04.02.2026

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Folge 34-23 vom 25. August 2023 / Königsberg / Höhere Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel / Die Inflation macht sich im Alltag bemerkbar – Stadt hofft auf Stabilisierung der Verkehrsbetriebe

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-23 vom 25. August 2023

Königsberg
Höhere Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel
Die Inflation macht sich im Alltag bemerkbar – Stadt hofft auf Stabilisierung der Verkehrsbetriebe
Jurij Tschernyschew

Eine große Zahl von Einwohnern des Königsberger Gebiets nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Straßenbahnen, Oberleitungsbusse, Busse und Minibusse sind von morgens bis abends auch auf den Straßen der Pregelmetropole unterwegs und befördern Zehntausende von Fahrgästen.

Die Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel sind ein fester Bestandteil des Budgets vieler Bürger, sodass die Nachricht, dass die Preise für Fahrkarten erheblich steigen werden, für Unmut sorgt.

Ab dem 1. Juli wurden im gesamten Königsberger Gebiet die Fahrpreise für Busse und Bahnen erhöht. Das letzte Mal fand eine Erhöhung im Jahr 2020 statt. Innerhalb von drei Jahren sind die Kraftstoffkosten um etwa 20 Prozent und die Preise für Ersatzteile aufgrund der Sanktionen um 60 Prozent gestiegen, sodass die Stadtverwaltung eine Erhöhung der Fahrpreise für gerechtfertigt hält. Die Behörde hofft, dass die Verkehrsunternehmen nun in der Lage sein werden, ihre Busflotte schneller zu erneuern und die Gehälter der Fahrer zu erhöhen. Bei der Erhöhung der Fahrpreise gibt es jedoch erhebliche Unterschiede, abhängig davon, welche Zahlart der Nutzer gewählt hat. Es gibt drei Möglichkeiten, den Fahrpreis zu bezahlen: mit der Sonderkarte „Volna Baltika“, einer Bankkarte oder in bar.

Für Inhaber der Karte „Volna Baltika“ steigt der Fahrpreis nur gering auf umgerechnet rund 30 Euro-Cent. Bei Barzahlung macht sich die Erhöhung am deutlichsten bemerkbar, was mit Absicht geschehen ist, um die Bürger zu ermutigen, zur bargeldlosen Zahlung überzugehen. Dies senkt die Kosten der Beförderer und ermöglicht eine möglichst genaue Verfolgung der Passagierbewegungen. 

Darüber hinaus vermuten die Behörden, dass private Beförderungsunternehmen bis zu 30 Prozent ihrer Bareinnahmen nicht steuerlich melden. Nach Berechnungen der Stadtverwaltung zahlen etwa 50 Prozent der Nutzer die öffentlichen Verkehrsmittel immer noch in bar. Weitere etwa 30 Prozent verwenden Bankkarten. Und nur etwa 20 Prozent haben zur „Volna Baltika“ gewechselt. Für Kinder und Rentner wurden die Tarife nicht erhöht. Kinder können nach wie vor für umgerechnet 15 Cent fahren, Rentner können Monatskarten für umgerechnet drei Euro erwerben. 



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