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Folge 37-22 vom 16. September 2022 / CIA / Als der erste Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten entstand / Vor 75 Jahren, am 18. September 1947, wurde die Central Intelligence Agency gegründet

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-22 vom 16. September 2022

CIA
Als der erste Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten entstand
Vor 75 Jahren, am 18. September 1947, wurde die Central Intelligence Agency gegründet
Wolfgang Kaufmann

Manchen Historikern zufolge waren die Vereinigten Staaten vor ihrem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg die einzige Großmacht ohne Geheimdienst. Tatsächlich jedoch gab es in den USA stets eine Vielzahl von zivilen und militärischen Geheimdiensten. Allerdings fehlte zunächst noch ein zentraler Auslandsgeheimdienst. Das führte zu Rivalitäten wie Reibungsverlusten und erschwerte die Kooperation mit dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6. 

Dieses Vakuum versuchte der einflussreiche Chef der Bundespolizei FBI John Edgar Hoover mit seiner Behörde zu füllen. Doch letztlich erhielt der im Juni 1940 gegründete Special Intelligence Service (SIS) des FBI nur die Zuständigkeit für Lateinamerika, das nach US-amerikanischen Vorstellungen weniger Ausland denn eigener Hinterhof ist. Dies resultierte vor allem aus dem Widerstand der Militärs, die sich nicht von Zivilisten gängeln lassen wollten.

Aufbau mit britischer Hilfe

Am 11. Juli 1941 ernannte der US-Präsident Franklin D. Roosevelt seinen langjährigen Vertrauten William J. Donovan zum Chef eines neu eingerichteten Office of the Coordinator of Information (COI). Diese Dienststelle sollte nicht nur sämtliche Erkenntnisse der US-Geheimdienste für das Weiße Haus zusammenfassen, sondern auch eigene Nachforschungen im Ausland anstellen. Mit britischer Hilfe baute der rührige Jurist und hochdekorierte Oberst binnen kürzester Zeit das COI-Büro zu einer Organisation mit 1630 Mitarbeitern und zahlreichen Abteilungen aus. Dazu zählten unter anderem R&A (Forschung und Analyse), der Foreign Information Service (FIS) für „schwarze Propaganda“ zu Lasten des Feindes sowie der Special Activities Branch (SAB), der diverse Sabotageaktionen durchführte.

Die wachsende Größe und der zunehmende Einfluss von Donovans Apparat erregten das Missfallen seiner Gegner im Außenministerium sowie dem FBI und der Militärführung. Letztere erreichten, dass Roosevelt das COI-Büro am 13. Juni 1942 in das Office of Strategic Services (OSS) umwandelte und diesen neuen Geheimdienst den Joint Chiefs of Staff (JCS) der Streitkräfte unterstellte. 

Für Donovan hatte das aber keineswegs nur Nachteile. Er unterstand nun zwar als Chef des OSS Militärs, verfügte dafür aber über wesentlich mehr finanzielle Mittel und schon bald über 13.000 Mitarbeiter. Deren Haupttätigkeitsfeld waren die Spionage für das Militär sowie die Unterstützung von Untergrundbewegungen im Ausland. Zu den Erfolgen des OSS zählten die Vorbereitung der alliierten Landungen in Nordafrika, Italien und der Normandie sowie die Beschaffung der Konstruktionszeichnungen der deutschen „Wunderwaffe“ V2 und des Panzerkampfwagens VI „Tiger“.

Dennoch begegnete Roosevelts Nachfolger Harry S. Truman dem OSS mit Argwohn und löste ihn schließlich am 20. September 1945 auf. Donovans Dienst wurde vorgeworfen, unorganisiert und verschwenderisch zu sein. 

Gute vier Monate später, am 23. Januar 1946, schuf Truman den Posten eines Director of Central Intelligence (DCI). Der unterstand direkt ihm als Präsidenten und bekam einen speziellen Analysestab namens Central Intelligence Group (CIG) zugeordnet. Mit dessen Hilfe sollte der DCI die Erkenntnisse aller US-Geheimdienste sammeln, aufbereiten und im Weißen Haus präsentieren. 

Vom Militär neidisch beargwöhnt

Unter dem zweiten DCI, dem ebenso kriegs- wie geheimdiensterfahrenen und extrem zielstrebigen Luftwaffengeneral Hoyt S. Vandenberg, erhielt die CIG im Sommer 1946 die Genehmigung, sich selbstständig Informationen aus dem Ausland zu verschaffen. Aber Vandenberg wollte noch mehr. Er erreichte, dass Truman mit dem National Security Act vom 26. Juli 1947, der die Neuausrichtung der US-amerikanischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Kalten Krieg auf institutioneller Ebene festschrieb, auch einen breit aufgestellten Nachfolgedienst für die CIG aus der Taufe hob. Die Gründung dieser Central Intelligence Agency (CIA) erfolgte offiziell zum 18. September 1947. Direktor der CIA war bis 2005 in Personalunion der jeweilige DCI.

Zunächst sollte die CIA vorrangig die Informationen anderer Dienste analysieren. Sehr schnell änderte sich das indes, weil das Verteidigungsministerium daran interessiert war, angesichts seines damals recht knappen Budgets Aufgaben auszulagern. Damit erlangte die CIA als erster US-Geheimdienst überhaupt die alleinige Zuständigkeit für die Auslandsspionage sowie auch alle verdeckten Operationen außerhalb des Territoriums der Vereinigten Staaten, die unter dem dritten CIA-Chef Allen Welsh Dulles typisch für die Agency wurden. Viele dieser Aktionen sind inzwischen bekanntgeworden. Sie zeigen die Skrupellosigkeit, mit der die USA während des Kalten Krieges ihre Interessen vermittels politischer Morde, gewaltsamer Regierungswechsel (Regime Changes), Waffen- und Drogengeschäften, Operationen unter falscher Flagge sowie der Unterstützung von Diktaturen rund um den Globus durchzusetzen versuchte.

Der Koreakrieg und das zunehmende Wettrüsten zwischen den beiden Supermächten führte dazu, dass die CIA nicht lange der einzige Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten blieb. Nun hielt das Militär es für notwendig, wieder verstärkt auf seine eigenen Geheimdienste, also den Military Intelligence Service (MIS) des Heeres, das Office of Naval Intelligence (ONI) der Marine und den United States Air Force Security Service (USAFSS) der Luftwaffe zurückzugreifen, um Informationen über das Waffenarsenal des Gegners zu sammeln. Darüber hinaus erlangte die Auslandsaufklärung mit technischen Mitteln eine zunehmend größere Bedeutung. Das führte 1952 zur Gründung der National Security Agency (NSA), die seither im Auftrag des Pentagon die weltweite elektronische Kommunikation überwacht, entschlüsselt und auswertet und mittlerweile etwa doppelt so viele Mitarbeiter wie die CIA beschäftigt.

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Prägende Akteure bei der Gründung der CIA

Harry S. Truman war von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der USA. Nachdem sein Vorgänger ein eher naives Bild von Josef Stalin gehabt hatte, fiel in seine Amtszeit der Beginn des Kalten Krieges.

William J. Donovan war ab 1948 Geschäftsführer des neugegründeten American Committee for a United Europe (ACUE). Sein Stellvertreter dort war der spätere CIA-Chef Allen Welsh Dulles.

Hoyt S. Vandenberg machte nach seiner Zeit bei der CIA bei der 1947 aus den US Army Air Forces (USAAF)hervorgegangenen US Air Force (USAF) Karriere. Von 1948 bis 1953 war er deren Chief of Staff.


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