04.02.2026

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Folge 48-23 vom 01. Dezember 2023 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 48-23 vom 01. Dezember 2023

Meldungen

DIHK fordert harte Wende 

Berlin – In einer Resolution fordert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) grundlegende Änderungen an der deutschen Wirtschaftspolitik. Die Spitzenorganisation der regionalen Industrie- und Handelskammern listet zehn Punkte für eine wirtschaftspolitische Wende auf. Unter anderem mahnen die Unternehmer in ihrem Papier einen „Kulturwandel“ in den Behörden an. Diese müssten Projekte ermöglichen, statt sie durch Auflagen zu erschweren. Zudem fordern die Wirtschaftsvertreter eine Absenkung der Stromsteuer für Unternehmen auf breiter Front statt nur für Großverbraucher. In ihrer Resolution spricht sich die DIHK auch für eine stärkere Nutzung der heimischer Kohle- und Schiefergasvorkommen aus. Sie kritisiert zudem, dass die Regelung zur Einwanderung von Fachkräften in der Praxis zu komplex sei. Weiterhin fordert die DIHK, den Fachkräftemangel durch die Stärkung der Ausbildung zu mildern. H.M.





Windpark am Rand der Pleite

Stockholm – Europas größter Landwindpark Markbygden westlich von Piteå in Nordschweden, der nach seiner kompletten Fertigstellung eine Fläche von 450 Quadratkilometern einnehmen und 1101 bis zu 300 Meter hohe Windräder mit vier Gigawatt Gesamtleistung umfassen soll, befindet sich in massiven Zahlungsschwierigkeiten und steht deshalb kurz vor der Insolvenz. Die Probleme von Markbygden resultieren dabei vor allem aus einem Vertrag mit dem norwegischen Unternehmen Hydro Energi. Darin hatte sich der Windparkbetreiber verpflichtet, eine konstante Menge an Strom zum Festpreis zu liefern. Weil aber des Öfteren Flaute herrschte oder die Windkraftanlagen wegen technischer Probleme pausieren mussten, war Markbygden gezwungen, bei konventionellen Anbietern teuren Ersatzstrom einzukaufen. Deswegen hat das Unternehmen, welches zu 75 Prozent dem chinesischen Staat gehört, nun Schulden in Höhe von umgerechnet 525 Millionen Euro. W.K.





Investition für Lichtenberg

Berlin – Der niederländische Investor van Caem investiert rund eine Milliarde Euro, um in Berlin-Lichtenberg eines der größten Rechenzentren Deutschlands zu errichten. Wie aus einem Schreiben zum Projektstart hervorgeht, soll das Rechenzentrum auf 30.000 Quadratmetern eine Leistungskapazität von 100 Megawatt erreichen. Damit lassen sich theoretisch zehn Millionen Arbeitsplätze mit Software und Daten versorgen. So entsteht im Berliner Osten das fünftgrößte Rechenzentrum Deutschlands und das größte Berlins. Laut den Planungen soll die im Zentrum anfallende Wärme in das Berliner Fernwärmenetz eingespeist oder für umliegenden Wohn- und Gewerbeeinheiten genutzt werden. Das „Bluestar“ genannte Projekt soll im Jahr 2026 den Betrieb aufnehmen. Der Bezirk Lichtenberg geht von rund 80 Arbeitsplätzen in der Anlage aus.      H.M.