04.02.2026

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Folge 42-23 vom 20. Oktober 2023 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 42-23 vom 20. Oktober 2023

Leserforum

Eine Pflichtlektüre

Zu: Als Armenien Sowjet­republik wurde (Nr. 40)

Ihr Artikel zur Geschichte der Armenier in den vergangenen 120 bis 150 Jahren erscheint mir besonders dankenswert im Sinne der Aufklärung zumindest Ihrer Leser. Was es tatsächlich mit dem Genozid an den Armeniern vor allem auch durch die „Jungtürken“ im ersten Weltkrieg auf sich hatte, wird ja sonst kaum publiziert oder diskutiert.

Ergänzend darf ich hier auf die literarische Verarbeitung eines Ereignisses zu Beginn der Todesmärsche in die Syrischen Wüsten von Franz Werfel hinweisen, der kaum 20 Jahre später in Syrien recherchierte und tief betroffen sein Werk „Die 40 Tage des Musa Dagh“ verfasste. Die Lektüre ist jedem empfohlen, der sich ein Bild machen will von den Völkermorden des 20. Jahrhunderts – nicht nur in Deutschland (einige Jahre später).

Dr. Wilfried Jacobi, Bad Sassendorf






von Maos China „lernen“

Zu: Die unselige Tradition der Kinderkreuzzüge (Nr. 40)

Höchstwahrscheinlich haben die Drahtzieher der „Klimaretter“-Bewegung von Maos Kulturrevolution gelernt. Nur mit dem Unterschied, das Erstere der ganzen Welt eine „woke“ Politik aufzwingen wollen, während Mao in China einen radikalen Sozialismus anstrebte. Die verheerenden Folgen sind bekannt. Trotzdem sollte man die Sache nicht zu einseitig sehen.

Immerhin waren die chinesischen Jugendlichen zu Maos Zeiten stolz, wenn sie eine Lehre als einfache Arbeiter antreten konnten. Genau diese Haltung fehlt heute in Deutschland weitgehend. Alles strebt nach Abitur und Studium. Produktive Arbeit und diejenigen die sie verrichten, erfahren zu wenig Achtung. 

Das Ergebnis ist, dass in Industrie und Handwerk die Arbeitskräfte fehlen, während andererseits die Jugend in den Universitäten mit „woken“ Irrlehren vergiftet wird. Um solche Fehlentwicklungen zu vermeiden, könnten wir schon von Maos China lernen, und zwar sowohl im positiven wie im negativen Sinn. Die Maoisten fielen nämlich in das entgegengesetzte Extrem, indem sie alle Intellektuellen bekämpften.

Günter Foerster, Bielefeld 






Ein Seltsames Wahlergebnis

Zu: Wider das Mehrheitsprinzip (Nr. 40)

Vielen Dank für die objektive Einschätzung des gegenwärtigen Politikprinzips in diesem Land! Da die Kolumne von einem Ergebnisbild der Bundestagswahl von 2021 begleitet wurde, möchte ich noch ergänzend darauf verweisen, dass jenes Ergebnis lediglich ein Ausdruck der damaligen verfälschten Wahlen ist.

Obwohl zur gleichen Zeit in Berlin Abgeordnetenwahlen zum Senat und Bundestagswahlen unter bekanntermaßen chaotischen Bedingungen einer Bananenrepublik stattfanden – und die Berlin-Wahl in diesem Jahr wiederholt werden musste –, blieb das Ergebnis der Bundestagswahl seltsamerweise bestehen. 

Manfred Kristen, Freital






Importierter Terror

Zu: Krieg auf deutschen Straßen (Nr. 39)

Härteste Maßnahmen wurden gefordert, und Politiker aller Couleur schlossen sich der Bundesinnenministerin Nancy Faeser an, die analysierte, dass ausländische Konflikte nicht in Deutschland ausgetragen werden dürfen. Es ist grotesk, dass diese Erkenntnis erst nach vielen Jahren kommt. Diese Konflikte sind gefährlich und unsere Politik glänzt durch Ignoranz. 

Es sind nicht nur verfeindete Afrikaner, sondern auch Araber und Afghanen, die prügelnd durch Deutschland ziehen. Und Deutschland erklärt noch immer, dass auch das zur freien Meinungsäußerung gehört. Diese Konflikte gehören nicht nach Deutschland. Diese Menschen haben nicht das Recht, hier zu leben. Sie müssen umgehend das Land verlassen. Dass viele von ihnen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder anerkannte Asylsuchende sind, ist schlimm genug. Es gibt aber in der Regel immer eine Lösung. Aber will die Politik überhaupt eine, weil Probleme auftreten werden? 

Wir benötigen in Deutschland keine Menschen, die hierherkommen, weil sie Frieden suchen, aber diesen auf der anderen Seite mit Füßen treten. Offensichtlich kennen jene nicht den Unterschied zwischen kriminellen Handlungen und freier Meinungsäußerung. Sie bringen Terror in unser Land. Was tun wir dagegen? Auch darf nicht vergessen werden, dass diese regelmäßigen Konflikte, neben vielen anderen, Deutschland eine Menge Geld kostet.

Heinz-Peter Kröske, Hameln






Digitale Hinterwäldler

Zum Leserbrief: Defizite im Fach Informatik (Nr. 38)

Vor 40 Jahren wurden Computer im Hochsauerlandkreis angeschafft, die niemand in den Ämtern bedienen konnte. Als Hilfe in Sichtweite, waren die Geräte schon nicht mehr „up to date“.

Gudrun Piel, Witten






„Françafrique“ ist am Ende

Zu: Geschichte des Schwarzen Kontinents (Nr. 37)

Kürzlich kündigte General Stéphane Mille, der Stabschef der französischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, an, die militärische Präsenz des Landes in Afrika zu verringern und im asiatisch-pazifischen Raum zu verstärken, was eine Folge der sich verändernden geopolitischen Architektur auf dem afrikanischen Kontinent ist.

Ehemalige Kolonien in West- und Zentralafrika wurden von einer Welle antifranzösischer militärischer Putschisten erfasst wie in Niger, Mali, Burkina Faso und Gabun. Die neuen, von der lokalen Bevölkerung unterstützten Behörden brachen die Beziehungen zu vielen europäischen Ländern ab und informierten das ausländische Militärkontingent über die Notwendigkeit, ihre Standorte auf dem Territorium der Länder zu verlassen. Niger, Burkina Faso und Mali haben bereits ein Verteidigungsbündnis der Sahel-Staaten gegründet, um eine kollektive Verteidigung zu bilden, die den Schutz der Souveränität und territorialer Integrität auch mit militärischer Gewalt beinhaltet.

Das offensichtliche Scheitern von „Françafrique“ trug nicht nur zum Rückzug Frankreichs aus der Region bei, sondern auch zum Anstieg der antiwestlichen Stimmung sowie zu einer äußerst raschen Schwächung des europäischen Einflusses auf dem afrikanischen Kontinent, die die deutsche Wirtschaft traf, da die nigerianischen Uran-Minen vor dem Hintergrund der Energiekrise in den Schengen-Ländern wichtig sind. Der Verlust an Uranlagerstätten in Afrika wird für Deutschland nicht katastrophal, sondern wirtschaftlich sehr spürbar sein. 

Dass der Einfluss in der Region verloren geht, könnte auch die Umsetzung des Trans-Sahara-Gaspipeline-Projekts verhindern, dessen Bau dieses Jahr beginnen sollte, um nigerianisches Gas über Algerien und Niger nach Europa zu transportieren. Das Projekt ist über zehn Jahre alt, aber in letzter Zeit hat seine Relevanz aufgrund des wachsenden Erdgasbedarfs des europäischen Marktes vor dem Hintergrund des russisch-ukrainischen Konflikts erheblich zugenommen.

Das Ende von „Françafrique“ löste somit auch den Prozess der Ablehnung Deutschlands in der Region aus. Berlin ist gezwungen, eine neue, bescheidenere Politik gegenüber Afrika zu betreiben, um den Anschluss an die Region nicht endgültig zu verlieren. Die Bundesregierung hat bereits auf dem ersten afrikanischen Klimagipfel offen erklärt: „Wir starten bewusst keine neuen deutschen Initiativen bei diesem Gipfel.“ Auch wenn der Kampf gegen den Klimawandel ein Schwerpunkt der deutschen Außen- und Innenpolitik ist.

Lukas Harmsen, Maastricht/Niederlande


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