04.02.2026

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Folge 33-23 vom 18. August 2023 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 33-23 vom 18. August 2023

Leserforum

Schöne Erinnerung

Zu: Ort der Erholung und Bildung (Nr. 31)

Nach dem Mauerfall war ich mit meinem Sohn in Königsberg, um ihm unter anderem die Heimat seiner Oma in der Hufenallee zu zeigen. Der Zoo war damals nicht so gut beschaffen. Dafür freue ich mich jetzt über ihren positiven Beitrag. Danke vielmals!

Karl Gläser, Berlin






Ein Mythos wird relativiert

Zu: Die „heiße“ Schlacht bei Tannenberg (Nr. 31)

Es wäre vielleicht für den Bericht über die heutigen Ereignisse der „heißen“ Schlacht bei Tannenberg bedeutsamer und verdienstvoller gewesen, auch auf die historischen Umstände und den zeitgenössischen Kontext hinzuweisen, in dem diese Schlacht stattgefunden hat. Denn auf dem historischen Hintergrund des Jahres 1410 relativiert sich der Versuch der Polen, die Schlacht von 1410 als größtes Ereignis des Spätmittelalters und als unvergängliche militärische Leistung des polnischen Königs darzustellen. 

Die geschichtliche Wirklichkeit war komplexer und ambivalenter: Wenn auch der Deutsche Orden in Ostmitteleuropa den „modernsten Staat“ des Mittelalters geschaffen hatte und verwaltete, so stand ihm doch seit 1386 die polnisch-litauische Union als neue Großmacht in Osteuropa gegenüber. Es ging um politische Macht im Ostseeraum, wirtschaftlichen Reichtum und religiösen Einfluss in Osteuropa (Litauen und Russland).

Die Unzufriedenheit der deutschen Städte im Herrschaftsbereich des Deutschen Ordens (Danzig, Elbing, Thorn etc.) – es ging um die Steuern – bewog den polnischen König, diesen bei den Steuern entgegenzukommen. Daraufhin waren die deutschen Städte bereit, dem polnischen König viel Geld zur Verfügung zu stellen, um damit sein Heer aufrüsten zu können. Der polnische König „kaufte“ mit diesem Geld asiatische Söldner, die zusammen mit den polnischen Rittern das Ordensheer schlugen, was nicht außergewöhnlich war, denn im Spätmittelalter hatte sich das Heerwesen weiterentwickelt: Immer wieder schlugen Söldnerheere die „alten“ Ritterheere (so etwa 1302 die „Sporenschlacht“ bei Kortrijk oder 1477 die Schlacht bei Nancy).

Fast zur gleichen Zeit hatte der Jurist Paulus Vladimiri mit einer juristischen Untersuchung versucht, dem Deutschen Orden beim Papst und Kaiser sein politisches und historisches Existenzrecht zu bestreiten. Er hatte keinen Erfolg, aber sein Ansinnen wurde im 19. und 20. Jahrhundert von den Polen mit der These von den „alten polnischen Gebieten“ Ostdeutschlands wieder aufgenommen.

Klaus Fleischmann, Kaarst






Freiheit für Südtirol

Zur Kolumne: Was vom Faschismus blieb (NR. 30)

Die Kolumne hat mich sehr bewegt. Mein Großvater mütterlicherseits war Südtiroler, er musste seine Heimat 1945 verlassen, da er Optant war. Dieser Schmerz über die verlorene Heimat ist nie aus unserer Familie gewichen. Er ist bis heute präsent. Es gibt keinen Ersatz für eine verlorene Heimat; es kann ihn nicht geben. Das werden viele Leser Ihrer Zeitung bestätigen können. Es war ein Beweggrund für mich, Ihre Zeitung zu abonnieren, um den Verlust der Heimat meiner Familie mit anderen teilen zu können, ihn so auch zu verarbeiten. 

Auch wenn die meisten Deutschen dafür Richtung Osten blicken müssen, so sind meine Augen eben nach Süden orientiert. All diese Schikanen, die der italienische Staat Südtirol bis heute auferlegt, sind Zeichen des Kolonialismus, des Menschheitsverbrechens wider die Selbstbestimmung der Völker. Bis heute gibt es keine demokratisch legitimierte Möglichkeit für uns Südtiroler, unsere Heimat in eine selbstbestimmte Zukunft zu führen. Ein Skandal, wenn man bedenkt, welche hohen moralischen Standards die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihr Eigen nennt. 

Ich selbst wohne in Oberbayern und bin Mitglied der Süd-Tiroler Freiheit. Ich bin 43 Jahre alt und ich werde niemals aufhören, für das Selbstbestimmungsrecht meiner Heimat die Stimme zu erheben. 

Alexander Müller, Markt Schwaben 






Eine schlimme Vorstufe

Zu: Einseitig gegen Rechts­extreme (Nr. 31) und: Reisefreiheit eingeschränkt (Nr. 31)

Nicht nur die derzeitige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus (Grüne), ignoriert die Gefahr von links. Das haben viele Politiker vor ihr auch schon getan, genauso wie große Teile der Bevölkerung. Hier zeigt sich, wie sehr sich viele Bürger beeinflussen lassen. 

Außerdem muss bezweifelt werden, dass dieses Ministerium die richtige Anlaufstelle ist, die für die Eindämmung des Antisemitismus, Rechtsextremismus, Rassismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit und der Homo- beziehungsweise Transfeindlichkeit zuständig ist. Das gilt auch für die Erleichterung der „Passversagung bei Teilnahme an ausländischen Veranstaltungen, deren Inhalte im Widerspruch zu den Grundsätzen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes stehen“. Wer soll das denn immer ernsthaft prüfen können?

Wieso wird ignoriert, dass ausländische Veranstalter in Deutschland Veranstaltungen durchführen, die gegen Demokratie und gegen das Grundgesetz verstoßen? Hier werden auch kriminelle Handlungen vorbereitet, und das mit Unterstützung und persönlicher Anwesenheit eines ausländischen Staatsoberhauptes. 

Ist das möglicherweise eine Vorstufe zu weiteren Einschränkungen der Reisefreiheit? Es wäre wünschenswert, wenn unsere Politiker auch an anderer Stelle ähnliche Ideen entwickeln würden.

Heinz-Peter Kröske, Hameln






Wichtiger Unterschied

Zu: Einer der Letzten seiner Art (Nr. 31)

Im Nachruf auf Martin Walser heißt es, dass dessen Jahrgangsgenosse Günter Grass „Ex-Mitglied der Waffen-SS“ gewesen sei. Dieser Fehler wird leider häufig gemacht. Grass wurde am 10.11.1944 zur 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ einberufen und als Ladeschütze ausgebildet. „Mitglied“ hätte er nur in der politischen Organisation der Allgemeinen SS, der sogenannten „Schwarzen SS“ werden können, bei der ihm eine SS-Nummer – analog zur Parteimitgliedsnummer in der NSDAP – zugewiesen worden wäre. Grass war jedoch kein „Mitglied“, sondern Soldat der Waffen-SS. Diese Unterscheidung sollte man schon machen.

Peter Hild, Mittelherwigsdorf






Gut informierte Katze

Zu: Spiegeleier für den Kater (Nr. 31)

Eine Bereicherung sind mir die politischen und historischen Berichte in Ihrer Wochenzeitung, eine Freude zudem Artikel wie jener zum Weltkatzentag am 8. August. Als vorbeugende Maßnahme gegen Demenz bei Katzen empfehle ich diesen die Lektüre der PAZ, so wie bei meinem Felix (siehe Foto). Er ist stets bestens informiert und hat, neben Fressen und Schlaf, eine sinnvolle Betätigung, die ihn geistig fit hält.

Jörg Koch, Worms


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