Niemandem werde etwas weggenommen wegen des Massenzuzugs von Asylsuchern – so lautet das Versprechen der Politiker, die Deutschlands Grenzen seit Jahren für die ungezügelte Zuwanderung offenhalten. Aber vielleicht reicht es ja, den Einheimischen nur etwas vorzuenthalten, um sie den Neuankömmlingen gegenüber zu benachteiligen? Im Bezirk Spandau baut die Stadt Berlin 128 Wohnungen für 570 Personen. Allerdings sollen sämtliche Wohnungen ausschließlich an Asylsucher gehen und keine einzige an Einheimische. Das stößt auf Unmut, dem der Bausenator des schwarz-roten Senats, Christian Gaebler, mit dem Versprechen entgegentritt, in die (dann nicht mehr neuwertigen) Wohnungen sollten später einmal auch Einheimische einziehen dürfen. Wann das möglich werden soll, wollte der SPD-Politiker nicht sagen. Vermutlich erst, wenn die ersten „Flüchtlinge“ auf dem heiß umkämpften Berliner Wohnungsmarkt etwas Besseres gefunden haben, was in den kommenden Jahren kaum wahrscheinlich ist. H.H.


