Der Buwelno-See/Martinshagener See [Jezioro Buwełno] ist ein langgestreckter von Süden nach Norden verlaufender See in Ostpreußen, der nordwestlich der Stadt Arys [Orzysz], Kreis Johannisburg [Pisz] liegt.
Der See liegt 117 Meter über dem Meeresspiegel und umfasst eine Fläche von 360 Hektar. Er hat eine maximale Tiefe von 49,10 Metern, eine Breite von 700 Metern und eine Länge von 8,8 Kilometern. Die Länge seiner Küstenlinie beträgt 20,725 Kilometer. In dem Angelgewässer können Zander, Felchen, Hechte und Aale gefangen werden.
Der See liegt zwischen Wiesen und Feldern. Im Norden verbindet den See ein kleiner Bach mit dem Hessen-See [Jezioro Wojnowo], der wiederum mit dem Löwentin-See [Niegocin] verbunden ist.
Im südlichen Teil besteht eine Kanalverbindung zum Ublick-See. Das Dorf Czierspienten/Seehöhe [Cierzpięty] liegt am Südufer, im Westen Martinshagen [Marcinowa Wola]. Etwa einen Kilometer westlich des Sees befindet sich das Naturschutzgebiet Nietlitzer Bruch [Bagna Nietlickie].
In der Zwischenkriegszeit gab es Pläne, den Martinshagener See mit dem zwei Kilometer entfernten Türkle-See [Tyrkło] mit einem Kanal zu verbinden, der die Schifffahrt zwischen diesen Seen und dem Spirding-See [Śniardwy] und über die Kanäle mit dem Nikolaiken-See [Jezioro Mikołajskie], dem Talter Gewässer [Tałty] und weiter bis Rhein [Ryn] und Lötzen [Giżycko] ermöglicht hätte.
„Masurische Schleife“ in der Planung
Vor wenigen Jahren brachte Zbigniew Włodkowski, Mitglied des Sejm von 2005 bis 2007 und 2011 bis 2014, stellvertretender Minister für Nationale Bildung von 2007 bis 2011 und seit 2014 Bürgermeister von Arys diese Idee erneut zur Sprache. Die neue Wasserstraße mit der Bezeichnung „Masurische Schleife“ soll den Hauptverkehrsweg über die vorgenannten Seen entlasten. Dabei wurde auch ein zwischen den Seen liegender etwa 60 Meter hoher Hügel angesprochen, der mit einem 300 bis 700 Meter langen Tunnel unterquert werden solle. Wegen einer Bausumme von umgerechnet etwa 67 Millionen Euro allein für den Tunnel wurde dieses Projekt aber nicht weiter verfolgt.
mef
Weitere Informationen https://inzynieria.com/geoinzynieria/projekty/46555,mazury-tunele-polacza-jeziora-tyrklo-i-buwelnostern