Verlorene Leoparden
Amsterdam – Laut Angaben der niederländischen Internetplattform „Oryx“, die als die weltweit zuverlässigste Quelle zu den materiellen Kriegsverlusten der Ukraine und Russlands gilt, weil sie lediglich durch eindeutige geolokalisierte Fotos belegte Abschüsse und Zerstörungen meldet, sind etwa 13 Prozent der an die Ukraine gelieferten Leopard-2-Kampfpanzer vernichtet worden. Bislang hat Kiew 18 Leopard 2A6 aus der Bundesrepublik und weitere 36 Leopard 2A4 aus Polen, Spanien, Norwegen und Kanada erhalten. Von diesen gingen inzwischen vier Leopard 2A6 und drei Leopard 2A4 verloren. Dazu kommt der Verlust von 25 Schützenpanzern vom Typ M2 Bradley IFV aus den USA und vier Minenräum- und Bergepanzern. Als besonders fatal erwies sich ein Angriff am 8. Juni südlich von Mala Tokmachka, bei dem zwei ukrainische Brigaden in ein russisches Minenfeld gerieten. Das kostete allein schon drei Leopard 2A6.W.K.
Ende der Bevorzugung
Washington – Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika hat in einem als „historisch“ bezeichneten und mit sechs zu drei Stimmen gefällten Urteil allen Universitäten der USA untersagt, weiterhin die „rassische Herkunft“ von Studienbewerbern zu einem Entscheidungskriterium bei der Zulassung zum Studium zu machen. Damit erklärte der Supreme Court die seit den 1960er Jahren praktizierte „Affirmative Action“ mit dem Zweck der Bevorzugung von Schwarzen beziehungsweise Diskriminierung Andersfarbiger für illegal. Die Klage war von der Studentenorganisation „Students for Fair Admissions“ eingereicht worden, die besonders die Diskriminierung asiatischer Bewerber kritisierte. Deren Chance, an einer Elite-Universität wie Harvard angenommen zu werden, lag um den Faktor fünf bis 13 niedriger als die von Schwarzen. Für die Abschaffung der „Affirmative Action“ stimmte mit dem seit 1991 amtierenden Clarence Thomas auch einer der beiden schwarzen Richter am Obersten Gerichtshof.W.K.
Orkneys prüfen Abspaltung
Kirkwall/Edinburg/London – Bei einer Sitzung des Regionalparlaments der Orkney-Inseln stimmten 15 Ratsmitglieder für den Versuch, eine Loslösung des Archipels von Großbritannien zu prüfen, nur sechs stimmten dagegen. Auslöser des Affronts: Die Fähren, welche die 21.000 Bewohner der Orkney-Inseln mit dem Festland Schottlands verbinden, sind veraltet. Eine Beschaffung neuer Schiffe würde etwa 500 Millionen Euro kosten, das Vierfache des Jahreshaushalts der Inseln. Aber weder London noch Edinburg zeigen Neigung, diese Gelder bereitzustellen. Aus London kam nicht einmal eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage. In beiden Weltkriegen war Scapa Flow auf den Orkney-Inseln ein Hauptstützpunkt der britischen Flotte.F.B.


