Die Ostseeinsel Rügen hat vielerlei Interessantes zu bieten. Und zwar sowohl im kulturellen und historischen Bereich als auch was die Schönheiten der Natur betrifft. Schon immer waren die Kreidefelsen mit dem Königsstuhl und weiteren Attraktionen ein besonderer Anziehungspunkt. Bereits 1584 erwähnt, wurde dieses Fleckchen Erde schon ab dem späten 17. Jahrhundert besucht. Caspar David Friedrich schuf 1818 sein berühmtes Gemälde von den Kreidefelsen auf Rügen.
Urige Buchenwälder
Die gesamte Kreideküste Rügens gehört zum kleinsten Nationalpark Deutschlands mit den größten Buchenwäldern an der Ostseeküste, die sich hier über Hügel, Bachtäler, Moore und Quellen erstrecken. An der berühmten weißen Kreideküste treffen schattige grüne Wälder auf das Blau des Meeres. Überall werden dem Betrachter atemberaubende Ausblicke geboten. Die UNESCO erhob 2011 die urigen alten Buchenwälder im Herzen des Nationalparks zum Welterbe.
Die Kreideküste verändert sich witterungsbedingt ständig. Um Besuchern einen sicheren Zugang zu ermöglichen, wurde der 185 Meter lange ellipsenförmige Rundweg, der sogenannte Königsweg, geschaffen. Er wird von einem riesigen Abspannmast gehalten und schwebt über dem 118 Meter hohen Königsstuhl, dem größten Kreidefelsen Deutschlands. Der wegen des Eingriffs in die Natur unter Rüganern umstrittene „Skywalk“ entwickelt sich zum Touristen-Magnet. Derzeit bilden sich am Einlass zum Nationalparkzentrum Königsstuhl lange Schlangen.
Bis zu 2500 Menschen besuchen täglich die Ausstellung und den „Skywalk“. Um lange Wartezeiten zu vermeiden wird empfohlen, einen Besuch zwischen 9 und 11 Uhr oder ab 15 Uhr zu planen. Wer von Sassnitz aus an der Kreideküste entlangwandert, kann zudem den Wasserfall am Kieler Bach oder die Victoria-Sicht für sich entdecken. Eine Rückfahrt ist alle viertel beziehungsweise drei viertel Stunde mit dem Wanderbus (Linie 23) möglich.