04.02.2026

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Folge 28-23 vom 14. Juli 2023 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-23 vom 14. Juli 2023

Meldungen

Insolvenzen werden mehr

Wiesbaden – Im ersten Quartal dieses Jahres haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 4117 Unternehmen bei einem deutschen Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Das sind 18,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zunehmend waren auch grundsätzlich gesunde Unternehmen betroffen, die auf unbezahlten Rechnungen sitzen geblieben waren. Gab es im ersten Quartal des Vorjahres offene Forderungen von 3,9 Milliarden Euro, waren es im Vergleichszeitraum des laufenden Jahres 6,7 Milliarden. Als besonders insolvenzanfällig stuft das Statistische Bundesamt Unternehmen der Verkehrs- und Logistikbranche ein, gefolgt von Betrieben in den Bereichen Bergbau beziehungsweise Gewinnung von Steinen und Erden sowie der Sparte „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, wohinter sich meist Zeitarbeitsfirmen verbergen. Ganz am Ende der Rangliste stehen dabei die Energieversorger.W.K.





„Die Zahlen alarmieren“

Köln – Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) standen im vergangenen Jahr Investitionen von deutschen Unternehmen im Ausland in Höhe von 135,5 Milliarden Euro lediglich zehneinhalb Milliarden Euro gegenüber, die ausländische Unternehmen in Deutschland investiert haben. Der sich daraus ergebende Investitions-Netto-Saldo von 125 Milliarden Euro ist laut dem IW der höchste, der „jemals in Deutschland verzeichnet“ worden ist. Dies veranlasste das Institut zu dem Kommentar: „Die Zahlen alarmieren: Im schlimmsten Fall ist das der Beginn der Deindustrialisierung.“ Als Ursache für die mangelnde Attraktivität des Standortes Deutschland nennt das IW hohe Arbeitskosten in Kombination mit Fachkräftemangel, Subventionen für Investitionen im Ausland sowie einen Strukturwandel in der Autoindustrie durch Wegfall des Verbrennungsmotors.W.K.





Tanktourismus meist lohnend

Berlin – Benzin ist in den meisten Nachbarstaaten preiswerter als in Deutschland. Die Preisdifferenz beträgt zu Polen 38, zu Tschechien und Ungarn 27 und zur Slowakei 26 Cent. Fährt man Richtung Süden, tankt man in Österreich um 27 Cent und in Slowenien sogar um 41 Cent günstiger. In Kroatien beträgt der Preisunterschied 39 Cent. Richtung Westen tankt man in Luxemburg für 1,56 Euro und in Belgien für 1,71 Euro je Liter. Im Norden werden in Schweden lediglich 1,68 Euro verlangt. Weiter im Süden ist Benzin in Spanien und Portugal ebenfalls preiswerter. Hingegen werden in der Schweiz, Frankreich, Italien, Dänemark und Griechenland höhere Spritpreise als in Deutschland aufgerufen. In Deutschland verlangt der Staat von den tankenden Kraftfahrern neben der Mehrwertsteuer eine Energiesteuer sowie eine Kohlendioxid- und eine Erdölbevorratungsabgabe.F.B.