Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
Martinstag oder Martini
Hof - Vorsitzender Christian Joachim begrüßte die Mitglieder im Jahnheim zum monatlichen Treffen und gratulierte den Geburtstagskindern des vergangenen Monats.
Danach überließ er Kulturwart Bernd Hüttner das Wort, der als Prominenten den Mathematiker David Hilbert vorstellte.
In seinem Vortrag über Sankt Martin ging Christian Joachim zuerst auf die Hintergründe des Brauchtums ein. Der legendäre, „geteilte“, Mantel, lat. Capa, galt einst als siegverheißendes Feldzeichen im Kampf. Der Aufbewahrungsort der Mantelreliquie wurde deshalb „capella“ genannt und ihr Träger bei Prozessionen „Kaplan“.
In protestantischen Gegenden, also auch in Ostpreußen, wurde am 10. November Martini gefeiert und so an den Geburtstag Martin Luthers erinnert. Zu Martini musste die Wintersaat bestellt, die Feldarbeit beendet und der Vorrat für die kalte Jahreszeit eingelagert sein.
Der Martinstag bildete den Abschluss des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Es wurde abgerechnet und das Personal wechselte. Erstaunen rief die Erklärung des Vorsitzenden hervor, dass eine neue Stelle um Martini nur am Mittwoch oder Sonnabend angetreten wurde, um Streit zu vermeiden und die Stelle nicht gleich wieder zu verlieren.
In Masuren sangen die Leute, die die Arbeitsstelle wechselten, ein Abschiedslied und dankten für die „Kalende“, ihren Lohn, der meist aus Geld, Naturalien und nützlichen Dingen bestand. Daneben galt der Tag aber auch als Lostag. Bestimmte Knochenteile der Gans sollten auf die Zukunft bzw. das Wetter hinweisen. So hieß es, dass ein abgenagtes braunes Gansbrustbein einen kalten, ein weißes einen schneereichen Winter ankündigte.
Ursprünglich war die Gans das Opfertier des germanischen Göttervaters Wotan. Durch die Opfergabe sollte der Gott seine schützende Hand über Acker und Vieh halten. Zu den auch heute noch bekannten Martinsbräuchen konnte die zweite Vorsitzende Jutta Starosta einiges Interessantes beitragen. Sie berichtete, dass man früher mit Fackeln durch die Straßen zog. Mit diesen wurde das Martinsfeuer entfacht und so der Beginn des Winters eingeläutet.
Dieser Brauch soll auf eine große Lichterprozession zurückzuführen sein, mit welcher der Leichnam Martins nach Tours überführt wurde. Eine andere Erklärung bezieht sich auf die frühere Leseordnung für den
11. November.
Das Evangelium vom Licht unter dem Scheffel (Lk 11.33) besagt, dass der Glaube nicht versteckt, sondern wie ein helles Licht in die Welt getragen werden soll. Zum Abschluss der Ausführungen gab es selbstgebackene Weckmänner aus Hefeteig. Danach saßen die Mitglieder noch lange zusammen und genossen die Gemeinschaft.
Hamburg
Erster Vorsitzender: Hartmut Klingbeutel, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Teilfeld 1, 20459 Hamburg, Telefon (0178) 3272152
Hamburg - Sonnabend, 30. Dezember, 16 Uhr, Haus der Heimat, Teilfeld 8, Delegiertenversammlung der Landesgruppe Hamburg.
Hessen
Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Heimatnachmittag
Kassel – Sonntag, 17. Dezember, 15 Uhr, Landhaus Meister, Fuldatalstraße 140: Advents- und Vorweihnachtsfeier. Dorothea Deyß mit ihrem Singkreis bringen uns Weihnachten nahe.
Weihnachtsfeier
Wetzlar – Dienstag, 3. Dezember, 14 Uhr, Ratsstuben der Stadthalle Aßlar, Mühlgrabenstr. 1, 35614 Aßlar: "Gemeinsame Advents- und Weihnachtsfeier des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Landsmannschaften ". Weitere Informationen bei Kuno Kutz, Heinzewies 6, 35625 Hüttenberg, Telefon (06441) 770559, E-Mail:
kuno.kutz@t-online.de, Fax (06441) 770558.
Landeskulturtagung erinnert an Schicksal und Kultur der Ost- und Westpreußen
Wetzlar - Den Beitrag der Vertriebenen am Aufbau der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg hat die hessische Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU), gewürdigt.
Bei der Landeskulturtagung des Landesverbandes der Landsmannschaften von Ost- und Westpreußen in der Wetzlarer Stadthalle erinnerte Ziegler-Raschdorf an das Schicksal der 15 Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und den angestammten Siedlungsgebieten in Ost-, Mittel- und Südosteuropa, das auch 78 Jahre später noch gegenwärtig sei. „Bis heute führt Sie das Thema von Flucht und Vertreibung aus der geliebten Heimat regelmäßig in Ihrem Verband zusammen“, sagte sie vor den 44 Teilnehmern der Tagung.
Das Schicksal habe die Menschen in ihrer kompletten, kollektiv Existenz betroffen. Die Eingliederung der Heimatvertrieben sei eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. „Die Ankömmlinge sind als ein wertvoller und unverzichtbarer Teil in die hiesige Gesellschaft hineingewachsen“, stellte die 72-Jährige fest, deren Eltern selbst Vertriebene aus Ostschlesien waren. Dabei wies sie darauf hin, dass das Kulturgut der Ost- und Westpreußen reich und vielfältig sei. „Die Heimatvertriebenen haben Kostbares aufgeben müssen.
Die Bewahrung der ost- und westpreußischen Kultur, der Bräuche und Gepflogenheiten, die Bewahrung der Erinnerung sind wichtig für das Selbstverständnis dieser Menschen, aber auch notwendig für ein vollständiges Bild der Geschichte Deutschlands für alle Deutschen“.
Schließlich schlug Ziegler-Raschdorf einen Bogen in die Gegenwart: „Die Arbeit der Vertriebenenverbände ist so aktuell wie nie und wird auch weiterhin gebraucht. Solange es Kriege und Konflikte gibt, werden wir mit den Folgen von Flucht und Vertreibung konfrontiert“. Das Amt der Landesbeauftragten endet für Ziegler-Raschdorf nach 15 Jahren im
Dezember.
Als eine der Errungenschaften ihrer Amtszeit bezeichnete sie die geplante Einrichtung einer Stiftungsprofessur „Historische Erinnerung und kulturelles Erbe: Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen nach 1945“ an der Justus-Liebig-Universität in Verbindung mit dem Herder-Institut Marburg, die das Land Hessen mit 1,5 Millionen Euro über mehrere Jahre unterstützt. Hannelore Neumann (Karben) sagte, die Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) sehe in dem neuen Schwerpunktbereich eine große Chance, eine Forschungslücke in der hessischen Geschichte zu schließen. Bis heute wisse man nicht genug über die Fluchterfahrungen der Heimatvertrieben, welche Probleme sie bei der Integration hatten und in was für sozialen Verhältnissen sie lebten.
Doch zurück zu Margarete Ziegler-Raschdorf. In ihrer Bilanz der 15 Jahre als Landesbeauftragte bezog sie auch ein, dass in ihrer Amtszeit zwei Digitalportale geschaffen wurden. Sie sammeln Materialien zu Flucht, Vertreibung und dem Schicksal der Russlanddeutschen. Ferner soll eine ganz neu konzipierte Ausstellung „Vertriebene in Hessen“ im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach entstehen.
Auf sieben Beratungsstellen wies Ziegler-Raschdorf hin, in den Spätaussiedler niederschwellige Treffpunkte für Beratung, Bildung und Information finden.
Ferner kann sie für sich verbuchen, dass die Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen seit drei Jahren finanzielle Förderung erhält.
Zudem konnte sie erreichen, dass die Mittel für den Paragraf 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes um 50 Prozent erhöht wurden, ebenso die Mittel für Spätaussiedler. Hessen stelle für beide Aufgabenbereiche damit rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Ziegler-Raschdorf hat angestoßen, dass die Bundesimmobilien in Hasselroth im Main-Kinzig-Kreis angekauft werden. Dort sollen langfristig Spätaussiedler untergebracht werden, getrennt von Flüchtlingen und Asylbewerbern.
Viele Verbände hätten in den letzten Jahren mit Hilfe des Innenministeriums eigene Internetseiten erstellen können. Doch die Landesbeauftragte blickt auch kritisch in die Zukunft. Als Beispiel nannte sie die Kürzung der Mittel für den Paragrafen 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes um 50 Prozent. Die Bundeszentrale für politische Bildung bekomme die Mittel von 96 auf 76 Millionen gekürzt. Auch die Mittel für die Migrationsberatung würden gekürzt und Stellen gestrichen.
„Die erfolgreiche Aufnahme und Eingliederung der deutschen Heimatvertriebenen nach dem Krieg ist eine der großen Leistungen der Bundesrepublik. Der Wille zu Versöhnung und Neuanfang ist einer der wesentlichen Pfeiler des vereinten Europas, woran die Heimatvertriebenen einen wichtigen Anteil haben“, sagte die scheidende Landesbeauftragte.
Vorweihnachtliche Feier
Wiesbaden – 16. Dezember, 15 Uhr, Haus der Heimat, Wappen-Saal, Friedrichstraße 35. Sie erwarten Kaffee und Kuchen, Kerzenschein und ein besinnliches Programm zur vorweihnachtlichen Zeit.
Mit Geschichten, Gedichten, Gesang, Musik und einer Ansprache von Pfarrer Dr. Holger Saal (ev. Marktkirchengemeinde) wollen wir Sie auf die Weihnachtstage einstimmen. Musikalisch wird uns Mathias Budau erfreuen.
Wegen der Platz- und Kuchendisposition bitte anmelden bis 8. Dezember bei Helga Kukwa 0611-37 35 21 oder Ilse Klausen 06122-148 08.
Niedersachsen
Vorsitzende: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)42684, Schriftführer und Schatzmeister: Hilde Pottschien, Volgerstraße 38, 21335 Lüneburg, Tel.: (04131)7684391. Bezirksgruppe Lüneburg: Helmut E. Papke, Süllweg 7, 29345 Unterlüß, Tel.: (05827) 4099850.
Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Tel.: (0531) 2509377. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto v. Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Tel.: (05901) 2968
Bericht über unsere Versammlung am 8. November.
Oldenburg - Auf der November-Versammlung der Landsmannschaft Ostpreußen und Westpreußen in Oldenburg las Herr Prof. Dr. Fröhlich aus seinem unveröffentlichten und noch in der Korrekturphase befindlichen Roman „Mit Bibel, Schwert und Feuer“, über das Vordringen des Deutschen Ordens in Masuren im 14. Jahrhundert.
Die Eroberung der Pruzzenburg Lyck durch die Ritter und die Rückgewinnung durch die Pruzzen ist die Handlung dieser romanhaften Erzählung, jeweils aus der Perspektive des Ordenshauptmanns und des Pruzzenhauptmannes. Prof. Fröhlich steckte viel Engagement und Nachforschungen zum Leben der Ordensleute und der Pruzzen in diese Leidenschaft seiner Rentnerzeit, und er unterstützte seine Lesung durch zahlreiche selbst gezeichnete Darstellungen der Personen. Seinem Buch ist ein nennenswerter Erfolg zu wünschen.
Am 13. Dezember treffen wir uns zu einer Adventsfeier mit Liedern, Gedichten und Geschichten zum Advent im Stadthotel in Oldenburg um 15 Uhr. Freunde und Interessierte sind herzlich willkommen.
Gisela Borchers
Vorsitzende der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen, Oldenburg
Masurenreise 2023
Rinteln – Donnerstag, 30. November, 15 Uhr, im Gemeindehaus der Stadtmission Rinteln, Waldkaterallee 1a (nahe Bahnhof): Unser nächstes Treffen der Landsmannschaft der Ostpreußen, Westpreußen und Danziger, Ortsgruppe Rinteln, findet als voradventliches Beisammensein statt.
Bernd Pajsderski, dessen Vater in Allenstein zuhause war, und seine Gattin hatten im Frühjahr an einer Gruppenreise nach Masuren teilgenommen, die im Rundbrief der Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen angekündigt war. Er wird uns eine Auswahl seiner Fotos zeigen und seine persönlichen Eindrücke schildern.
Wir freuen uns auf ein Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, Gäste sind uns stets willkommen. Wegen der zu treffenden Vorbereitungen bitten wir alle Teilnehmer um vorherige Anmeldung unter Telefon 05751 5386 oder
rebuschat@web.de.
Joachim Rebuschat
Nordrhein-Westfalen
Erster Vorsitzender: Klaus-Arno Lemke, Stellv. Vorsitzende: Dr. Bärbel Beutner, Arnold Schumacher Schriftführerin: Elke Ruhnke, Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de
Viersen-Dülken - Werte Mitglieder, liebe Vertriebene und Freunde unserer ostdeutschen Landsmannschaft!
Hiermit darf ich Sie freundlichst bitten, den Veranstaltungstermin für unsere geplante diesjährige Weihnachtsfeier vorzumerken. Am Samstag, dem 9. Dezember, 14 Uhr treffen wir uns wieder in Dülken im Café Robin Hood, Alter Markt Nr. 3.
In bekannter Weise wird für unser leibliches Wohl gesorgt. Für reichlich Kaffee und Kuchen erbitten wir einen Unkostenbetrag von 7€ pro Gedeck.
Für Besinnlichkeit bei Kerzenschein und vertrauten Liedern wollen wir alle gemeinsam sorgen.
Wie immer sind Gäste bei uns gerne gesehen und jederzeit herzlich in unserer Mitte willkommen.
Ihr Kommen stärkt die heimatliche Erinnerung und hilft unserer landsmannschaftlichen Ortsgruppe in Dülken. Bitte melden Sie sich telefonisch (02162-58217) an.
Mit freundlichen Grüßen und Segenswünschen für Gesundheit und Wohlergehen im kommenden Jahr 2024 verbleibt,
Jürgen Zauner
Wesel - Liebe Landsleute, liebe Heimatfreunde! Wir sind noch da…. Ja, das letzte Fest des Jahres steht an. Wir, vom Vorstand der Landsmannschaft Ostpreußen-Westpreußen-Kreisgruppe Wesel grüßen Sie alle herzlich. Leider hat sich da für uns unerwartet etwas eingeschlichen. Wir werden in diesem Jahr keine Weihnachtsfeier veranstalten können.
Private Ereignisse, Gesundheitsprobleme – daraus entstandenen Raumbelegungen in der Gnadenkirche konnten nicht eingehalten werden. Haben Sie bitte Verständnis dafür. Der Vorstand unserer Landsmannschaft wünscht Ihnen auf diesem Wege im Kreise Eurer Familien stille und besinnliche Weihnachten mit viel Gesundheit, mit einem guten Übergang ins Jahr 2024. Eingegriffen in unsere Grüße und Wünsche sind natürlich die Landsleute, die das Krankenbett hüten müssen, baldige Genesung. Mit heimatlichem Gruß, Paul Sobotta – Ehren-Vorsitzender und Kulturreferent
Adventsfeier
Wuppertal – Sonnabend, 9. Dezember, Kolkmannhaus, Hofaue 51, 42103 Wuppertal: Adventsfeier.
Bei Kerzenschein werden gemeinsam Lieder gesungen und Gedichte und Geschichten vorgetragen.
Auch die Chorfreunde Wuppertal haben ihren Auftritt zugesagt. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee, Kuchen/Brötchen bestens gesorgt. Gäste sind immer herzlich willkommen.
Schleswig-Holstein
Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de
Adventsfeier
Burg auf Fehmarn – Dienstag,
12. Dezember, 15 Uhr, Haus im Stadtpark: ostdeutschen Adventsfeier der Landsmannschaft der "Ost-, Westpreußen und Danzig". Pastor Kark-Carlson wird besinnliche Worte zum bevorstehenden Weihnachtsfest sprechen. Für die musikalische Umrahmung sorgt Kathrin Kark aus Landkirchen mit ihrer Flötengruppe.
Eine festlich geschmückte Kaffeetafel, weihnachtliche Geschichten sowie Lieder, begleitet von Brigitte Asbahr und Ina Naujok auf dem Akkordeon, werden die Mitglieder und Gäste unterhalten.
Allen Mitgliedern, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können, wünscht der Vorstand eine friedliche Weihnachtszeit sowie ein gesundes Neues Jahr.
Brigitte Christensen