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Folge 18-23 vom 05. Mai 2023 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 18-23 vom 05. Mai 2023

Leserforum

Nichts Gutes zu erwarten

Zu: Wie den Bürgern die Kosten niedriggerechnet werden (Nr. 16)

Zu den erwähnten Kosten (für einen Heizungsaustausch, d. Red.), die durchschnittlich bei 40.000 Euro liegen sollen, kommen noch erheblich höhere Kosten auf manche Eigentümer hinzu.

Ich besitze eine Siedlungshaushälfte im Westteil der Insel Rügen, das Haus ist 1936 erbaut worden. Kein Mensch hat damals eine effiziente Dämmung gegen das Erdreich eingebaut, gestampfter Lehm und danach eine Balkenlage, auf der die Fußbodendielen gelegt sind. Zum Einbau einer Fußbodenheizung sind diese völlig ungeeignet. 

Zu DDR-Zeiten habe ich an dieses alte Siedlungshaus einen Anbau errichtet. Was privates Bauen bedeutete, kann sich keiner vorstellen, der nicht in der DDR gelebt hat – kein Gang in den Baumarkt, denn den gab es nicht, und keine Beauftragung von Fachfirmen, denn die hatten keine freien Kapazitäten. Also frei nach der Devise: Man baue mit dem, was einem gerade unter die Finger kommt – und wieder konnte man als Dämmung gegen das Erdreich nur sogenannte „Sauerkrautplatten“ einbauen, die auch völlig ungeeignet für eine Fußbodenheizung sind. 

Ich war damals froh, dass ich einen Heizkessel durch viele Beziehungen beschaffen konnte, der Brikett und Holz „fraß“ und der nach dem Prinzip der Schwerkraftheizung errichtet wurde. Dicke Heizungsrohre durch das alte Haus und den Anbau, die Heizung funktionierte auch ohne Strom. Als dann nach der Wende die Möglichkeit bestand, den alten Kessel gegen einen Ölkessel zu tauschen, blieben die dicken Rohre und auch die Gussrippenheizkörper drin. Beide sind nicht für die geringen Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe geeignet.

Zusätzlich zu einer neu anzubringenden Dämmung der Wände müssten Heizkörper und Rohrleitungen entfernt werden. Ein völlig neuer Fußbodenaufbau müsste erfolgen, was bedeutet, Möbel raus, Fußboden aufreißen, neu aufbauen und Fußbodenheizung einbauen. Dies alles auf 136 Quadratmeter, und im Obergeschoss ginge es dann mit der Dämmung weiter. Bei heutigen Preisen käme ich locker auf 150.000 Euro plus der Wärmepumpe. Und dann denke ich mit Grauen an den Winter 1978/79 mit Schneehöhen von bis zu vier Metern, die Wärmepumpe wäre längst ausgegangen unter dieser Schneemasse, und das Haus wäre kalt.

Staatliche Hilfen wurden zwar versprochen. Doch ich warte immer noch auf die Hilfe, die auch denjenigen versprochen wurde, die mit Öl und Pellets heizen. Außer schönen Worten gab es nichts.

So wird es auch bei dieser Wärmewende werden. Von dieser Bundesregierung erwarte ich nichts Gutes mehr.

Karl-Friedrich Niemann, Gingst (Rügen)






keinerlei Konkretisierung

Zu: Wie den Bürgern die Kosten niedriggerechnet werden (Nr. 16)

Vielen Dank für den Ausweis der zahlreichen Unstimmigkeiten in der Rechnung der Regierung. Gilt eigentlich die Zielvorstellung von 65 Prozent Anteil erneuerbarer Energien als erreicht, wenn der Strom für den Betrieb der Wärmepumpen in beträchtlichem Umfang aus Kohle- und Gaskraftwerken stammt? Oder wird die Wärmepumpe bei Dunkelflaute abgeschaltet? Zu diesen Fragen habe ich noch keinerlei Konkretisierung erfahren.

Jörg Neubauer, Neu-Isenburg






par ordre de mufti

Zu: Wie den Bürgern die Kosten niedriggerechnet werden (Nr. 16)

Unsere Regierung beschließt, was von uns schleunigst zu tun ist, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Die Beschlüsse, welche die Attraktivität und den Wert vieler Bestandsimmobilien drastisch schrumpfen lassen, beurteilt der Kanzler mit sehr gut. Grüne Politiker weisen darauf hin, dass in Deutschland 40 Prozent der Emissionen dem Gebäudesektor anzurechnen sind. Da unser Emissionsanteil insgesamt weltweit zwei Prozent ausmacht, fallen diese 40 Prozent mit 0,8 Prozent ins Gewicht. Dieser Wert soll nun mithilfe von Wärmepumpen in Deutschland gegen Null gesenkt werden.

Die Installation einer Wärmepumpe macht in Verbindung mit gut gedämmten Gebäuden Sinn. Effizient arbeiten dieselben nur dann, wenn geringe Vorlauftemperaturen zur Beheizung der Räume ausreichen (Fußbodenheizung etc.). In Altbauten, die nicht diesen Bedingungen entsprechen, kann man sie als staatlich bezuschusste Stromfresser verbauen. Aber kostengünstig beheizen kann man Altbauten – ohne vorherige Sanierungsmaßnahmen – damit nicht. Experten zufolge sind dafür läppische 400 bis 

600 Euro pro Quadratmeter zu veranschlagen. Diesen minimalen Sanierungsaufwand blenden die Fachkräfte der Ampelregierung aus. Sie verteilen sogar zusätzlich Beruhigungspillen, indem sie versprechen, dafür zu sorgen, dass die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe den Beschaffungskosten einer fossilen Heizung gleichkämen. 

Ist Baron Münchhausen auferstanden und jetzt als Berater der Ampel tätig? Derartige Märchen passen zum Lügenbaron. Und Herr Habeck hat auch schon einmal ein Märchen des Barons, in dem er sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zog, beispielhaft für sein eigenes Tun im Ministerium angeführt. Fakt ist, dass Altbaubesitzer die Sanierungskosten auf sich nehmen müssten, um mit einer Wärmepumpe effizient heizen zu können. Ansonsten ist die Pumpe selbst geschenkt noch zu teuer. 

Die Ampel hat sich scheinbar auch von der EZB zum Thema „Rettungsaktionen durch wundersame Geldvermehrungen“ beraten lassen. Denn sie will, trotz der inflationären Entwicklung in Deutschland, ab 2024 mit Teuro-Geldkanonen und der Anhäufung weiterer Sondervermögen das Weltklima retten. Die Klimaschutzmaßnahmen „par ordre de mufti“ sollen, egal was es kostet, rasch im Gesetz verankert werden. Ungeachtet dessen, dass die Umsetzung der Beschlüsse für viele Hauseigentümer ein wirtschaftlicher Nonsens ist. Was dann für die Mitglieder des Bundestages ein Luxusproblem ist, aber für viele Normalbürger existenzbedrohend werden kann. 

Wer so leichtfertig das Lebenswerk vieler Menschen, ihr Eigenheim, durch total überzogenen Klimaaktivismus teilentwertet oder gar zum Klotz am Bein werden lässt, der hat den Bezug zur Realität verloren. Dabei gibt es Klimaschutzmaßnahmen, die sofort umsetzbar und wirksam wären. Zum Beispiel mittels Tempolimit auf den Autobahnen.

Und die Volksvertreter könnten vorbildhaft Emissionen einsparen, indem sie unnötige Stippvisiten durch Home-Office in Berlin oder Saarbrücken ersetzen. Wenn sie aber anstatt dessen lieber dem Wahlvolk klimapolitisch faule Eier ins Nest legen, um angeblich das Klima zu retten, dann dürfen sie sich nicht darüber wundern, wenn sie bei der nächsten Zeitenwende nachhaltig aus dem Bundestag „gewumst“ werden.

Helmut Schmidt, Baltersweiler






Preußischer Erfindergeist

Zu: Menschenliebe hält den siegreichen Einzug (Nr. 15)

Lasswitzens Roman „Auf zwei Planeten“ war eines meiner ersten Bücher, die ich als Kind gelesen hatte. Mit Sicherheit weckte er in mir meine Vorliebe für gute fiktionswissenschaftliche Romane wie die ganze Reihe von Isaak Asimov bis zum „Foundation-Zyklus“ oder „Dune“ („Der Wüstenplanet“) von Frank Herbert.

Aus Preußen kam der wirkliche Fortschritt, Erfindergeist, kamen Schriftsteller, Gelehrte und Industrielle, während der Südwesten der deutschen Länder vor sich hin dümpelte. Heute merkt man, dass Deutschland ohne Preußen nur noch Dekadenz und Niedergang verkörpert.

Peter Schwenzer, Toledo/Spanien


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