Heiligenbeil
Kreisvertreterin: Viola Reyentanz, Großenhainer Straße 5, 04932 Hirschfeld, Telefon (035343) 433, reyvio@web.de. 1. Stellvertreterin: Brunhilde Schulz, Zum Rothenstein 22, 58540 Meinerzhagen, Telefon (02354) 4408, brschulz@dokom.net; 2. Stellvertreterin: Heidi Pomowski, Heinegras 42, 31840 Hess. Oldendorf, Telefon (05158) 2841, heidi.pomowski@t-online.de; Kassenwart: Arnold Hesse, Amselstraße 6, 26847 Detern, Telefon (04957) 575, Arnold.Hesse@ewetel.net; Internet: www.kreisgemeinschaft-heiligenbeil.de
Reise nach Frauenburg
Im Rahmen einer Heimatreise im Oktober diesen Jahres besuchten Mitglieder unserer Kreisgemeinschaft Frauenburg.
Am Gedenkstein für Flucht und Vertreibung legten wir ein Blumengebinde nieder. Der Ehrenvorsitzende unserer Kreisgemeinschaft, Siegfried Dreher, hielt vor den Teilnehmern eine bewegende Rede.
Das Haff bei Frauenburg zeigte sich von romantischer Schönheit genau wie die herbstlichen ostpreußischen Alleen im Nebel.
Die Mole am Haff hat ein Geländer bekommen.
Die Besteigung des Kopernikus Turmes ist wieder möglich. Das wurde von uns natürlich genutzt und mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.
Bereits im Mai waren wir in Frauenburg und legten ein Blumengesteck am Gedenkstein nieder.
Im Dom war der Altar für Nikolaus Kopernikus zu seinem Todestag am 21. Mai festlich geschmückt.
Viola Reyentanz
Kreisvertreterin
Ortelsburg
Kreisvertreter: Marc Plessa, Hochstraße 1, 56357 Hainau, Telefon (06772) 9699799, E-Mail: kontakt@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de, Geschäftsführerin: Karola Kalinski, Meisenstraße 13, 45698 Gladbeck, Telefon (02043) 9824112, E-Mail: k.kalinski@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de, Internet: www.kreisgemeinschaft-ortelsburg.de
Silberne Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreußen für das Ehepaar Somplatzki
Der erste Vorsitzende Marc Plessa überreichte Herbert Somplatzki am 18. November in der Heimatstube in Herne die silberne Ehrennadel der Landmannschaft Ostpreußen für seine besonderen Verdienste. Gerlinde Bahr-Somplatzki wurde auch ausgezeichnet, konnte aber persönlich aufgrund einer Erkrankung nicht teilnehmen.
Herbert Somplatzki (* 19. Dezember 1934 in Groß Piwnitz im Kreis Ortelsburg) widmet sich in Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Gerlinde (aus Kleeberg, Kreis Soldin in Westpommern) seit 1976 der Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen. Dies erreichen sie sowohl durch die literarische Arbeit des Schriftstellers als auch durch gemeinsame Veranstaltungen, mit den Menschen aus und in der ostpreußischen Heimat, die heutzutage zur Woiwodschaft Ermland und Masuren in Polen gehört.
Insbesondere sein literarisches Schaffen mit Bezug zu Masuren und Ostpreußen zeigen die engen Beziehungen und Gemeinsamkeiten der Deutschen und Polen auf.
Herberts zweisprachige Bücher „Morgenlicht und wilde Schwäne - Brzask i dzikie labydzie" und „Die Frau mit dem Bernsteinhaar - Kobieta o bursztynowych wlosach" vermitteln diese für beide Nationalitäten.
Sein Buch Masurische Gnadenhochzeit ist ein herausragendes Werk, das die deutsch¬polnischen Beziehungen seit Ende des
19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart darstellt. Dieses Buch wurde in Zusammenarbeit mit dem Westpreußischen Landesmuseum in Münster zur Grundlage der zweisprachigen Ausstellung „Ost-West-Begegnungen in Krieg und Frieden - Auf den Spuren einer Familiengeschichte", die seit 2005 in Deutschland und Polen präsentiert wurde.
Durch das literarische Werk und die gemeinsamen Begegnungen wirken Herbert und seine Frau Gerlinde Somplatzki zusammen öffentlichkeitswirksam für die Völkerverständigung. Die Geschichte Ostpreußens wird hierdurch in Erinnerung gehalten und mit Leben gefüllt.
Nachruf auf Wilhelm Geyer
Am 8. Oktober verstarb Wilhelm Geyer, ehemaliger Vorsitzender der Kreisgemeinschaft Ortelsburg.
Wilhelm Geyer wurde 1935 in Willenberg geboren. Sein Vater und sein Großvater, die ebenfalls den Namen Wilhelm Geyer trugen, arbeiteten im vom Großvater gegründeten Bauunternehmen in Ostpreußen. Nach der Flucht aus der Heimat kehrte sein Vater in Gelsenkirchen als Bauingenieur in den Beruf zurück, während er selbst sich aufmachte in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters zu treten. Nach der Ausbildung zum Hochbauingenieur drängte er Ende der siebziger Jahre als Architekt zurück in jene unternehmerische Selbstständigkeit, die in der Familie einst verwurzelt war.
1961 heiratete er in seiner Wahlheimat Gelsenkirchen die aus Niederschlesien vertriebene, gleichaltrige Schneiderin Helga Vieweg. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, später folgten zwei Enkelkinder.
Im März 1979 wurde er zum Stellvertreter des damaligen Kreisvorsitzenden Gustav Heybowitz in den Kreisvorstand gewählt. Im Frühjahr 1989 erfolgte die Wahl zum Kreisvorsitzenden. Mit seinem Eintritt in den Vorstand der Kreisgemeinschaft Ortelsburg erfolgte ein Generationenwechsel, neue Akzente wurden gesetzt: So vervollständigte er mit Edith Albrecht die Seelenlisten, die Grundlage der Heimatkartei wurden. Wilhelm Geyer brachte seine unternehmerische Erfahrung in die Arbeit des Vorstandes ein, ordnete und festigte die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen der Kreisgemeinschaft. Aus gesundheitlichen Gründen musste er im Dezember 1992 zum Bedauern der Mitglieder der Kreisgemeinschaft seine Vorstandstätigkeit aufgeben und an Edelfried Baginski übergeben.
Nach seinem Ausscheiden aus der Vorstandstätigkeit blieb Wilhelm Geyer der Kreisgemeinschaft über Jahrzehnte verbunden und war gern gesehener Gast bei den Kirchspiel- und Hauptkreistreffen.
In der Freizeit galt sein Interesse neben deutscher und europäischer Geschichte vor allem der Natur. Bis ins hohe Alter war der Garten, in dessen Gewächshaus er eine Kakteenzucht betrieb und der zum Habitat für geschützte Insektenarten wurde, seine große Leidenschaft.
Seiner Frau, seiner Familie gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Die Mitglieder der Kreisgemeinschaft Ortelsburg werden Wilhelm Geyer in wertschätzender, ehrender Erinnerung behalten.
Dieter Chilla


