Liebe in der Semperoper
Die Bürger Dresdens sind Anfang des Jahres 1841 hocherfreut. Endlich kann das neue Gebäude der Semperoper eingeweiht werden. Unter den Begeisterten befindet sich auch Elise Spielmann, die vorzüglich Violine spielt. Unterrichtet hat sie kein geringerer als ihr Vater, ein talentierter Berufsgeiger mit Ambitionen, in die Königliche Kapelle aufgenommen zu werden.
Leider ziemt es sich für eine junge Dame aus gutem Hause nicht, ein Instrument in die Hand zu nehmen. Ein Auftritt in einem Orchester wäre unvorstellbar. Elise ist sich im Klaren darüber, dass ihre Musikleidenschaft keine Zukunft haben wird, sobald sie den viel älteren Hofkompositeur Adam Jacobi geehelicht hat. Ihre Eltern haben diese Ehe arrangiert, und Jacobis Einfluss könnte dafür sorgen, dass der Vater die angestrebte Stelle in der Königlichen Kapelle bekommt. Jacobis Schwester, eine alte und bissige Jungfer, wird ebenfalls im Haushalt anwesend sein. Elise verdrängt lieber den Gedanken an ihre düstere Zukunft. Beim Besuch der Oper „Freischütz“ lernt sie den mittellosen Kulissenmaler Christian kennen. Er geht ihr nicht aus dem Kopf, und auch er kann nur noch an Elise denken.
Die Historikerin Anne Stern hat mit „Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“ einen Roman für Musikliebhaber und Menschen mit einem Faible für deutsche Geschichte geschrieben. Sie erzählt im Besonderen über die damaligen Geschlechterrollen, die Frauen aufgezwungen wurden.A. Selke
Anne Stern: „Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie“, Rowohlt Verlag, Hamburg 2023, Taschenbuch, 379 Seiten, 17 Euro
Positive Denkanstöße
Der farbenfrohe Kalender „Luft nach oben 2024“ lässt sich wegen der kräftigen Aufstellpappe wunderbar auf einen Schreibtisch stellen. Er hat 52 Seiten, also für jede Woche und vor allem für jeden Sonntag ein Blatt, denn er heißt zusätzlich noch „Der Sonntagskalender 2024“. Zwölf Seiten sind als Postkarten auf härterem Papier im Längsformat gestaltet. Die Fotos und Bilder sind fröhlich und aufmunternd. Die Sprüche leicht und locker, aber manchmal auch schwer nachvollziehbar. Doch es sind auf jeden Fall positive Denkanstöße.
Matthias Lemme, Pastor in Hamburg-Ottensen, und Susanne Niemeyer schreiben, wie sie selber glauben: lebensnah und echt. Zusammen mit ausgewählten christlichen Texten und Bibelversen ergeben sich neue Perspektiven. Niemeyer, Jahrgang 1972, ebenfalls aus Hamburg-Ottensen, hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht und schreibt Geschichten über Gott und die Welt. A.S.
Matthias Lemme/Susanne Niemeyer: „Luft nach oben. Kalender 2024“, edition chrismon, Tischkalender, Spiralbindung, 52 Seiten, 19,90 Euro


