05.03.2024

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Folge 46-22 vom 18. November 2022 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-22 vom 18. November 2022

Meldungen

Impfstoff soll teurer werden

New York – Der US-Pharmakonzern Pfizer will den Preis für seinen Corona-Impfstoff Comirnaty von derzeit maximal 30 Dollar pro 30-Mikrogramm-mRNA-Dosis auf rund 130 US-Dollar anheben, was dann sicher auch für die Lieferungen in die EU gilt, wenn die bisher abgeschlossenen Verträge auslaufen. Pfizer begründete die Erhöhung damit, dass die Logistik- und Vertriebskosten steigen würden, weil es weniger Großbestellungen gebe. Das entspricht zwar den Tatsachen, denn die Impfbereitschaft ist weltweit im Sinken begriffen, die Herstellungskosten für eine Dosis Comirnaty belaufen sich aber nur auf 1,18 Dollar. Somit muss der Konzern für die Produktion eines Kilogramms seines mRNA-Wirkstoffs knapp 40 Millionen Dollar aufwenden. Dafür möchte Pfizer nun im Verkauf 4,33 Milliarden Dollar erlösen.W.K.





EU-Streit um Gaspreisdeckel

Brüssel – Über die Forderung, eine Deckelung der Importpreise für Gas einzuführen, ist es bei einem Treffen von Vertretern der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel am 11. November zu hitzigen Diskussionen gekommen. Unter anderem Belgien, Italien und Griechenland dringen darauf, dass die EU-Kommission einen konkreten Vorschlag zur Deckelung der Gaspreise vorlegt. Deutschland, die Niederlande und andere EU-Staaten fürchten dagegen, dass eine Deckelung der Einfuhrpreise die Versorgungssicherheit gefährdet. Lieferländer wie Norwegen und Algerien haben sich bereits ablehnend zu einem Gaspreisdeckel geäußert. Anfang dieses Monats haben in Abu Dhabi Teilnehmer der International Petroleum Exhibition & Conference, einem wichtigen Branchentreffen der Ölmultis, gewarnt, dass Europas Energieproblem möglicherweise erst im Winter 2023/24 richtig akut wird. Hingewiesen wurde dabei auf ein Szenario, bei dem die Gasspeicher durch die Heizsaison 2022/23 leer sind, keine russischen Gaslieferungen mehr nachkommen und Europa auf teure Flüssiggaslieferungen angewiesen ist. H.M.





Großauftrag aus Ägypten

Kairo – Die Deutsche Bahn und Siemens kommen beim größten Bahnprojekt in der Geschichte Ägyptens im wahrsten Sinne des Wortes zum Zuge. Ein auf der „Weltklimakonferenz COP27“ unterzeichneter Vertrag sieht vor, dass ein Konsortium um Siemens Mobility in Ägypten ein 2000 Kilometer langes Schienennetz aufbaut und auch Fahrzeuge für den Personenverkehr sowie Güterlokomotiven liefert. Die Bahntochter DB International Operations soll in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem ägyptischen Unternehmen Elsewedy Electric die Infrastruktur sowie den Hochgeschwindigkeits-, Regional-, und Güterverkehr betreiben und auch für Instandhaltung von Stationen und Depots sorgen. Das Volumen der vorerst über 15 Jahre laufenden Vereinbarung über das Großprojekt liegt im einstelligen Milliardenbereich.H.M.