Uranpreise steigen stark
Berlin – Der Preis für das aufbereitete Uranerzkonzentrat Yellowcake, aus dem die Brennelemente für Kernreaktoren hergestellt werden, ist seit Jahresbeginn um rund ein Drittel gestiegen. Der größte Sprung erfolgte im August. Damit liegt der Preis auf dem Niveau der Zeit vor der Katastrophe von Fukushima, die zu einer teilweisen Abwendung von der Nuklearenergieerzeugung geführt hatte. Es gibt mehrere Gründe für die Verteuerung: Zum Ersten wuchs die Nachfrage seitens der Kernkraftwerksbetreiber und zum Zweiten wurde die Förderung in den letzten Jahren zurückgefahren. Hinzu kommt der Putsch im Niger, denn das Land deckte bisher ein Viertel des europäischen Uranbedarfs. Darüber hinaus drohen Sanktionen gegen die russische Uranindustrie, welche auf dem globalen Markt ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Der steigende Uranpreis könnte bald auch die Kosten für Atomstrom in die Höhe treiben.W.K.
Reue über E-Auto-Kauf
Berlin – Gemäß einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Berliner Softwareunternehmens Monta, das technische Lösungen für Elektrofahrzeug-Ladestationen anbietet, bereuen mittlerweile 53 Prozent der deutschen Käufer von E-Autos ihre Entscheidung. Die Antworten decken sich mit den Aussagen von Elektroauto-Besitzern in anderen europäischen Ländern: In Frankreich liegt die Quote der Unzufriedenen bei 54 Prozent. Als wichtigsten Grund für ihre Frustration über den Erwerb nannten die Befragten mehrheitlich die laufenden Kosten, die deutlich höher seien als erwartet, was vor allem aus den stark gestiegenen Strompreisen resultiere. Laut dem Verantwortlichen für das operative Geschäft bei Monta, Max Scherer, seien allerdings nur die Ladevorgänge im öffentlichen Bereich teuer, während die Benutzer von privaten Ladestationen noch vergleichsweise günstig davonkämen.W.K.
VW stellt Produktion ein
Dresden – Wie die Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“ und andere Blätter meldeten, plant der Volkswagenkonzern offenbar die Einstellung der Fahrzeugproduktion in seiner Gläsernen Manufaktur in Dresden. Allerdings solle der Standort zunächst bestehen bleiben – die rund 300 Mitarbeiter würden andere Aufgaben bekommen. Der Hauptgrund für die Entscheidung dürften die gravierenden Absatzprobleme bei Elektroautomobilen sein. Die im März 2002 eröffnete Gläserne Manufaktur ist eine von drei Fertigungsstätten der Volkswagen Sachsen GmbH und dient derzeit noch als sogenanntes Center of Future Mobility (Zentrum künftiger Mobilität). Bis 2016 wurden hier Oberklasse-Limousinen der Typen VW Phaeton und Bentley Continental Flying Spur montiert. Ab 2017 begann die Produktion der Elektro-Pkw VW e-Golf und VW ID.3. Der Volkswagenkonzern hat die Presseberichte bislang weder dementiert noch bestätigt.W.K.


