24.03.2026

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Folge 36-23 vom 08. September 2023 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 36-23 vom 08. September 2023

Meldungen

„Energy Port“ in Schutzgebiet

Bremen – Das Land Bremen plant für den südlichen Fischereihafen in Bremerhaven einen sogenannten Energy Port. Angeschlossen an die neue Hafenanlage ist laut Plan ein 250 Hektar großes Industrie-Gewerbegebiet für verschiedene Nutzungsformen „im Sinne der Energiewende“: Lithium- und Batterieproduktion, Umschlag und Lagerung von Komponenten für Offshore-Windparks, Forschung und Entwicklung für die H₂-Produktion, Fertigung von „klimaneutral angetriebenen“ Nutzfahrzeugen, Brennstoffzellenfertigung, Import- und Exportangebote. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hob die Bedeutung des Energy Ports für das Gelingen der Energiewende hervor. Der Umweltverband BUND lehnt das Vorhaben aus demselben Grund ab wie zuvor den gescheiterten Offshore Terminal, gegen den der Verband erfolgreich geklagt hatte. Es handele sich um einen Eingriff in das FFH-Schutzgebiet Weser bei Bremerhaven, das wertvollste Schutzgebiet an der Unter­weser.D.J.





Sparer lösen Rücklagen auf

Berlin – Trotz steigender Zinsen ist das Sparvolumen in Deutschland im Vergleich zum Sommer 2022 um zwei Prozent beziehungsweise 50 Milliarden Euro zurückgegangen. Das resultiert nach Angaben von Vertretern der insgesamt 354 Geldinstitute hierzulande vor allem aus drei Faktoren: So gebe es eine Gruppe von Menschen, deren Konsumlust trotz der galoppierenden Inflation zugenommen hat. Dann zog fast jeder zehnte Kunde Rücklagen für die Altersvorsorge ab, weil er mit den Zinsen unzufrieden war. Und schließlich verwendete die knappe Hälfte der Sparer einen Teil des angesammelten Geldes zur Deckung von Alltagsausgaben. Laut dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis, könnte der Trend zum „Entsparen“ anhalten, weil perspektivisch um die 60 Prozent aller Menschen in Deutschland „nicht mehr sparfähig“ sein werden. W.K.





Aldi verlässt Dänemark

Kopenhagen – Ende 2023 wird der letzte Aldi-Laden in Dänemark schließen. 1977 eröffnete die Kette ihre erste Verkaufsstelle in dem Land. Die bis dahin recht teuren dänischen Einzelhändler mussten ihre Preise daraufhin nach unten anpassen. Dem Beispiel folgend etablierten sich auch Lidl und Netto in Dänemark. Schon seit einigen Jahren machte Aldi Dänemark Verluste. 2022 schlug ein Minus von 46 Millionen Euro zu Buche. Den größten Teil der Läden übernimmt der norwegische Konkurrent Rema 1000, der auch rund 1600 der etwa 2600 Mitarbeiter weiterbeschäftigen will. Neben Rema 1000 übernimmt die Salling-Gruppe elf, Lidl vier und Coop eine Aldi-Filiale. Insidern zufolge hatte in den vergangenen Jahren die Qualität des Warenangebotes von Aldi in Dänemark nachgelassen. Große Hoffnungen setzt die Kette nun in den wachsenden Markt Polen.F.B.