, Russlandpolitik, Chinapolitik, Energiepolitik, Asylpolitik, Klimapolitik, Wirtschaftspolitik oder Sozialpolitik. Die Epoche Merkel war für die Bundesrepublik der Jahre 1949 bis 2005 ein echter Stresstest. Ob sie ihn besteht und übersteht, ist keineswegs sicher.

Alfred Kastner, Weiden 






Ein Nein-Spruchbeutel

Zu: „Nein, nein, nein, nein, nein...nein! (Nr. 30)

Der grüne Winfried Kretschmann scheint vergessen zu haben, wie das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg zu ihm gekommen ist. Ja, das Amt hat sich dem Winni damals im Jahre 2011 förmlich aufgedrängt, fast ein Tatbestand der Nötigung. Kretschmann hätte damals „nein, nein, nein, nein, nein...nein“ brüllen können, hat er aber nicht. Egal, Baden-Württemberg muss ihn jetzt weiterertragen, diesen Nein-Spruchbeutel. 

Klaus P. Jaworek, Büchenbach