Nach einem von der ungarischen Regierung zusammengestellten Geheimdienstdossier sind die afghanischen Taliban dabei, die Kontrolle über Schleusergruppen in Serbien zu übernehmen, um damit Geld für Terroranschläge zu generieren. Die Taliban, die mit dem Opiumanbau und Handel einst ihren Kampf gegen den Westen finanzierten und gewannen, versuchen jetzt, da sie über viele freie Terror-Kräfte verfügen, mit der islamischen Immigration nach Europa ein neues Finanzierungsmodell zu errichten, das islamkonformer als der vom Koran verbotene Opiumanbau ist.
Das Dossier, das auf der Internetseite des ungarischen Parlaments veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass der Geheimdienst der Taliban die direkte Kontrolle über Schleusergruppen übernommen hat, die auf dem Gebiet der Wojwodina in Serbien nahe der Grenze zu Ungarn operieren. In dem als Verschlusssache eingestuften Dokument vom 25. Oktober wird auch davor gewarnt, dass auch die palästinensische Terrorgruppe Hamas versucht, die Migrationsroute über den westlichen Balkan zu nutzen, um Mitglieder nach Westeuropa zu schleusen, als Rückzugsgebiet bei einer israelischen Übernahme des Gazastreifens.
Der Bericht mit dem Titel „Nationale Sicherheitsaspekte der illegalen Migration im serbisch-ungarischen Grenzgebiet“ war in Auftrag gegeben worden, weil die Migrantengewalt in der Wojwodina immer mehr zunahm. Menschenschmugglergruppen aus Afghanistan, Marokko und Syrien kämpfen dort gegeneinander um die Kontrolle über den lukrativen Migrationsmarkt in die EU. Waffen besorgen sich die Schleuserbanden von albanischen Verbrechersyndikaten aus Albanien, dem Kosovo und Südserbien.
Der Geheimdienstbericht, dessen Freigabe vom Fraktionsvorsitzenden der ungarischen Regierungspartei Fidesz, Mate Kocsis, der auch Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsausschusses ist, initiiert wurde, beschreibt, wie die internen Kämpfe zwischen verschiedenen Schleuserbanden in der Wojwodina zunehmen, die Gewalt wächst und die serbische Polizei nicht in der Lage zu sein scheint, die Situation unter Kontrolle zu halten.
In den fast täglichen Berichten wurde ausführlich beschrieben, wie das Grenzschutzsystem unter starkem Druck steht und dass Grenzpatrouillen immer mehr von Schleusern angegriffen werden. Schleusungen werden dank der Terrorgruppen aus dem Nahen und Mittleren Osten jedoch immer professioneller. In großem Stil werden in Heimatgebieten eingeübte Grenzdurchbrüche, wie am 7. Oktober an der Gazagrenze, trotz hoher Zäune und elektronischer Bewachung, eingeübt.
Den Geheimdienstquellen zufolge kontrollieren zwei afghanische Gruppen inzwischen den größten Teil des Schleusergeschäfts in der Wojwodina. Dank der in Deutschland extrem hohen Sozialleistungen für Asylsucher sind die Gewinnmargen der Schleuser stark gestiegen. Laut dem Bericht sind Familienmitglieder der Taliban-Regierung in Afghanistan und der Haqqani-Gruppe direkt an den Schleuserbanden in der Region beteiligt. Auch andere terroristische Organisationen aus dem Nahen Osten haben demnach Interesse daran bekundet, ganze Schleusernetzwerke auf dem Balkan aufzukaufen, mit Geld aus den Öleinnahmen.
Welche Rolle spielt Moskau?
In dem Bericht wird auch auf die Bedeutung einer „Verbindung“ zwischen Moskau und Belgrad hingewiesen, die für die eher prorussische ungarische Regierung von Viktor Orbán politisch heikel ist. Moskau ist nämlich auch eine Drehscheibe in der Balkanroute. Offenbar ist derzeit die Grenze zwischen Afghanistan und Tadschikistan praktisch unkontrolliert, deshalb können sich Afghanen tadschikischer Herkunft leicht tadschikische Pässe besorgen, mit denen sie ohne Visum nach Moskau und dann ohne Visum von Moskau nach Belgrad reisen können.
Orbáns nationaler Sicherheitsberater György Bakondi reagierte im ungarischen Fernsehen mit den Worten: „Aufgrund der gescheiterten Migrationspolitik der EU entscheiden jetzt der Geheimdienst der Taliban und die afghanische Regierung, wer nach Europa einreisen darf.“ Beobachter halten die Kritik allerdings für etwas vermessen, da Ungarn in diesem Sommer 1400 ausländische Menschenschmuggler aus den Gefängnissen entlassen hat, weil dort angeblich Überbelegung herrschte.