04.02.2026

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Folge 31-23 vom 04. August 2023 / Oberschlesien / Jagd auf verdächtige Schwimmbadbesucher / Beuthen: Menschenmenge geht auf vier Georgier los – Polizei setzt Tränengas gegen die Polen ein

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 31-23 vom 04. August 2023

Oberschlesien
Jagd auf verdächtige Schwimmbadbesucher
Beuthen: Menschenmenge geht auf vier Georgier los – Polizei setzt Tränengas gegen die Polen ein
Bodo Bost

In polnischen sozialen Medien kursierten Mitte Juli Aufnahmen aus einem Schwimmbad in Beuthen in Schlesien. Sie zeigen eine Menschenmenge, die sich um ein von der Polizei geschütztes Gebäude versammelt hatte. Später hat die Polizeidirektion der schlesischen Stadt bekannt gegeben, dass sie „vier in der Gegend von Beuthen lebende Ausländer“ festgenommen habe, die verdächtigt werden, Minderjährige belästigt zu haben.

Eine Mutter im Schwimmbad hatte das Sicherheitspersonal gerufen, weil sich vier Männer ihrer Tochter gegenüber unangemessen verhielten. Kurz darauf berichteten auch zwei Jungen, dass sie von denselben Personen belästigt worden seien. Die Verdächtigen sollen zwischen 18 und 48 Jahre alt und georgische Staatsbürger sein, berichtete später die Polizei. 

Nach der Meldung hatte das Sicherheitspersonal des Bades die vier sofort festgenommen und die Polizei alarmiert.  Bis die Polizei eintraf, wurden die in Gewahrsam genommenen Männer von einer Menschenmenge im Schwimmbad bedroht. Die aufgebrachten Badegäste bedrohten auch die Polizisten, als sie die vier Verdächtigen abführen wollten. Die Einheimischen forderten eine sofortige Bestrafung der vier Männer. 

Als die Polizeibeamten die Tatverdächtigen aus dem Schwimmbadgebäude führen wollten, kam es zu Rangeleien. Die Polizei musste teilweise Tränengas gegen die Badbesucher einsetzen, wie es später seitens der Behörde hieß. Die Beamten hätten nicht mit einem solchen Verhalten der Menge gerechnet, berichtete eine Kommissarin der örtlichen Polizei. Gegen die vier Männer wird zurzeit ermittelt. 

Ohne Visum in die EU

Auf den in den sozialen Medien verfügbaren Videoaufnahmen ist eine aufgeregte Menschenmenge zu sehen, die ein Gebäude im Bereich des Beuthener Schwimmbads umstellt. Die Kommentare von Internetnutzern legen nahe, dass ein Pädophiler oder sogar mehrere Kinderschänder in dem Gebäude Zuflucht gesucht haben sollen. Die polnischen Mainstream-Medien schrieben von einer „versuchten Selbstjustiz“ und von Polizeibeamten des örtlichen Präventionsteams, die mit Gas eingriffen, um sich durchzusetzen.

Die Zeitung „Dziennik Zachodni“ berichtete später, dass Beamte „in der Gegend von Beuthen lebende Ausländer“ im Schwimmbad festgenommen hätten. Die vier Männer sollen demnach dem Staatsanwalt vorgeführt werden, da sie im Verdacht stehen, Kinder sexuell belästigt zu haben. Nach Angaben eines lokalen Radiosenders handelt es sich bei den Opfern der Belästigungen durch Immigranten um drei Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren. Die Reporter des Radiosenders fügten hinzu, dass die festgenommenen georgischen Staatsangehörigen unter anderem versucht haben sollen, „sie zu umarmen oder Händchen zu halten“. 

Die meisten der Georgier in Polen sind ethnische Tschetschenen. Georgier brauchen seit einigen Jahren kein Visum mehr, um in die EU einzureisen, wo sie dann, wenn sie ihren Aufenthalt verlängern wollen, Asyl beantragen können.