Niedersachsen
Vorsitzende: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)42684, Schriftführer und Schatzmeister: Hilde Pottschien, Volgerstraße 38, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)7684391. Bezirksgruppe Lüneburg: Heinz Kutzinski, Im Wiesengrund 15, 29574 Ebsdorf, Tel.: (05822)5465. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Tel.: (0531) 2509377. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto v. Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Tel.: (05901) 2968
„Die alte Hansestadt DANZIG zwischen gestern und heute“
Rinteln – Am Donnerstag, dem
7. September 2023, 15.00 Uhr, hält Professor Dr. Heinz Schürmann, Bielefeld, einen Lichtbildervortrag "Die alte Hansestadt DANZIG zwischen gestern und heute" bei der Landsmannschaft der Ostpreußen, Westpreußen und Danziger, Ortsgruppe Rinteln.
Die Veranstaltung findet im Gemeindehaus der Ev. Stadtmission (Waldkaterallee 1a, Rinteln, nahe Bahnhof) statt.
Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen. Wegen der zu treffenden Vorbereitungen werden aber alle Teilnehmer um Anmeldung bei Joachim Rebuschat, Telefon 05751 5386 oder unter rebuschat@web.de, gebeten.
Joachim Rebuschat
Nordrhein-Westfalen
Erster Vorsitzender: Klaus-Arno Lemke, Stellv. Vorsitzende: Dr. Bärbel Beutner, Arnold Schumacher Schriftführerin: Elke Ruhnke, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de
Heimatnachmittag
Bielefeld - Einladung zum Heimatnachmittag der Ost- und Westpreußen in Bielefeld am Montag den 21.08.2023, im Gasthaus – Restaurant Bültmannshof „Das Wirtshaus 1802“ in der Kurt-Schumacher-Straße 17a, in 33615 Bielefeld um 15:00 Uhr. Erreichbar mit der Straßenbahnlinie 4 „Universität“. Haltestelle „Bültmannshof“. Info bei Frau Barbara Dörr, Telefon. 0521 -82026.
Alle Mitglieder werden gebeten nach Möglichkeit teilzunehmen. Willkommen sind Angehörige unserer Mitglieder, Mitglieder anderer Kreisgruppen sowie anderer Landsmannschaften und Freunde Ostpreußens.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit heimatlichen Grüßen der Vorstand.
Schleswig-Holstein
Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de
Bad Oldesloe und Tremsbüttel - Im August trafen sich die Ost- und Westpreußen wieder bei Annemarie Knopf in Tremsbüttel.
Thema war das Buch „Heimat... und alles ist so anders doch“ von Günter Donder.
Er schildert darin die Zeit von 1945 bis 1958, vom Einmarsch der Roten Armee in sein Dorf bis zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland.
An nur einem Tag im Januar 1945 wurde sein Dorf Stettenbach im Kreis Lyck entvölkert, als alle mit dem Treck den Heimatort verließen. Sie wurden von der Roten Armee eingeholt, verloren den Vater und wurden dann durch Ostpreußen getrieben. Günter Donder erkrankte an Typhus.
Als die Mutter am 01. September 1945 auf den Hof zurückkehrte, stellte sie fest, dass sie hier auf dem Abbau mit ihren Kindern nicht bleiben konnte. Die Gefahr war zu groß.
Inzwischen gab es die Ortsschilder mit polnischen Namen Stettenbach, einst Sdeden, war jetzt polnisch zu Zdedy geworden. Man sprach von Besatzungszonen in Deutschland und dass Ostpreußen zu Polen gekommen sei. Von den Konferenzen der Siegermächte in Jalta und Potsdam wusste man nichts.
Am 29. Oktober 1945 wurden Donders nach Neuendorf ausquartiert. Günter Donder berichtet von den verschiedenen weiteren Stationen, von seinen Arbeiten bei Bauern ohne Bezahlung für etwas Verpflegung, vom Brückenbau und dem Aufforsten im benachbarten Wald.
Im Sommer 1946 hatte seine Mutter ein Papier unterschrieben, das sie nicht einmal richtig lesen konnte. Die Notwendigkeit ließ ihr keine andere Wahl; sie war nun polnische Staatsangehörige, und das waren ihre unmündigen Kinder nun auch.
September 1947 - Die deutschen Jugendlichen durften Schulen besuchen und Berufe erlernen.
Pastors Mellek hatte es geschafft in Lyck ein Internat einzurichten. Erst einmal musste er die polnische Sprache erlernen, konnte dann die Schule besuchen und anschließend, das Technikum, das an der großen Lycker Kirche eingerichtete wurde, zu deutscher Zeit Gymnasium.
Eines Tages wurde er von einem Mann angesprochen, dass nur. polnische Staatsangehörige im Internat wohnen dürften. Er müsste noch eine Option unterschreiben, sonst müsste er das Internat verlassen. Der Schulbesuch wäre allerdings auch ausländischen Jugendlichen möglich.
Nach Abschluss des Technikums war Günter Donder Dreher, Schlosser-, Mechaniker, Technischer Zeichner, auch Schmied, aber ohne praktische Erfahrung in einem Betrieb. Nach einem weiteren Jahr hätte er Abitur machen und dann studieren können.
Inzwischen landete er aber bei einem Projekt für Boden-Untersuchungen. Und dann rief das Militär zur Musterungskommission. Es folgten zwei Jahren Militärdienst in Mohrungen. Er war in dieser Zeit nicht einmal befördert worden, nicht einmal zum Oberschützen.
Er blieb als Zeitsoldat in Mohrungen.
Schon 1947 hatte er Edith Kania aus Goldenau kennengelernt.
Am 19. April 1954 wurde geheiratete. Edith brach nach zwei Semestern ihr Studium ab und zog nach Mohrungen.
Im September 1955 wurde Sohn Karl-Heinz geboren, der mit drei Wochen zwei Nächte nach der Taufe stirbt. Im August 1956 wurde Sohn Manfred geboren.
Die Familie hatte sich in Mohrungen eingerichtet, wollte aber nicht in Polen bleiben. Im Juli 1958 wurde der Ausreiseantrag genehmigt. Donders fanden in Köln eine neue Heimat. Günter. Donder arbeitete bei Ford in Köln.
Günter Donder lebt in Köln, Frau Edith ist vor einiger Zeit verstorben. Die Buch-Interpretin lernte die Eheleute in Köln durch ihre dort lebende Freundin kennen.
Renate John hatte einen Text von Wilhelm Busch mitgebracht, Brunhild Ehlers erfreute jeden mit einem Tulpensträußchen. So ging ein ausgefüllter Nachmittag zu Ende.
Gisela Brauer