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Folge 38-23 vom 22. September 2023 / Sanktionen / Drei russische Häfen boomen / Konzentration auf Handel mit dem Osten – Rekord-Handelsumsatz mit China

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-23 vom 22. September 2023

Sanktionen
Drei russische Häfen boomen
Konzentration auf Handel mit dem Osten – Rekord-Handelsumsatz mit China
Manuela Rosenthal-Kappi

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IFW) vermeldet, dass eine Statistik vom August zeige, dass Russland sich kräftig gegen die Sanktionen stemme und sich wieder rege am Welthandel beteilige. In den drei größten russischen Containerhäfen St. Petersburg, Wladiwostok und Noworossijsk blühe das Geschäft wieder, und die Zahlen bewegten sich annähernd auf dem gleichen Niveau wie vor dem Beginn des Ukrainekriegs. 

Während Deutschland und die EU als Partner weitgehend weggefallen sind, konnte Russland andere für sich gewinnen. Hauptempfänger russischer Exporte ist China, das auch schon zuvor zweitwichtigster Handelspartner Moskaus war. Im im vergangenen Monat wuchsen die russischen Exporte ins Reich der Mitte stärker denn je. Laut Bloomberg gingen die Lieferungen im August 2023 um 63 Prozent nach oben. China kaufte Waren im Wert von 11,5 Millionen US-Dollar, darunter Energie und Rohstoffe. Der Gesamthandel mit China lag im vergangenen Jahr bei 190 Milliarden Dollar, bis August dieses Jahres waren bereits 155 Milliarden Dollar erreicht.

China und Indien im Fokus

China erhält aus Russland mittlerweile 83 Prozent mehr Waren (gemessen am Wert in Dollar) als vor dem Ukrainekrieg. Als weiterer wichtiger Handelspartner rückt Indien auf. Russland konnte seine Lieferungen dorthin mehr als versechsfachen, und in die Türkei liefert Russland mehr als 160 Prozent mehr an Warenwert als vor der Invasion in die Ukraine.

Für die Widerstandskraft gegen westliche Sanktionen sind unter anderem eine florierende Rüstungsindustrie sowie hohe Ölpreise verantwortlich. Indien bezieht zwölfmal so viel Rohöl aus Russland wie im Vorjahr. Laut russischen Experten könnte Indien in Zukunft eine Schlüsselrolle als Vermittler zwischen Erste-Welt-Staaten und den Entwicklungsländern zufallen. Dies habe der zurückliegende G20-Gipfel gezeigt. Während die Kluft zwischen dem Westen auf der einen sowie China und Russland unüberbrückbar war, sei Indiens Staatschef Narendra Modi überzeugend nicht nur als Führer eines Teilnehmerlandes, sondern des gesamten Globalen Südens in Erscheinung getreten. 

Russlands Resilienz steht im Widerspruch zur Behauptung der EU, dass die Sanktionen Wirkung zeigten. Laut Zahlen aus Brüssel schrumpfte die russische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent, wobei vor allem der Hochtechnologiesektor starke Verluste verzeichnete. Die Produktion von Autos ging laut EU im vergangenen Jahr um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, die Produktion von Computern, Elektronik und Optik sank um acht Prozent. Für kommendes Jahr rechnet die OECD mit einem weiteren Rückgang der russischen Wirtschaft von 2,5 Prozent. Das macht sie fest an Haushaltskürzungen für Schulen, Krankenhäuser und Schulen. Fast ein Drittel des Haushalts gibt Russland für Verteidigung und Innere Sicherheit aus. Solche Zahlen kontert Moskau mit dem Hinweis, dass es allein im August 17,1 Milliarden Dollar mit dem Ölexport nach Indien und China eingenommen habe. 



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