Fehler macht jeder mal, aber aus Fehlern sollte man lernen, heißt es. Ja, man sollte, man muss aber nicht, wie Gunnar Schupelius in der Berliner „B.Z.“ anhand des Berliner Flughafens BER aufdeckte. Dort waren zweimal Klimaextremisten aufs Rollfeld gelangt. Sie mussten bloß den Zaun aufschneiden, wofür lediglich der Einsatz eines handelsüblichen Bolzenschneiders nötig war. Schupelius wollte vom Flughafen wissen, ob man aus der Erfahrung gelernt, also die Absperrung verbessert habe und beispielsweise den Einbau eines Zauns plane, den man nicht durchschneiden kann. Das ist offenbar nicht der Fall. Ein Flughafensprecher habe ihm stattdessen geantwortet: „Der Flughafenzaun erfüllt alle nationalen und internationalen Anforderungen.“ Das unzulässige Eindringen der Klimakleber sei aber von allen zuständigen Stellen „analysiert“ worden. Mit welchem Ergebnis, fragte Schupelius. Antwort: „Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen BER erfüllen alle nationalen und internationalen Anforderungen (….).“ H.H.