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Folge 37-23 vom 15. September 2023 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 37-23 vom 15. September 2023

Leserforum

Zeuge früherer Schönheit

Zu: Berlins ältester Platz kehrt zurück (Nr. 35)

Vielen Dank für den Bericht über die geplante Wiederherstellung des Molkenmarkts in Berlin. Es gehört viel Phantasie dazu, um sich vorzustellen, wie auf der heutigen Verkehrsbrache mal wieder so etwas wie der historische Molkenmarkt entstehen soll. Vielleicht können Gemälde wie das vom Berliner Maler Gerhard Graf (1883–1958) Anregungen für die Rekonstruktion geben. Graf, der in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts als „Der deutsche Städtemaler“ in Berlin sehr bekannt war, ist einer der wenigen Vertreter der Architekturmalerei. Seine Bilder im Stil des gemäßigten deutschen Impressionismus sind anschauliche Zeugen der Schönheit der deutschen Städte vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Die Rückbesinnung Berlins auf diese Stadtgestalt ist sehr zu begrüßen.

Nicht weit vom Molkenmarkt entfernt, am Übergang der Leipziger in die Gertraudenstraße, erinnert nur noch die Bezeichnung einer U-Bahn-Station an einen ebenso wunderschönen alten Berliner Platz, den Spittelmarkt, an dessen Stelle sich heute ebenfalls nur noch eine Verkehrswüste befindet. Auch dieser Platz wurde von Graf sehr schön dokumentiert.

Dr. Hansjürgen Bals, Werder 






Was würde Aiwanger sagen?

Zu: Eine deutsche Affäre (Nr. 36)

Die Kampagne gegen Hubert Aiwanger, losgetreten von einem linken Lehrer, ist ohne Zweifel ein Bubenstück aus der parteipolitischen Trickkiste, das schon so oft in unserm Land gespielt worden ist. Ich erinnere mich dabei an den Rücktritt des Bremer Bausenators Hans Stefan Seifriz (SPD) im Jahre 1979.

Seifriz hatte als 16- oder 17-jähriger Hitlerjunge während des Krieges zeitgemäße Texte veröffentlicht. Nach 35 Jahren wurden diese Texte wieder ausgegraben, von der CDU mit Schützenhilfe einer Zeitung der Öffentlichkeit präsentiert, und zwar termingerecht vor der Bremer Bürgerschaftswahl. Also im Grunde dasselbe Muster wie aktuell im Fall Aiwanger.

Eine Kampagne wie gegen Aiwanger wird natürlich von dem üblichen Ritual begleitet: Politiker, „Qualitätsjournalisten“, Vorsitzende, Generalsekretäre, Präsidenten und Beauftragte liefern postwendend moralgeschwängerte und empörungsgeladene Kommentare oder fordern „vollständige Aufklärung“ wie in der Tat der vergessliche ehemalige Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz. Nur: Um Moral geht es ja gerade nicht, sondern darum, welchen parteipolitischen Profit man auch aus Hitlerjungen- oder Schülertorheiten ziehen kann.

Nun ist Aiwanger natürlich selbst Angehöriger unserer politischen Klasse. Deshalb würde es mich schon interessieren, wie er sich verhalten und welchen Kommentar er geliefert hätte, wenn die Angriffe nicht ihm, sondern einem politischen Konkurrenten gegolten hätten. Aiwangers Antwort hätte ich zu gerne gehört.

Edelbert Breu, Sulzbach-Rosenberg






unkluge Entscheidungen

Zu: „Über Sieg und Niederlage entscheiden nicht die Waffen“ (Nr. 35)

Von Beginn an ist von politischer Seite der Ukrainekrieg im Schwerpunkt unter dem Blickwinkel der Lieferung von Waffen betrachtet worden, die den Sieg über Russland bringen sollten. Angela Merkel hat nach dem Ende ihrer Dienstzeit zugegeben, dass die Minsk-Verträge geschlossen wurden, um Zeit für die Aufrüstung der Ukraine zu gewinnen. Vor dem Hintergrund des 2014 auf dem Maijdan herbeigeführten Regierungswechsels und der damit langfristig angestrebten NATO-Mitgliedschaft der Ukraine war das eine zutiefst moralisch verwerfliche und unkluge Entscheidung. 

General Kujat hat in größtmöglicher Offenheit die militärische Situation und den Stand der politischen Entscheidungen analysiert. Seine klare Diagnose, die nicht durch Mainstream-Nebelkerzen beeinflussbar ist, weist auf einen nicht erringbaren Sieg beider Seiten hin. Er beleuchtet die Auswirkungen des hohen Blutzolls (die jüngste Einschätzung der verwundeten und getöteten ukrainischen Soldaten liegt bei 400.000), den die Ukraine für eine weitere militärische Auseinandersetzung bringt und damit schon niemals zu den Gewinnern gehören kann. 

Ferner sieht er deutlich die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts, wenn die Europäer hochmoderne Waffen (Kampfjets und Marschflugkörper) aus US-Produktion liefern, wobei sich die Amerikaner als Drahtzieher des Konflikts hinter der europäischen Politik feigenblattmäßig im Hintergrund halten. Dass Verhandlungsergebnisse erzielt werden könnten, belegt er mit den Verhandlungen, die im März 2022 zwischen den Kriegsparteien geführt worden sind (deren Ergebnis aufgrund der Intervention des englischen Premiers jedoch unterminiert wurden). 

Unbeschadet des weiteren Ausgangs dieses Bruderkrieges müsste, folgte man dem gesunden Menschenverstand dieses zweifelsfrei klugen Militärs, auch jeder in der Verantwortung stehende Politiker auf die Idee kommen, dass hier nur der Verhandlungsweg ein Ausweg aus der verfahrenen Situation sein kann und dass das Sterben einer ganzen Generation nur so zu verhindern ist. 

Öfter wurde der Ruf nach Deutschland als europäischer Führungsmacht laut. In Berlin wird heutzutage allerdings nur von einer Zeitenwende schwadroniert und mit herbeiphantasiertem Sondervermögen für militärische Zwecke potemkinsche Dörfer aufgebaut. Es fehlt uns in der bundesdeutschen Politik ein „General“ vom Format eines Herrn Kujat, eine über den Tellerrand schauende Persönlichkeit, die Alternativen zu den unseligen Waffenlieferungen formulieren kann. 

Ob wir mit einem Kanzler, der wahrscheinlich schon vergessen hat, dass ihm die wirtschaftliche Lebensader (Nordstream) weggesprengt wurde, und mit einer Regierungsmannschaft, die sich fern jeglicher Realität lieber in Gender- und Klimafragen austobt, einen Beitrag zu einem europäischen Frieden leisten können, darf herzlich bezweifelt werden.

Rudolf Neumann, Torsås/Schweden






Kaum nachhaltige Anlagen

Zu: NRW-Landtag schafft Mindestabstand ab (Nr. 35)

Als laienhafter, aber wahrhaftiger Zeitzeuge des Windparks „Jüterbog Ost“ möchte ich auf den Flächenbedarf einer bei uns um 2015 im Wald errichteten Windkraftanlage (WKA) eingehen. Diese dort errichteten Windräder haben eine Nabenhöhe von 112 Metern und wurden teils im Wald errichtet. Pro WKA wurde dazu eine Fläche von einem Hektar im Kahlschlag abgeholzt, die als Montage- und Lagerfläche benötigt wird. Dazu kommt je WKA minimal ein gleichartig großer Flächenanteil für freigeschlagene, sechs Meter breite, dauerhaft bleibende Zufahrtswege.

Bei der Montage- und Lagerfläche wird von der Politik so getan, als ob sofort nach einer WKA-Errichtung wieder Wald durch Wiederaufforstung vorhanden wäre. Wenn überhaupt eine sofortige Wiederaufforstung erfolgt, dann dauert es weitere 20 Jahre, ehe man überhaupt wieder von Wald sprechen kann.

Bei den heutigen extrem großen Nabenhöhen wird sich der Montage- und Lagerflächenbedarf um einiges erhöhen.

Karlheinz Niendorf, Jüterbog 






Lasst ihn hängen!

Zu: Stolze 86 Anklagepunkte sollen Donald Trump zur Strecke bringen (Nr. 35)

Es ist auffällig, dass alle Staatsanwälte, Richter und Justizminister Frauen der Demokraten sind. Was hat der Donald diesen Frauen angetan, dass sie ihn hängen sehen wollen? Die USA sind noch schlimmer dran als Deutschland mit seinen „politischen Frauen“.

Michael Holz, Boquete


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