04.02.2026

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Folge 28-23 vom 14. Juli 2023 / Kolumne / Fast wie beim BER

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-23 vom 14. Juli 2023

Kolumne
Fast wie beim BER
Theo maass

Seit 2022 wird das Sommerbad Wilmersdorf im gleichnamigen Berliner Stadtteil „saniert“. Das Schwimmbecken war keineswegs in einem Zustand, der einen Weiterbetrieb nicht mehr gestattet hätte. Trotzdem wird es nun vollständig neu ausgestattet mit Stahlplatten und Beton statt der bisherigen Fliesenverkleidung. Eine Arbeit, die wohl in jedem anderen Land außer in Deutschland in einigen Wochen oder doch wenigstens Monaten ausgeführt worden wäre, dauert hier ein ganzes Jahr. 

Während der Sommersaison 2022 mussten die Badegäste in dem Nichtschwimmerbecken ihre Bahnen ziehen. Erwartungsfroh erschienen im angelaufenen Jahr 2023 nach Öffnung der Freibäder die Badegäste. Aber Herbst und Winter 2022 und zusätzlich noch der Frühling 2023 hatten nicht ausgereicht, um die Arbeiten abzuschließen. Die Mitarbeiter können auf Befragen nicht sagen, wann der Badebetrieb wieder voll umfänglich möglich ist. Nur ein Bademeister wagt die ernüchternde Prognose: „Mitte August.“ 

Das Ganze mutet schon fast wie ein BER in Miniatur an. Die Berliner Bäderbetriebe zeichnen dafür verantwortlich, und die wiederum unterstehen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Dort amtiert die Sozialdemokratin Iris Spranger. Man sieht: Wenn in Berlin nichts klappt außer den Türen, müssen dafür nicht unbedingt die Grünen oder die Linkspartei verantwortlich sein. 

Ein Gutes hat das Ganze: Während die meisten übrigen Berliner Freibäder unter dem Terror ausländischer Jugendlicher leiden und für ältere Herrschaften eine „No-go-Area“ geworden sind, ist die halbe Baustelle für den aggressiven Personenkreis nicht attraktiv. Vielleicht muss ganz Deutschland so aussehen, damit die ungebetenen Gäste eine Hausnummer weiter ziehen?