04.02.2026

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
Folge 48-23 vom 01. Dezember 2023 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-23 vom 01. Dezember 2023

Meldungen

Mehr psychisch Kranke

Berlin – In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Fälle von Arbeitsausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltungsstörungen um 1,7 Prozent erhöht, in den zurückliegenden zehn Jahren insgesamt um 4,8 Prozent. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zurück. 2021 betrug die Zahl dieser Krankentage bei Frauen 75 Millionen und bei Männern 51 Millionen Tage.  Als Ursachen nennt die Regierung gesamtgesellschaftliche Faktoren wie die Folgen der aktuellen Krisen, aber auch die größer werdende Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen sowie  anhaltende Entwicklungen wie die Digitalisierung, den demographischen Wandel, Fachkräftemangel und die Veränderungsdynamiken in vielen Bereichen der Arbeitswelt.MRK





Obdachlos wegen Flucht 

Bethel – Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat die Zahl der Obdachlosen in der Bundesrepublik von 2021 zu 2022 erheblich zugenommen: Lebten 2021 hierzulande noch 383.000 Menschen ohne Dach über dem Kopf, waren es 2022 bereits 607.000. Bei einem Drittel der Obdachlosen handelte es sich um Deutsche – allerdings betrug der Zuwachs hier nur fünf Prozent. Dahingegen stieg die Quote der Ausländer ohne Obdach deutlich stärker, wobei die Betroffenen vor allem aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan und dem Irak kamen. Als Ursache für diese Entwicklung nennt die BAG W pauschal „die Flucht“, obwohl das Netz des Sozialhilfe- und Asylsystems in Deutschland ausgesprochen dicht geknüpft ist. Daher resultiert die Obdachlosigkeit bei Immigranten eher aus psychischen Auffälligkeiten sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch, denn diese Faktoren führen überdurchschnittlich oft zum Verlust der Unterkunft. W.K.





Insitute zur Beeinflussung

Berlin – Die Bundesregierung finanziert zwei neue Einrichtungen, die dazu beitragen sollen, deutliche Meinungs- und Verhaltensveränderungen in der Bevölkerung herbeizuführen, was den Klimaschutz und Gesundheitsfragen betrifft. Hierbei handelt es sich zum einen um das Netzwerk Behavior Science Connect (BSC) und zum anderen um das Institute for Planetary Health Behaviour (IPB). Eine zentrale Rolle spielt in beiden Fällen die Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation Cornelia Betsch von der Universität Erfurt, welche als Ko-Organisatorin des BSC und Direktorin des IPB fungiert. Während der Corona-Pandemie gehörte sie dem Expertenrat der Bundesregierung an und arbeitete auch eng mit dem Robert-Koch-Institut zusammen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Beeinflussung von Impfentscheidungen. Die Gründung der beiden Institutionen erfolgte in Reaktion auf eine Resolution der Weltgesundheitsorganisation WHO. W.K.