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Folge 28-23 vom 14. Juli 2023 / Multis / Zwei kommen aus Deutschland, 62 aus den USA / Ernst & Young hat die 100 wertvollsten börsennotierten Konzerne vorgestellt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-23 vom 14. Juli 2023

Multis
Zwei kommen aus Deutschland, 62 aus den USA
Ernst & Young hat die 100 wertvollsten börsennotierten Konzerne vorgestellt

Die US-amerikanische Wirtschaft hat den weltweiten Markt nach wie vor im Griff, und so überrascht es wenig, dass auf der jährlich veröffentlichten Rangliste der weltweit wertvollsten Unternehmen neun US-Unternehmen unter den „Top Ten“ vertreten sind. Laut einer aktuellen Auswertung der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) haben vor allem US-Techgiganten im ersten Halbjahr an Wert gewonnen. Dies hängt vor allem mit dem Thema Künstliche Intelligenz zusammen. „Der aktuelle KI-Boom zeigt es überdeutlich: Wieder einmal sind es in erster Linie US-Unternehmen, die an den Börsen von einem neuen Megatrend profitieren und an Bedeutung gewinnen“, erklärte Henrik Ahlers, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung. 

An der Spitze thront weiter Apple. Die Aktie erreichte zuletzt ein Allzeithoch. Der iPhone-Konzern hat seinen Börsenwert binnen sechs Monaten von 2,1 Billionen auf sagenhafte 3,1 Billionen US-Dollar gesteigert. Auf Platz zwei folgt wenig überraschend Microsoft. Der saudi-arabische Erdölkonzern Saudi Aramco ist mit einem Börsenwert von rund 2,1 Billionen US-Dollar der einzige unter den Top Ten, der nicht aus den USA stammt. 

Europäische Unternehmen haben es im internationalen Vergleich traditionell schwer, einen Platz im Vorderfeld zu erreichen. Wie die EY-Erhebung zeigt, stammen 62 der teuersten 100 börsennotierten Konzerne aus den USA. Nur 19 Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Europa. Von ihnen ist der französische Luxusgüterkonzern LVMH auf Rang 12 das wertvollste. Immerhin werden die deutschen Konzerne SAP und Siemens mit den Plätzen 71 und 91 wieder unter den Top 100 notiert. Auf Platz 57 befindet sich der Industriegas-Produzent Linde, der seit seiner Fusion mit Praxair seinen Hauptsitz in Irland hat.

 Vor rund dreieinhalb Jahrzehnten, Ende der 80er Jahre lag der Technologiekonzern IBM an der Spitze. Unter den ersten Zehn waren nur der japanische Autohersteller Toyota und der britische Öl-Lieferant BP keine US-Konzerne. Danach fand eine bemerkenswerte Veränderung statt. Bedingt durch den Mobiltelefon-Boom der 90er Jahre und den Finanzierungsbedarf der Produzenten rangierten zehn Jahre später plötzlich fünf japanische Banken unter den Top Ten. Danach stellten sich die alten Kräfteverhältnisse schnell wieder ein. 

Europäische Unternehmen standen in den vergangenen 50 Jahren nur vereinzelt im Vorderfeld. Der finnische Mobiltelefon-Produzent Nokia schaffte es vor mehr als zwei Jahrzehnten einmal auf Platz 12. Unter den ersten 15 konnte sich 2010 auch der Schweizer Genussmarkenhersteller Nestlé kurzzeitig einfinden. Seit Jahren schon sind deutsche Konzerne unter den Top 100 des Rankings eine Seltenheit. Waren es 2007 noch sieben, fielen die Deutschen 2022 erstmals ganz aus den ersten Hundert raus. Immerhin ist SAP und Siemens nun die Rückkehr gelungen.P.E.