Ihm ist Erfolg zu wünschen
Zu: Auf Carsten Linnemann wartet ein Berg an Arbeit (Nr. 29)
Es gibt einen Führungsgrundsatz, der eine allgemeine Gültigkeit besitzt, und der da lautet: „Wer führen will, muss frei sein von Arbeit!“ Die Führung der noch als Volkspartei geltenden CDU macht es also dringend erforderlich, dass sich ein Team um Carsten Linnemann versammelt, das einen echten Erneuerungswillen in sich trägt und sich nicht dem rot-grünen Zeitgeist bedingungslos unterwirft.
Hört man einige Stimmen von CDU-Ministerpräsidenten, sind berechtigte Zweifel an einem Veränderungswillen in Richtung Konservativismus angebracht. Friedrich Merz ist dabei eine der großen Schwachstellen, weil er nicht in der Lage ist, klare Positionen zu beziehen oder diese nach außen deutlich zu machen. Wenn die CDU als Wahlsieger mit den meisten Stimmen aus einer Wahl hervorgeht und ein Koalitionspartner gebraucht wird, ist für jedermann deutlich, dass ein konservativer Politikwechsel mit einer der bisher in den Parlamenten vorhandenen Parteien – außer der AfD – nicht möglich sein wird.
In seinen Sommerinterviews versucht Merz, seine „Brandmauer“ zu rechtsradikalen Parteien mehr unelegant als gekonnt als glaubhaft zu verkaufen. Er kommt gar nicht auf die Idee, mit einer Gegenfrage seine Interviewpartner zu konfrontieren, woran sie denn die rechtsradikalen Momente an der AfD festmachen. Spätestens hier kommen diese regelmäßig ins Verhaspeln. Allein schon die Angst, mit einer solchen Frage wieder in das gewohnte Narrativ eingruppiert zu werden, lässt ihn davon Abstand nehmen, und er glaubt, die eigenen Aussagen zur AfD richtigstellen zu müssen. Damit allein fällt er schon Linnemann in den Rücken, der sich als Führungspersönlichkeit erst noch richtig in Stellung bringen muss.
Linnemanns Vorteil ist, dass er sich mit seiner hervorragenden Bildung und Ausbildung in der Spitze der CDU von vielen Personen in der Parteispitze der Grünen und der SPD unterscheidet, die sich inzwischen in ihren Ämtern aufgrund ihrer Unbildung und Sachunkenntnis als Rohrkrepierer disqualifiziert haben. Linnemann muss jetzt, will man kommende Wahlen gewinnen, innerparteilich (möglichst auf einem Parteitag) die Mitglieder zum Schwur fordern, wohin die Reise gehen soll. Siegen setzt einen starken Willen voraus. Dieser ist nicht mit Weicheiern erreichbar, sondern es bedarf charakterstarker Persönlichkeiten, wie sie etwa in Hans-Georg Maaßen zu finden sind.
Es fällt auch nicht schwer, mit den in der CDU vorhandenen Frauen eine Quote zu erreichen, denn hier sind hervorragende Persönlichkeiten zu nennen. Ein für die Wähler erkennbarer Veränderungswille unserer zur Klimareligion und Gender-Besessenheit verkommenen Politik erfordert ein geschlossenes Auftreten der Akteure. Angst vor der eigenen Courage darf gar nicht erst sichtbar werden. Dem Linnemann-Team ist ein Erfolg zu wünschen. Dieser ist für das Weiterbestehen unseres inzwischen stark demontierten Staatswesens dringend erforderlich.
Rudolf Neumann, Torsås/Schweden
Opfer von Exekutionen
Zu: Naturparadies Buchheide (Nr. 29)
Die Autorin schreibt, dass im Jahr 2009 Umbettungen von 2000 Gefallenen aus Marienburg auf dem Soldatenfriedhof Buchheide bei Glien [Glinna] südöstlich von Stettin stattgefunden haben. Allerdings handelte es sich nicht um Gefallene, sondern um durch Genickschuss hingerichtete Zivilisten aus einem Massengrab aus dem Stadtzentrum Marienburgs, das beim Ausbaggern einer Baugrube aufgedeckt wurde. Die Opfer wurden nackt verscharrt, was eine russische Täterschaft nahezu ausschließt, da abgesehen aller denkbaren Scheußlichkeiten, zu denen Russen fähig waren, nie berichtet wurde, dass Russen vor einer Exekution Entkleidung befohlen hätten.
Dass die Polen ihre deutschen Opfer bis aufs Hemd ausplünderten, kann man nachlesen in Christian Graf von Krockows „Die Stunde der Frauen“ (1988) am Beispiel des Stettiner Stadtteils Scheune. Es ist nicht anzunehmen, dass sie Opfern, die sie zu erschießen trachteten, mehr Respekt entgegenbrachten.
Wolfgang Kopiske, Weilrod
Ein Wandervogelsänger
Zu: Eine museal gemachte lebende Legende (Nr. 29)
Der Autor erwähnt in seinem Artikel über die Biermann-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum auch die Aufzeichnung des Kölner Biermann-Konzertes von 1976. Es lohnt sich, dieses Konzert, das im Internet abrufbar ist, anzuhören. Deutlich wird, dass Wolf Biermann – anders als Heinrich Heine, mit dem er gelegentlich verglichen wird – kein bedeutender politischer Lyriker war, sondern ein sozialistischer Wandervogelsänger, der die Erwartungshaltungen seines linken Publikums geschickt zu bedienen wusste.
Dass sich Biermann in den 1980er Jahren von seinen totalitären Ideen verabschiedet hat, ist anzuerkennen. Indessen hat er mit diesem Schwenk ungewollt ein Urteil über seine Texte gefällt, die vor jenem Zeitpunkt entstanden sind.
Georg Schirmers, Köln
Komplexe Klima-Vorgänge
Zu: Ehrenrettung für das CO₂ (Nr. 28)
Tatsächlich ist bei den „Klimahysterikern am Rockzipfel des IPCC“ weniger die Rede von einer Kohlendioxid(CO₂)-Ansammlung in einer Schicht der Stratosphäre als von dem angeblich so bedrohlichen, aber erheblich übertriebenen Einfluss des CO₂ im Rahmen der tatsächlich nachweisbaren, messbaren Wärme-Rückstrahlung durch die infrarotsensitiven Spurengase der Atmosphäre. Die atmosphärischen Vorgänge sind höchst komplex und werden von der Physik beschrieben als Einstrahlung von der Sonne mit dem bekannten Wellenlängenspektrum von Ultraviolett bis Infrarot („von oben“) und als Abstrahlung von Wärme (fernes Infrarot) von der durch die Sonnenstrahlung erwärmten Atmosphäre und Erdoberfläche („von unten“).
Dabei spielt die teilweise Rückstrahlung von Infrarot auf die Erde durch die infrarotsensitiven Gase („Klimagase“) Wasserdampf, CO₂, O₃ (Ozon) und CH₄ (Methan) die entscheidende Rolle für die menschen- und vegetationsfreundliche „Klimatisierung“ des Globus bei im Mittel 15 Grad – anstelle von zirka minus 15 Grad ohne die „Klimagase“ in der Atmosphäre. Es gibt also einen Effekt, der die Erde freundlich wärmt – allerdings ist er mit dem Bild vom Treibhaus recht irreführend beschrieben. Und von einer drohenden Überhitzung kann keine Rede sein.
Der Weltklimarat IPCC repräsentiert auch nicht – wie irreführend behauptet wird – eine Mehrheit der einschlägigen Wissenschaftler. Allerdings wird der CO₂-Massenwahn vom menschengemachten Klimakollaps mit immensem Aufwand propagiert und als Nebel in vor allem jugendliche Köpfe verbreitet. Über die Absicht dahinter muss spekuliert werden. Sie erwähnen ja zum Beispiel wirtschaftliche Interessen.
Dr. rer. nat. Wilfried Jacobi, Bad Sassendorf
Ein Märchenerzähler?
Zu: Ohne Subventionen läuft rein gar nichts (Nr. 25)
Was will man vom Märchenerzähler Habeck erwarten. Er ist für größere Aufgaben bestimmt, und wird erst erwachen, wenn die Windanlagensparte unter chinesischer Hand ist. Auch unter Altmaier war es nicht besser. Die Grünen wollen lieber mit Konzernen wie der Lindhorst-Gruppe 370 Hektar Wald abholzen und dann im riesigen Maßstab „effektive“ Solarflächen erstellen – siehe Brandenburg – oder Urlaubsregionen mit Flüssiggas-Terminals verschandeln.
Uwe Pietzok, Greifswald