04.02.2026

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Folge 32-23 vom 11. August 2023 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 32-23 vom 11. August 2023

Meldungen

Von der Leyen will mehr Geld

Brüssel – Die EU-Kommission verlangt von den Mitgliedsländern insgesamt 66 Milliarden Euro zusätzlich zu den bislang schon vorgesehenen Beitragszahlungen. Anlässlich der Halbzeitbilanz des EU-Haushalts begründete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Geldforderung mit der Aussage, die EU befinde sich heute in einer völlig anderen Situation als 2020. In dem Jahr hatten sich die EU-Staaten auf einen gemeinsamen Finanzrahmen von 1,1 Billionen Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027 geeinigt. Nach den Vorstellungen der Kommission sollen insgesamt 50 der geforderten 66 Milliarden Euro zur Unterstützung der Ukraine verwendet werden. Auch durch gestiegene Zinsen und Maßnahmen an den EU-Außengrenzen gegen illegale Einwanderung, steigen die Anforderungen an das EU-Budget. Zusätzlich will die EU-Kommission auch noch die Mittel zur Förderung „grüner“ Technologien aufstocken. H.M.





Junta verbietet Uranexport

Niamey– Die Militärjunta in Niger, die sich kürzlich an die Macht geputscht hat, verbietet laut der US-Zeitung „Politico“ den Export von Uran nach Frankreich. Paris sorge sich deshalb nicht nur um die eigene Energiesicherheit, sondern um die der gesamten EU. In Frankreich werden 75 Prozent des Strombedarfs aus Atomkraftwerken hergestellt. Laut der EU-Atombehörde Euratom stammte im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel des in die EU imporierten Urans aus Niger. Seit dem 1. August verhindern die neuen russlandfreundlichen Machthaber außerdem die Ausfuhr von Gold. Die französische Regierung beeilte sich zwar mit der Beschwichtigung, dass die EU über genügend Uran für die nächsten drei Jahre verfüge, doch könnte der Ausfall der Uranlieferungen aus Niger mittelfristig den Plan, sich von russischen Lieferungen unabhängig zu machen, behindern, weil Sanktionen schwieriger durchzusetzen sind. 2021 belegte Russland noch Platz 3 bei den Uranlieferungen in die EU. Durch den Putsch hat sich der Uranpreis bereits deutlich verteuert.MRK





Deutsche Bahn macht Verlust 

Berlin – Die Deutsche Bahn (DB) wird im Laufe des Jahres voraussichtlich einen Verlust von einer Milliarde Euro einfahren. Im vergangenen Jahr hatte der Staatskonzern noch mit 1,3 Milliarden im Plus gelegen. Die Schulden der Bahn betragen derzeit gut 30 Milliarden Euro und dürften bis Jahresende auf 33 Milliarden ansteigen. Laut der DB sollen 68,7 Prozent aller Züge pünktlich ankommen. Dennoch meiden viele Deutsche die Bahn. Momentan liegt ihr Anteil an der Personenbeförderung bei unter zehn Prozent. Im Güterverkehr werden 19 Prozent aller Waren auf der Schiene transportiert. Zum Vergleich: In Slowenien sind es 34 Prozent. Eine Sanierung des maroden Schienennetzes würde die Situation der DB zwar nachhaltig verbessern, aber Investitionen in Höhe von schätzungsweise 90 Milliarden Euro erfordern.W.K.