Während der Corona-Zeit galt Schweden als Gegenentwurf zu den Ländern, die auf strenge Regeln wie Lockdowns setzten. Das US-amerikanische Cato Institute hat nun die Übersterblichkeit während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 in zahlreichen europäischen Ländern verglichen. Die Schweizer „Weltwoche“ hat die Zahlen veröffentlicht: Danach lag die Übersterblichkeit im europäischen Durchschnitt bei 11,1 Prozent. Deutschland schnitt mit 8,6 Prozent sogar etwas besser ab. Spitzenreiter mit der geringsten Übersterblichkeit in ganz Europa aber wurde – Schweden. Dort starben 4,4 Prozent mehr Menschen, als im langjährigen Vergleich zu erwarten gewesen wäre. Bei allen Zahlen ist zu bedenken, dass es sich beinahe durchweg um sehr alte oder stark vorerkrankte Menschen handelte. Dessen ungeachtet gibt der Vergleich mit Schweden vielleicht einen Hinweis darauf, warum die Verantwortlichen in Deutschland einer gründlichen Untersuchung der Wirksamkeit ihrer Corona-Maßnahmen so reserviert gegenüber stehen.H.H.


