Von 2025 an werden die Berliner Filmfestspiele von einer Frau geleitet. Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle wird dann sowohl für die Programmleitung als auch für die Geschäftsführung zuständig sein. Seit dem Rückzug des langjährigen Berlinale-Chefs Dieter Kosslick im Jahr 2019 werden beide Bereiche von dem Italiener Carlo Chatrian und der Niederländerin Mariette Rissenbeek getrennt geleitet. Da das wohl nicht immer reibungslos ablief, hatte Rissenbeek ihren bis Ende März 2024 laufenden Vertrag gekündigt, dem sich auch Chatrian anschloss, weil er nicht genug Rückendeckung von Kulturstaatsministerin Claudia Roth erhielt. Ihr mangelhafter Umgang mit dem Führungswechsel wurde in einem offenen Brief von Filmschaffenden kritisiert, den auch Regisseur Martin Scorsese unterzeichnete (die PAZ berichtete). Mit der 1970 geborenen Tuttle, die von 2018 bis 2022 das London Film Festival leitete, wird die Berlinale feministischer werden, zumal bereits für die Berlinale 2024 die kenianische Schauspielerin Lupita Nyong’o Jurypräsidenten wird.H. Tews


